Rotkappe unter Tanne?

Es gibt 7 Antworten in diesem Thema, welches 968 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (27. Juli 2023 um 12:50) ist von Rooki.

  • Hallo zusammen,

    könnte das eine Rotkappe sein? Falls ja, was für eine? Der Fundort ist unter eine Tanne in der Nähe gab es noch einige Buchen.

    Vielen Dank und viele Grüße

    Taci42

  • Hi,

    ja eine (ältere) Rotkappe ist das sicherlich.

    Die Buchen wären ein möglicher Partner für die Laubwald-Rotkappe Leccinum quercinum, die aber bräunliche Stielschuppen hat. Es gibt auch mehrere Nadelwald-Rotkappen.
    Aber in dem Alterszustand kann man das nicht unterscheiden. Für die genaue Art bräuchte es ein also jüngeres Exemplar um die Farbe der Stielschuppen korrekt beurteilen zu können und zudem ein vollständiges Schnittbild mit Verfärbung des Fleisches, ein paar scharfe Bilder ohne Licht-und-Schatten Spiele der Abendsonne, ...

    VG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

  • Ich war beziehungsweise bin (eigentlich) nur Wandern und habe leider außer meiner Kamera nichts bei mir, insbesondere kein geeignetes Messer, um den Pilz durchzuschneiden :( .

    Ich habe den Pilz per Hand längs durchgebrochen, das Fleisch hat sich auch nach längere Zeit nicht verfärbt.

    Könnte die Verfärbung aufgrund der Trockenheit ausbleiben?

    Vielen Dank

    Taci42

    Einmal editiert, zuletzt von Taci42 (17. Juli 2023 um 21:22)

  • Hallo Taci42,

    so trocken sieht der Pilz gar nicht aus. Hast du ihm etwa 7 bis 10 Minuten Zeit gegeben für die Verfärbung?

    Ich weiß auch nicht, wie verlässlich die Hutfarbe auf deinen Fotos ist, nicht dass es sich gar nicht um eine Rotkappe, sondern einen Birkenpilz handelt...

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Ich habe ihn sicherlich mehr 30 Minuten mit mir herumgetragen :) , keinerlei Verfärbung - weder rötlich noch schwärzlich .

    Die Hutfarbe war in der Tat orangerötlich, tendenziell eher rot als orange.

    In dem Wald sind weit und breit keine Birken zu sehen, einen Birkenpilz würde ich daher ausschließen.

    Viele Grüße

    Taci42

  • Hallo Taci42,

    beim ersten Blick auf deinen Fund dachte ich sofort an eine Birkenrotkappe. Wenn die Farbwiedergabe nicht völlig täuscht müßte es die sein (ganz junge Birken sind schwer zu erkennen und man übersieht sie schnell). Mein Problem ist, daß sich die Bruchstelle auch nach 30 min. nicht verfärbt haben soll. Dann kann es überhaupt keine Rotkappe sein und damit wird ein Birkenpilz, wie Stephan schon schrieb, wahrscheinlicher. Dieser ist aber mit solch einer Hutfarbe unmöglich.

    Fazit: Entweder stimmen deine Angaben nicht oder Du hast eine unbekannte Art der Gattung Leccinum entdeckt. Letzteres halte ich eher für unwahrscheinlich.

    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Hallo zusammen,

    Also ich glaube nicht daran, dass die hier sichtbaren Rottöne eine Färb Verfälschung sein können. Sie passen auch insgesamt sehr gut ins Rotkappen-Farbspektrum. Beim ersten Bild "fehlt" höchstens etwas Rotton in den Aufnahme. Ein Birkenpilz würde demnach für mich wegfallen.

    Die Pünktchen wirken so konsistent schwarz, dass ich auch Espenrotkappen und co ausschließen würde. Bleiben als meine Favoriten noch Fichtenrotkappe und Birkenrotkappe übrig, wobei ich mir die Birkenrotkappe besonders gut verstehen kann, wohl auch, weil die auch schon Mal echt träääge in der Verfärbung sein kann. Das Habitat verstehe ich als Tannen-Buchen-Mischwald. Da ist sicher auch die Annahme einer einzelnen Birke irgendwo in der Nähe nicht völlig abwegig.

    Ich schätze aber, dass die unsichere Informationslage nicht zu entgültiger Sicherheit führen kann.

    Viele Grüße

    Reike

  • junge Birken können komplett anthrazit sein, da muss man auch immer aufs Laub schauen. zur Zeit ist das ja zum Glück möglich.

    aussamen können die eigentlich überall, die fliegen ja einigermaßen weit (mehrere hundert Meter). halten sich nur nicht besonders lange, falls es zu dunkel oder trocken ist.