Hallo, Besucher der Thread wurde 853 mal aufgerufen und enthält 7 Antworten

Sommersteinpilze am 16. November?

  • Hallo Forum.


    Gefunden am 16. November 2020.

    Großer Ettersberg/Thüringen

    400 m üNN

    Buchen-Bestand über Muschelkalk


    Sind das Sommersteinpilze?


    Schöne Grüße

    Dieter

  • Hallo, Dieter!


    Nein, das ist Boletus edulis (der Name "Fichtensteinpilz" kommt daher, daß die Art mit Rotbuchen Mykorrhiza bildet, und zudem mit allen anderen Endosymbiontischen Laub- und Nadelbäumen).
    Boletus aestivalis (Sommerstinpilz) kann zwar auch im Spätherbst erscheinen (Erscheinungszeit ist nie ein Bestimmungsmerkmal), hat aber eine matte, samtig - filzige Hutoberfläche. Das jedenfalls ist das Leitmerkmal zur Abgrenzung von Boletus edulis.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo!


    wie schon Beschrieben, B. Edulis.

    Unterscheidung:

    glatte, glänzende Huthaut, samtig beim Sommersteinpilz.

    Hutrand heller - auch hier schön sichtbar. Beim sommersteinpilz gleich gefärbt.

    Beim Schnitt durch den Hut, Fleisch direkt unter der Huthaut bräunlich. Beim sommersteinpilz darunter hell

    Stielnetz hell, beim sommersteinpilz bräunlich.


    Liebe Grüße

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • Hallihallo,


    Pilze, möglicherweise darunter auch der Steinpilz sind keineswegst zwingend "monogam". Sie können z.B. eine Buche mit einer Fichte verbinden. Im Sommer, wenn die Buche die Fichte verschattet, liefert die Buche "Futter" über den Pilz an die Fichte. Somit wird überschüssiger z.B. Kohlenstoff verwertet. Ohne die Abgabe an einen Pilz oder einen anderen Baum würde die Buche in der Hochsaison ihre Produktion drosseln müssen, da sie nur begrenzt Kohlenstoff verbrauchen kann. Im Winter wiederum steht die Fichte unverschattet frei im Licht, kann somit viel mehr Kohlenstoff produzieren und an den Pilz und die Buche abgeben.


    Mit Futter meine ich, dass ziemlich sicher diverse Stoffe ausgetauscht werden, doch mit radioaktivem Kohlenstoff kann man Versuche machen und einen Stofftransfer nachweisen.


    Wenn man bedenkt, dass ein Myezel sehr groß sein kann, ist es durchaus möglich, dass der Steinpilz, der unter einer Buche steht, weit entfernt mit einer Fichte verbandelt ist.


    Das könnte auch eine Erklärung sein, warum der Pilz jetzt noch im November -alle Blätter sind abgefallen, also kann der Steinpilz so gut wie keine Nahrung von der Buche erhalten (die Photosynthese ist so gut wie eingestellt) - noch die Kraft aufbringt, Fruchtkörper zu erzeugen. Auch kann jetzt der Wind die Sporen viel weiter tragen als wenn im Sommer alles dicht belaubt ist und der Wind abgebremst wird.


    Im übrigen finde ich tatsächlich in gewisser Entfernung von solchen Steinpilzen Fichten, wenn auch manchmal ganz kleine.

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