weil ich spät kam, hatte ich das Nachsehen!

Es gibt 12 Antworten in diesem Thema, welches 8.616 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (14. November 2014 um 19:47) ist von karedi.

  • Hallo Pilzfreunde, hatte heute Nachmittag nochmal Lust, nach Pilzen
    Ausschau zu halten. War dann gegen 16.30 Uhr im Wald. Es war schon recht dämmerich und im Nadelwald fast dunkel.
    Ich dachte noch so bei mir, dass es vielleicht schon verboten ist, um diese
    Zeit in den Wald zu gehen, wegen des Wildes? Ich lief auf dem Waldweg und wollte eine Stelle aufsuchen, wo ich immer etwas fand , aber schon ein paar
    Tage nicht da war. Nun, ich sinnierte, dass das Wild vielleicht damit rechnet, das nun kein Mensch mehr kommt. Ja, prima, plötzlich rannten drei Wildschweine von rechts nach links über den Weg. Sie waren schon noch
    50 Meter vor mir und ich hatte zum ersten Mal das Nachsehen!!
    Gut so, dann etwas mulmig war mir schon. Nun war ich aber fast da und
    mit lauteren Geräuschen, damit mich die Herren Schweine hörten, ging ich
    weiter. Als ich ca, 60 Meter in den Wald ging, plötzlich eine Gruppe
    Pilze vor mir. Erst Jubel, dann wieder das Nachsehen, weil keiner mehr
    essbar war. Habe nur schnell ein paar Bilder gemacht und ab.
    Weil ich meine Brille im AUTO hatte, habe ich gerade den Pilz von unten
    nicht richtig fokusiert. Er war gelblich und total zerfressen, wie alle anderen auch.



    Es waren Röhrenpilze, die Hüte hellbraun. Dass die so zusammenstanden, hat mich schon erstaunt.
    Also, ich lebe und habe schöne Pilze gesehen, was will ich mehr.
    Gruß Fred

  • "Also, ich lebe und habe schöne Pilze gesehen, was will ich mehr".
    Ja wunderbar.
    Grüsse
    Thomas

    Auch von mir selbstverständlich keine Essensfreigabe. Sämtliche Darlegungen und Aussagen sind subjektiv und unverbindlich.

  • Hallo Fred
    Ein ganz wunderbarer Bericht! :agree:
    Solche Touren nach der Arbeit hatte ich auch schon öfter. Man erkennt die Pilze zum Schluß nicht mehr richtig und ist froh, das Auto noch zu finden!:):wink:
    Viel kann man wegen des schlechten Lichtes nicht mehr erkennen, aber das waren doch ältere Maronen,oder?

  • Hallo Fred,

    du hast recht, zumindest in Bayern darf man nachts nicht in den Wald. Bestimmungen bzgl. Wald sind zwar Ländersache, aber ich könnte mir vorstellen, dass es in ganz Deutschland so ist.

    Ich hatte am Sonntag einen ähnlich späten Streifzug - aber mir hat er noch einen wunderschönen Steinpilz beschert (und auch ein paar hübsche Rotfußröhrlinge).

    Dein Pilztrupp scheint, soweit erkennbar, auch zu den Rotfußröhrlingen zu gehören, viele der Fraßstellen sind rötlich.

    Gut, dass die Wildschweine dich verschont haben.

    Beste Grüße,
    Sabine

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Thomas und Danke für den amüsanten Bericht.

    Ich spekuliere jetzt wieder einmal aus dem Bauch heraus und denke an Rot- oder Herbstrotfüße.
    An den Verletzungen des Hutes ist meines Erachtens ein deutliches Rot zu sehen, die gelben Röhren tun ihr übriges.

    Hier noch Bilder die ich gestern gemacht habe und darin schon eine gewisse Ähnlichkeit finde.







    Liebe Grüße
    Frank

  • Hallo Fred, danke für den schönen Bericht.

    Ich denke schon das es Maronenröhrlinge sind. Bei einem von deinen gezeigten Pilzen bin ich mir aber nicht so sicher. Bild 1 in der Mitte, taucht in bild 2 auch wieder auf. Könnte auch ein "Rotfussröhrling" sein. Stiel und Hutfarbe unter der Verletzung der Hutschicht sehen für mich nicht unbedingt nach Marone aus, rotschimmer.

    Schade, das du deine Brille nicht mithattest. Geht mir manchmal auch so, und wahrscheinlich auch anderen. Dann werden die Bilder so ziemlich ...

