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Sind Maronen ausschließlich Mykorrhiza?

  • Hallo,


    Ich hoffe euch geht es allen gut und ihr seid gesund. Momentan schaut es ja coronatechnisch ziemlich schlecht aus.

    Durch die ganze Situation verbringe ich viel Zeit alleine im Wald und ich beobachten die jetzt schon eine ganze Weile ein Phänomen das ich sehr interessant finde.

    Und zwar fällt mir immer wieder auf, dass Marone an den ungewöhnlichsten Stellen wachsen, auf Totholz, zum Teil auch richtig weit oben.


    Woran liegt das? Bei anderen Mykorrhizapilzen ist mir das noch nie so begegnet. Für mich wirft das die Frage auf ob es vielleicht es Mischformen gibt, also Symbiose und als Folgezersetzer. Oder liegt es daran Myzel der Maronen vielleicht schlichtweg weiter nach "ober" kommt. Einen Steinpilz, Goldröhrling oder Birkenpilz hab ich noch nie in der Höhe gefunden.

    Habt ihr schon ähnliche Dinge beobachtet? Falls ja, wie erklärt ihr euch das?


    Liebe Grüße

    Flo

  • Hi,


    das Myzel wächst nun mal in mehr oder weniger alle Richtungen. Dabei kann es schon mal wo "hochklettern", auch wenn es nicht rein saprophytisch oder parasitär lebt. Das findet man ab und zu. Auch bei anderen Arten. Maronen sind und bleiben Mykorrhizapilze, lass dich nicht verwirren.


    LG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

  • Hej hej Boris.


    Danke. Jetzt wo du's sagst (ähm schreibst).... Bei dem Maronenröhrling ist der Hut ja auch nicht so "gewölbt".

    Aber die Maronen fotografiere ich selten, dieser Pilz jedoch stand da wie ein Model :D ;-)


    *winks* Ted

    Ich werde die von mir angefragten Pilze nicht essen. Es gibt keine 100%ige Sicherheit bei der Online-Bestimmung.

  • Hi,


    ich würde das von Schwede schon für eine Marone halten. Hutwölbung ist nicht wirklich ein relevantes Abgrenzungsmerkmal. Aber um eine Bestimmung ging es hier ja auch gar nicht.


    Der Gallenröhrling ist übrigens auch so ein typischer Mykorrhiza-Pilz der gerne an Stümpfen emporklettert.


    LG.

  • N'Abend!


    Das verhalten (Fruchtkörperbildung auf und an +/- stark vermorschtem Totholz) habe ich schon bei vielen Mykorrhizapilzen gesehen. Neben Röhrlingen wie Marone, Steinpilz, Gallenröhrling, Flocki usw. auch bei Täublingen, Milchlingen, Kartoffelbovisten, Leistlingen, Wulstlingen - seltener bei Schleierlingen, Ritterlingen oder Fälblingen.
    Theoretisch sind alle Mykorrhizapilze zugleich in der Lage, im Boden nach geeigneter Nahrung zu suchen und Stoffwechsel zu betreiben. Also zusätzlich zur Mykorrhizabildung werden auch immer noch irgendwelche organischen Stoffe abgebaut / verstoffwechselt. Dabei findet das Mycel eben auch solche ausgefallenen Plätze, wo sich gut Fruchtkörper plaztieren lassen.
    Lustige Anekdote am Rande: Auf Steinen wachsende Steinpilze. Sind mir ab und an schon an bemoosten Felsen oder auf bemoosten Findlingen begegnet, wichtig ist nur eine (dünne) Humusschicht, die sich oft unter Moosen und Flechten auf Steinen (aber auch auf der Rinde lebender Bäume!) bildet, so daß das Mycel einen weg findet, wo es hochklettern kann.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

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