Russula nigricans (Dickblättriger Schwärztäubling)

Es gibt 6 Antworten in diesem Thema, welches 326 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (24. Juni 2024 um 00:08) ist von StephanW.

  • Hallo liebe Pilzfreunde,


    Zurück von Italien mit dem Fund eines Weißtäublings , habe ich nun den meiner Meinung nach Schwärztäubling gefunden).


    Letztes Jahr hatte ich bereits auch Funde von diesem, sagen wir mal so - ergiebigen Pilz.

    Hat irgendjemand von euch Erfahrung in punkto Speisewert - 1Geschmack?

    Bzw Bestimmungstechnische Details?

    Als Makrochemie habe ich Guajak und Eisensulfat 10% angewandt. Die Bilder entstanden von Beginn an, bzw alle 5 Minuten.


    Danke euch für eure Einschätzungen!

  • Lieber AustriaMyko

    Ich verwende FK von jungen R. nigrigans ab und an für Speisezecke, da ich Täublinge generell gerne mag und er eine feste Konsistenz aufweist, was ich dazu persönlich bei Pilzen bevorzuge. Meine R. nigrigans Funde sind aber meistens sofort vermadet und die kulinarischen Zwecke halten sich auch dadurch sehr im Rahmen. Auch ist die starke Verfärbung der FK, welche bei der Zubereitung anhält der FK etwas „gewöhnungsbedürftig“.
    Ich bin auch gespannt, ob ihn allenfalls noch jemand anderes für Speisezecke getestet hat.
    Beste Grüsse
    Corinne

    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben.
    Zur Pilzbestimmung für Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

  • In allen Quellen, die mir bekannt sind, steht er als minderwertiger Speisepilz. Aber warum nicht auch mal sowas ausprobieren. Man hört ja doch immer wieder, dass sich unterschiedliche Personen komplett uneins sind über den Speisewert bestimmter Arten.

    Alle meine Aussagen in diesem Forum sind nur als Bestimmungshilfen und keinesfalls als Verzehrfreigabe zu verstehen.

  • Hi.


    Im Nachbarforum gibt es in unserer Liste 9 Geschmackswertungen. 276 Arten sind in der Liste, R. nigricans krebst da beim Bodensatz auf Platz 265 rum (Mittelwert 2,8 von 10 möglichen Punkten). Die Höchstwertung waren 5/10 Punkten.

    Ich würde mir also nicht viel erhoffen.


    LG.

    Keine Verzehrfreigaben meinerseits.

  • Hallo Corinne,

    Ich nehme junge Fruchtkörper auch für Speisezwecke gerne mit und finde im Mischpilzgericht ist der Pilz recht angenehm, eben wegen der schönen bissigen Konsistenz.

    Viele Grüße

    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock


    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Hallo Corinne,

    Ich nehme junge Fruchtkörper auch für Speisezwecke gerne mit und finde im Mischpilzgericht ist der Pilz recht angenehm, eben wegen der schönen bissigen Konsistenz.

    Liebe Veronika
    Danke dir für dein Feedback. Es ist natürlich geschmacklich keine R. virescens aber das sind wir uns ja bewusst.☺️
    Beste Grüsse
    Corinne

    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben.
    Zur Pilzbestimmung für Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

  • Hallo AustriaMyko,

    Guajak testet man auf der Stielrinde, nicht im Fleisch. Eisensulfat und Guajak braucht man bei den Schwärztäublingen, von denen es etwa 8 verschiedene gibt, zur Bestimmung nicht. Dagegen muss man in dieser Gruppe schauen,

    - wie weit die Lamellen auseinander stehen

    - wie groß oder wie klein die Fruchtkörper sind

    - ob das Fleisch nach Verletzung erst rötet und dann schwärzt, oder gleich schwärzt, oder altrosa verfärbt und dann graut

    und natürlich den Lamellengeschmack testen, denn es gibt unter den Schwärztäublingen milde und in den Lamellen scharfe Arten.

    Bei diesem wäre ich mir nicht ganz sicher, dass das R. nigricans ist, es könnte auch R. adusta sein.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.