Inocybe / Risspilz

Es gibt 3 Antworten in diesem Thema, welches 1.936 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (1. September 2020 um 20:33) ist von Beorn.

  • Hallo Zusammen

    Heute noch kurz im Wald. Und siehe da ein gefährliches kleines Pilzchen, für mich sehr interessant. Mal schauen ob wir diesen heute Abend im Pilzverein noch genauer bestimmen können.

    Fundort.

    550müm

    am Wegrand zu einem Mischwald

    Geruch spermatisch

    Einzeln

    Habitus ca. 6cm gross,

    Hutgrösse 1.5cm

    In der Zwischenzeit könnt ihr schon mal knobeln. 😉

    LG Andy

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Andy!


    Risspilz: richtig. Mit den grüngelblichen Lamellen und dem übrigen Aussehen sollte der vermutlich in die Gattung >Pseudosperma< (ehem. Gattung Inocybe, sec. Rimosae / fastigiata - clade). Chance auf Bestimmung der Art nur mit makroskopischen Merkmalen und ohne Fachliteratur (mindestens Inocyben - Schlüssel von Mercel Bon): Leider glatt 0%.


    LG; Pablo.

  • Hallo Pablo

    Vielen Dank für deine Einschätzung. Leider konnte ich gestern Abend niemand motivieren mal ins Mikroskop reinzuschauen, wahrscheinlich zuviel Respekt von dieser Gattung. Wird wohl Zeit das ich meine Weihnachtsliste fertigstelle...... 😉

    LG Andy

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Andy!

    Und dabei sind doch Risspilze mikroskopisch eine wirklich famose Gattung. Wegen den schönen Sporen und Zystiden. Zudem vergleichsweise gar nicht mal so aufwendig, weil man gar nicht so arg viele präparate braucht: Nur Stieloberfläche (oben, mitte und unten) und ein ordentliches Lamellenpräparat für Cheilozystiden, ggfs. Pleurozystiden und Sporen.

    Dennoch kann man's gut verstehen, wenn sich Pilzkundler in der Gattung zurück halten, weil die Bestimmung dann nachher oft so kompliziert ist, viel Formenkenntnis erfordert und: Die Gattung eben auch im Umbruch ist, und sich in den letzten Jahren vieles verändert hat und auch noch vieles in den kommenden Jahren verändern wird.

    Kann man aber umgehen, wenn man sich ein älteres, gutes Werk raussucht (am besten eben Bon) und halt konsequent danach bestimmt. Notiert man die Quelle einfach bei der Bestimmung, kann man das nachher sogar oft noch revidieren (falls nötig), wenn es in ein paar Jahren eine umfassende Monografie gibt.


    LG; Pablo.