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Anfängerin mit riesen-Röhrling überfordert :-)

  • Hallo zusammen,

    ich bin neu hier und auch ziemlich neu in der Materie. Habe diesen Sommer erst beschlossen, dass mich Pilze interessieren. Meine Erfahrung hält sich somit in Grenzen und ich werde wohl hier erst mal unter den Hilfesuchenden anstatt -leistenden umherirren. Aber so hat vermutlich jeder einmal angefangen.

    Nun zu meinem Problem:

    Habe vorgestern folgenden "kleinen" Freund am Wegesrand (nicht im Wald, höchstens Waldrand) gefunden und erst nicht erkannt. O-Ton meiner Schwester: "Guck mal, da liegt ein Fladenbrot!". :-)


    Trotz fleißiger Suche in Büchern und im Netz, kam ich nicht wirklich zu einem Ergebnis.

    Der Hut hatte im Durchmesser gute 20 cm.

    Was mit aufgefallen ist, ist die rote Färbung am oberen Teil des Stiels.


    Ich hoffe ich hab' mich jetzt nicht komplett blamiert und irgendein hochseltenes oder wertvolles Exemplar zerschnitten :-/.


    Wie gesagt, ich selbst kam zu keinem Ergebnis, aber vielleicht kann mir hier ja jemand helfen...

    Vielen Dank schon mal und Beste Grüße!

  • Hallo,

    vielen Dank für die schnellen Antworten! :-)


    Was mich nur wirklich gewundert hat, war diese rote Färbung am Stiel. Ist das normal, bzw. kommt das öfter vor? Habe darüber nämlich in keinem Buch etwas gefunden... Und "rot" schreckt mich als Laien dann ja doch immer ab.


    Und mal ganz theoretisch - könnte man einen so alten großen Pilz noch essen? Sah' mir jetzt irgendwie nicht so appetitlich aus. (Mal ganz davon abgesehen, dass ich mir nicht ansatzweise sicher war, was es ist. Würde ich dann eh nie essen.)

    Gibt es da irgendwie eine Grenze, bis wann sie lecker zu essen sind?


    Und wie alt ist "alt" bei Steinpilzen? Habe da kaum eine Vorstellung. Rechnet man das in Tagen oder Wochen? Also wie lange würde es dauen von "man kann etwas sehen" bis zu 20cm Durchmesser?


    VG

  • Hi,


    die beste Probe ist der Druck auf den Hut (muss absolut fest sein!) und der Blick "unters Röckchen" - also auf die Röhren. Die müssen weiß oder maximal zitronengelb sein. Sobald sie grün werden, lass den Steini einfach stehen - er wird es Dir danken!


    VG, Boris

  • Hallo Sariraro?


    Ich weiß nicht wie meine Vorredner auf einen Steinpilz kommen und würde mich freuen wenn sie das ein wenig erläutern würden, aber was Du da gefunden hast ist ein alter Schönfußröhrling.

    Es gibt im übrigen viele Pilze mit roten Stielen, dazu auch noch roten Röhren, die hervorragend schmecken, lass dich von diesen Warnfarben also nicht in die Irre führen. Der meiner bescheidenen Meinung nach beste Pilz überhaupt hat einen roten Stiel und rote Röhren, er hört auf den Namen Flockenstieliger Hexenröhrling, Flocki, Zigeuner, Hexenpilz (NEOBOLETUS ERYTHROPUS, SYN. BOLETUS ERYTHROPUS, BOLETUS LURIDIFORMIS)


    Pilze im allgemeinen können recht schnell wachsen, Steinpilze können schon fast explodieren. :-)

    Als kleinen Anhaltspunkt aber folgendes: Drückst Du mit dem Finger auf den Hut eines Röhrlings und er gibt nicht nach, oder die Delle bleibt nicht sichtbar, ist soweit noch alles Ordnung. Bleibt die Delle aber, hat die Eiweißzersetzung schon begonnen und der Pilz sollte nicht mehr gegessen werden. Manche sagen auch die Röhren müssen weg, andere wie ich zum Beispiel lassen sie dran solange sie schnittfest sind, da sie wahre Geschmacksträger sind.

    Fraßstellen kann man ausschneiden, siehst Du Schimmel am Pilz muss dieser komplett entsorgt werden. Alles andere ist persönliche Befindlichkeit, Du glaubst nicht welchen Matsch manche in sich rein schaufeln.


    Antonius behüt und herzliche Grüße

    Frank

  • Hallo,


    wie Hiatamandl schon schreibt, dass ist ganz sicher kein Steinpilz und sehr wahrscheinlich ein Schönfußröhrling, letzteren solltest Du unabhängig vom Zustand nicht verzehren.


    Diese Thread ist ein sehr gutes Beispiel, warum man Internetbestimmungen nicht als Verzehrfreigabe heranziehen sollte.


    Viele Grüße

    Thomas, der auch gerne mal daneben liegt

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

  • Vielen lieben Dank für die Antworten!


    Da sieht man mal, dass das ganze anscheinend doch nicht immer so ganz einfach ist. Aber gerade das ist für mich als Anfänger ja auch eine gute Erfahrung :-).

    Bis ich von mir ganz alleine gefundene Pilze verzehre, muss ich mir wirklich sehr sicher sein und das wird wohl noch eine Zeit dauern. Aber irgendwo muss man ja mal anfangen. Deshalb bin ich für jegliche Rückmeldung dankbar.


    Einen schönen Sonntag noch!

    Grüße

    Sarah

  • Hallo, miteinander!


    Das ist auch kein Schönfuß (Caloboletus calopus), denn der würde ja blauen. :wink:
    Ich denke, das ist ein Fahler Röhrling (Hemileccinum impolitum).



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo, Jens!

    Im Gegensatz zum verdallerten kann der schon ganz schöne Klumpen bilden.
    Eiche ist nicht zwingend. Andere Laubbäume gehen auch (zB. Rotbuche, Hainbuche, Linde).



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

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