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Breitblättriger Holzrübling/Überlegungen

  • Hallo und guten Tag ,


    auf you-tube hörte ich das der Breitblättrige Rübling bei rohem Genuß Hämolyse auslösen kann bzw. auch bei nicht ordnungsgemäßer erhitzung des Pilzes.

    Allerdings wird der Pilz auch als eßbar und in kleinen Mengen zum verzehr auf eigene Verantwortung freigegeben.

    Nach einigen Googlesuchen, kam ich dazu, das sich die roten Blutkörperchen wieder erneut bilden und zwar nach ca. sieben Tagen, sollte diese einsatzbereit sein und ca. vier Monate "lebensfähig" sein.

    Wie ist nun eigentlich, sagen wir mal das Verhältnis zwischen aufnahme des "Giftstoffes" und dessen Menge die in einem Pilz vorhanden sind und wie lange ist es in Lage seine "Arbeit" zu aufrecht zu erhalten?

    Bzw. wie lange hält sich der "Giftstoff" im Körper auf, bis er an Wirkung verliert oder ausgeschieden wird.

    Da eine Hämolytische Anämie zum Ableben beitragen kann, hätte ich mir persönlich schon eine genauere Aufklärung gewünscht. Jeder Mensch ist verschieden, auch im Aufbau seiner Lebensflüssigkeit und somit

    kann auch eine geringe Menge des Pilzes, wohl verheerende Wirkung zeigen.


    Gruß Ralph

  • Hallo,


    das Problem besteht wahrscheinlich weniger in eine Anämie, sondern vielmehr in den Folgen einer Hämolyse. Dabei kann es zur Schädigung von Niere und/oder Leber im Extremfall auch zum Funktionsverlust kommen, was die Sache natürlich zusätzlich verkompliziert. Zum einen kann so etwas schleichend über Jahre die genannten Organe schädigen zum anderen ist unser Körper auch regenerationsfähig. Ich kann dir leider zur genauen Dynamik von Hämolysinen (wie lange wirken sie und und bleiben sie im Körper) keine Informationen geben und bezweifle auch, dass das bereits genauer erforscht wurde.

    Eine zwar durch das Immunsystem ausgelöste, jedoch durch noch unbekannte Stoffe der Kremplinge erst eintretende, massive Hämolyse mit Nierenversagen findet man z.B. im beschriebenen Paxillus-Syndrom.

    Ich esse das Breitblatt nicht und würde es als "Kein Speisepilz" in einer Beratung aussortieren.


    LG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

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