    Für mich nicht eindeutig bestimmbar. Tendenz aber schon in Richtung "Marone".

    Nachtrag:
    Bilder nochmal in Vergrösserung angeschaut, hat mir keine Ruhe gelassen.
    Struktur der Hutoberfläsche und bei Vergrösserung zu sehenden Rottönen bei Hutverletzungen gehe ich nun nicht mehr so unbedingt in der Tendenz von Maronen aus.

    LG. Heinz

    Einmal editiert, zuletzt von Ehemaliges Mitglied 02 (13. November 2014 um 20:46)

  • Moin zusammen,

    also für mich ist das ein Herbstrotfuß. Rote Fraßstellen und roter Fuß sind erkennbar. Bei Maronen wären die Fraßstellen nicht rot, würde ich sagen...

    Für Rotfüße ist mir die Huthaut auch nicht rissig genug. Eigentlich ja sogar überhaupt nicht...

    Grüße aus dem schönen Niederrhein,

    Ralf

    P.S.: Ich bin immer noch Anfänger, rate nur mit und lerne...:happy:

    Einmal editiert, zuletzt von Pilzheimer (13. November 2014 um 20:43)

  • Hallo
    Ich habe gerade gesehen, die Bilder kann man noch vergrößern. Jetzt sieht man doch rötliche Fraßstellen, Tendenz zum Herbstrotfuß....

  • Zitat von huehnchen69 pid='18273' dateline='1415901914'

    Hallo Fred,

    du hast recht, zumindest in Bayern darf man nachts nicht in den Wald. Bestimmungen bzgl. Wald sind zwar Ländersache, aber ich könnte mir vorstellen, dass es in ganz Deutschland so ist.

    Sabine

    Moin zu euch, das höre ich zum ersten Mal, kann man Jemanden verbieten nachts in den Wald zu gehen? Wann ist denn Nacht? Und was ist Wald? Die Urlauber übernachten teilweise hier im Wald und für eine Nacht ist das auch nicht verboten. Nicht in Meck/Pom.

    Viele Grüße, Donna Wetter

  • Hallo Ihr alle Pilzfreunde, ich werde die Sorte der Pilze helfen aufzuklären. Habe sie ja bei fast
    Dunkelheit verlassen und da müssen sie morgen früh noch da sein. Es sei denn, die Wildschweine haben mich an der Stelle gesucht und haben zum " Schurchen" die Pilze zertrampelt.Hi.HI!
    Zur Donna kann ich nur sagen, dass es schon Vorschriften gibt, wenn die Tiere Ihre Ruhe haben müssen. Kürzlich las ich wohl:"bei Eintritt der Dunkelheit oder ab 18.00 Uhr ist es verboten, die Waldwege zu verlassen." Genau kann ich es noch nicht sagen, weil ich damit früher nicht in Berührung kam. Werde mal googeln.
    Es grüßt der Fred

  • Hallo Fred,

    schau mal Landeswaldverordnung Schl.-Holstein

    Wenn ich Zeit habe, werde ich mal recherchieren, wie es in den anderen Bundesländern aussieht. Für mich wären Berlin und Brandenburg noch interessant.

    Nachtrag: In den Waldverodnungen von Berlin und Brandenburg konnte ich keine Klauseln entdecken, die besagen: "bei Eintritt der Dunkelheit oder ab 18.00 Uhr ist es verboten, die Waldwege zu verlassen."

    Gruss aus Berlin. Heinz

    Einmal editiert, zuletzt von Ehemaliges Mitglied 02 (14. November 2014 um 08:42)

  • Meines Wissens nach (aber nicht überprüft!) darf man nach einbrechen der Dunkelheit keine Pilze mehr sammeln. Das betreten der Waldwage ist aber kein Problem.

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

  • Hallo Pilzfreunde, die gestern mit auf dem Wildschweintripp waren.
    Ihr habt Recht, denke ich, mit dem Rotfußröhrling.
    Habe nochmals Bilder gemacht und zeige nochmal den Stiel und
    Röhren.

    Zum Betreten der Wälder, wird in Baden-Württemberg analog das Gleiche geschrieben, wie Du , Heinz, es links.
    Ich habe aber gegoogelt und da schrieb man schon, dass nach Eintritt der Dunkelheit die Waldwege nicht mehr verlassen werden dürfen.
    Lieben Gruß Fred