Pilz an gefällter Eiche

Es gibt 14 Antworten in diesem Thema, welches 2.470 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (30. August 2021 um 17:38) ist von Uwe58.

  • Liebe Forumsfreunde,

    nachfolgend beschriebenen Pilz fand ich gestern an einer relativ frisch gefällten Eiche (2021, max. 2020). Ich habe versucht, ihn anhand der Schlüssel von einerseits Rita Lüder und andererseits Guthmann/Hahn zu bestimmen, bin jedoch anscheinend immer falsch abgebogen ;-).

    Merkmale der Art:

    - an Eiche

    - Stiel nicht hohl

    - Geruch neutral bis leicht "pilzig"

    - Sporenfarbe braun

    - Lamellen nicht angewachsen

    - wenig sichtbaren Zwischenlamellen

    - Farbe der Lamellen leicht gelblich/orange (sieht man auf dem Foto nicht so gut)

    Könnt ihr mir helfen?

    Liebe Grüße, André

  • Hallo Andre

    Könnte was in Richtung rehbrauner Dachpilz sein. Hast du versucht Stiel von Hut zu trennen?

    Grüsse Martin

  • Hallo Martin,

    ja, ging problemlos mit leichtem "knack". Allerdings kommt mit der rehbraune zu dunkel vor und hat auch keine dunkelbraunen Sporen.

    VG André

  • Hallo Sabine,

    habe gerade noch einen zweiten Hut zum absporen ausgelegt. Der von gestern sah aus wie dunkler Kakao. Das ist ja genau mein Problem.

    VG André

  • hmm spannendes Rätsel. Mein ähnlicher Fund sah so aus. Direkt daneben der Eichenstumpf. Entpuppte sich als Dachpilz spec. hatte dunkelbraunes pulver. der rehbraune variert sehr in der hutfarbe..

  • Hallo André,

    danke fürs noch mal Rauskramen.

    Ich glaube, bei so feuchten Pilzen ist es besser, wenn man den Sporenabdruck nicht auf Papier macht, sondern auf einem nichtsaugenden Untergrund, am besten mit etwas Abstand zwischen Hut und Träger. Mir fällt es schwer, hier die eigentliche Sporenfarbe zu entkoppeln von Verfärbungen durch das vollgesogene Papier und Sporenpulver.

    @tinup/Martin, ich würde am ehesten auch an einen Dachpilz denken (vielleicht nicht an den Rehbraunen, aber es gibt ja einige andere). Da würde ich dann aber rosafarbenes (evtl. fleischbräunliches) Sporenpulver erwarten, aber die Bezeichnung "braun" würde mir da nicht so recht einfallen. Manche der durchweichten Bereiche scheinen mir mit so einer Sporenfarbe verträglich.

    Sollte allerdings das, was auf dem Foto oberhalb des rechten Hutscheitels zu sehen ist, die eigentliche Sporenpulverfarbe sein, die ich eher Rostbraun nennen würde, dann wäre ich echt aufgeschmissen und hätte keine Idee.

    Beste Grüße

    Sabine

  • Vielen Dank für eure Mithilfe. Ja, Papier scheint hier nicht so der Renner zu sein. Mache ich eigentlich immer so, besonders bei Täublingen, aber die sind dann nicht so durchnässt. Dann ist es eben so. Wenn der zweite Hut besser absport schicke ich die Fotos hinterher. War lange nicht hier. Schön, dass es immer noch so tolle Unterstützung gibt. Danke!

    Liebe Grüße, André

  • Hallo

    Das ist ganz klar einer von den Dachpilzen. Das erste Bild ist bei Tageslicht gemacht und zeigt ganz leicht einen rosa Schimmer! Die Kunstlichtfotos bringen das nicht herüber. Das Sporenpulver vom Rehbraunen kann dunkler sein als in vielen Beschreibungen (wo einer vom anderen abschreibt). Geruch Kartoffelkeller und Rettich paßt auch.

  • So, nun habe ich aus dem Blätterpilz mal einen "Blätterpilz" gemacht und habe den Gerhardt durchgeblättert. Nachdem die ersten Sporen des zweiten Hutes wirklich eher in die rosa Richtung gehen, bin ich mir ziemlich sicher, dass es entweder P. petasatus oder P. pseudorobertii ist. Wobei eher letzterer, da zwar unter der Lupe die Schüppchen in der Mitte des Hutes zu sehen sind, jedoch nicht am Stiel. Für den rehbraunen ist er mir eindeutig zu hell.

    VG André

    • Offizieller Beitrag

    Hallo!


    Das Sproenpulver erscheint in einem so dicken und zudem noch nassen Abwurf natürlich dunkler. Das müsste man jetzt wieder etwas auseinanderstreichen, dann gibt's in dünnerer Lage auch wieder den dachpilztypischen fleischbraunen Farbton.

    So am Rande: Pluteus cervinus (Rehbrauner Dachpilz) gibt's auch in weiß. Ebenso wie die diversen, normalerweise auch braunen und makroskopisch zu Pluteus cervinus identischen Arten.


    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Das Sproenpulver erscheint in einem so dicken und zudem noch nassen Abwurf natürlich dunkler. Das müsste man jetzt wieder etwas auseinanderstreichen, dann gibt's in dünnerer Lage auch wieder den dachpilztypischen fleischbraunen Farbton.

    Hallo Pablo

    Die Rehbraunen Dachpilze können so dunkles Sporenpulver haben. Steht nicht in den Büchern, aber ist so! Selbst erlebt! Wurde mir auch noch mikroskopisch bestätigt.