Pilztour_20200110

Es gibt 8 Antworten in diesem Thema, welches 2.906 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (12. Januar 2020 um 11:03) ist von Beorn.

  • Hallo Zusammen

    Gestern wollte ich noch die Samtis pflücken, doch leider ist mir ein anderen Parasit zu vor gekommen.

    Vielleicht weiss jemand von Euch was das ist, von einer Spinne ist das nicht.

    Ausserdem noch zwei Arten für mich entdeckt, doch auch hier meine Bestimmung reine Vermutung.

    Vielen Dank für Eure Einschätzung.

    LG Andy

    #1 gemeiner Samtfußrübling (Flammulina velutipes)

    #2 ein alter Flaschenstäubling (Lycoperdon perlatum) schöne Form und ich konnte nicht anders als ihm beim aussporen zu helfen....

    #3 evt Saftporling (Oligoporus s.l.)

    Substrat ein alter Kiefer Stumpf

    #4 evt. Rötender Blätterwirrling (Daedaleopsis confragosa)

    Substrat Weiss oder Rottanne

  • Halllo Andy,

    Dein letzter ist Merulius tremellosus, der Gallertfleischige Fältling.

    Wenn Du den mal in die Hand nimmst, weißt Du, warum der gallertig im Namen hat. Daedaleopsis ist ein typischer harter und zäher Porling.

    Grüßle

    RudiS

    Einmal editiert, zuletzt von Gwürzbuizl (11. Januar 2020 um 13:47) aus folgendem Grund: Fella

  • Hallo Andy!

    Wieder schöne Funde! :thumbup:

    Schließe mich Rudi an beim vierten.

    An eine Spinne denke ich da auch nicht. Wird wohl eine Pilzinfektion sein. Art mir unbekannt.

    Liebe Grüße

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!

    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!

    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • Hallo Zusammen

    Merulius tremellosus passt perfekt. Vielen Dank.

    LG Andy

  • Ahoi Andy,

    mit Saftporling liegst du jedenfalls richtig.

    Da kann man ruhig mal auf einem Stückchen rumkauen und testen ob er bitter ist/kann das ganze dann schon etwas eingrenzen.

    Danke für`s zeigen deiner Funde,

    LG Joe

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Andy!

    Sicher, daß der Stamm mit dem Gallertfleischigen Fältling (Phlebia tremellosa) Nadelholz ist? Von der Optik her kann das ebensogut ein Laubholz sein, und das besiedelt Phlebia tremellosa viel lieber als Nadelholz (ist eher selten).

    Der weiße Porling kommt schon aus der Ecke Oligoporus s.l., aber Joe hat es schon angedeutet: Man muss mal reinbeißen, wenn er schnell und außerordentlich bitter schmeckt, wäre Oligoporus stypticus sehr wahrscheinlich, ansonsten geht's nur mikroskopisch.

    Der weiße Flausch an den SAmtfüßchen ist irgendein Pilzmycel, also anders ausgedrückt: Schimmel.


    LG, Pablo.

  • Hallo Pablo

    Ich danke dir für dein Einschätzungen.

    Das Totholz war in Mitte von Tannen, daher mein erster Gedanke das diese Substrat aus dieser Ecke stammt. Es war leider für mich nicht mehr 100% bestimmbar.

    Betreffend dem Porling mal reinbeissen, gilt das für alle Saftporling bedenkenlos?

    Und die Samtis mit dem Schimmel wegmachen und verzehren somit keine gute Idee.

    Gilt wohl das gleiche Gesetz für Schimmelbefall wie bei jedem Lebensmittel, Finger weg.

    Schönen Abend

    LG Andy

  • Hallo Andy!

    Ja, da stimme ich Dir zu! Mit Schimmel ist nicht zu spaßen. Gerade wenn man nicht genau weiß was für einer das ist, können da sehr unangenehme Toxine drinnen sein. Das ist bis zu krebserregend alles dabei.

    Wir sind ja Gott sei Dank auf jedes Pilzchen angewiesen.

    Liebe Grüße

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!

    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!

    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

    • Offizieller Beitrag

    Morgen!

    Das mit der Totholzbestimmung über die umstehenden, lebendigen Bäume funktioniert nicht.

    Gewisse Wahrscheinlichkeiten kann man zwar ableiten, aber es ist wie mit der Pilzbestimmung: Eine Wahrscheinlichkeit ist keine Bestimmung.
    Wenn in einem Kiefernwald ein optimalmorscher, komplett entrindeter Rotbuchenstamm am Boden liegt, ist es auch dann kein Kiefernholz, auch wenn im Umkreis von 100 Metern ausschließlich Kiefern stehen. Totholzbestimmung ist aber in der Tat gar nicht so einfach, vor allem, wenn keine Rinde mahr am Holz ist. Aber sehr oft reicht es zu wissen, ob Nadel- oder Laubholz, und das klappt meistens noch ganz gut, wenn man das Holz auch fühlen kann und die Wuchsform eines Stammes beobachten kann.


    LG; Pablo.