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Warmer Januar-Tag im Auwald Teil 5/5

  • Hallo Pilzfreunde


    Wir hatten jetzt 10 Tage hintereinander mit Frost bis zu -6, meist -1 Grad. An manchen Tagen habe es Plus-Temperaturen, an manchen nicht.


    Seit 3 Tagen und 2 Nächten nun kein Frost mehr. Gestern 5 Grad, heute waren erst 7, dann 9 angesagt.


    Der heutige Abschnitt war geprägt von Erlen, Pappeln, Weiden, Eichen, Birken und wenig anderem, aber sumpfigen Schilfwiesen an den meisten Wasser nahen Stellen.


    Auch hier freue ich mich wie immer über Eure Anmerkungen/Korrekturen/Kommentare.


    #1 bei diesem Birkenporling hab ich Mal versucht nachzustellen, was Der Biologe kürzlich vorgestellt hat. Ist mir aber nicht gelungen, der Pilz war gerade noch matschig und im Verfall inbegriffen


    Hier aber natürlich


    #2 einige wenige, bereits zu alte Judasohren


    #3 der hat mich echt gefoppt



    #4 pilzige Baumnager


    #5 ich vermute, das wird ein Rotrandiger Baumschwamm. Interessant, wie lange der so hell bleibt. Die meisten Exemplare bekommen ja erheblich früher ihre Einfärbungen




    Unterseite


    #6 nochmehr Exidia nigricans  Der Biologe schlägt hier Exidia truncata vor und ich finde, der Vorschlag passt besser




    #7 das ist blühendes Moos, oder? -> Sporenblätter, danke Alex


    #8

    Hier zeige ich die Bilder nicht, weil ich nicht weiß, wie sehr das einige triggern könnte. Am Wasserlauf entdeckte ich einen Graureiher, der eine junge Ente im Minuten langem Kampf zu töten versuchte. Eine ungewöhnliche Beobachtung, weil Entenvögel nicht dem klassischen Beuteschema von Graureihern entsprechen soweit ich weiß


    #9 die letzte Stunde kann ich ganz schön ins schwitzen. Zurück im Auto verriet mir ein Blick aufs Amaturenbrett dann warum. Nicht zu fassen, wir haben Januar


    #10 das Sammelergebnis war nicht üppig diesmal, aber es war ein wunderschöner Ausflug und satt bin ich auch geworden




    Pilzpfanne mit Lammfilet



    #x Eindrücke



    Gelbstielige Muschelseitlinge im Inselparadies



    Obwohl die letzte Landschaftsform exakt dem entspricht, was ich zuvor als ideales Samtfußrüblingsparadies vermutet hätte, fand ich auf den letzten 4km keinen einzigen. Das hat mich echt mega überrascht.


    Vielen Dank für Euer Interesse :)


    Reike

  • Hallo Reike!


    Eine sehr schöne Zusammenstellung zeigst Du uns da! :thumbup:


    Freut mich, dass Du auch schon Uraltrelikte des Birkenporling gefunden hast.


    nr. 5 hätte ich auch so gesehen, schöner Querschnitt!

    Nr. 6 halte ich allerdings für den Abgestutzten Drüsling - E. Truncata. Siehe zwei unterschiedliche Oberflächen. Danke nochmals an Beorn für die Hilfe letztens!


    tja, Blüten bei Moos gibts ja als solche nicht. Die Knubbel oben sind die Sporenbehälter.


    und eine Frage: sind die Stiele bei den Samtfüßen nicht recht hart?


    Liebe Grüße und danke nochmals!

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • He Alex


    Ich freu mich, dass es Dir gefällt. Über die Artenvielfalt habe ich mich auch gefreut.

    Freut mich, dass Du auch schon Uraltrelikte des Birkenporling gefunden hast.

    Tatsächlich hab ich auch nur wegen der Anregung aus Deinem Rätsel danach gesucht.

    Nr. 6 halte ich allerdings für den Abgestutzten Drüsling - E. Truncata. Siehe zwei unterschiedliche Oberflächen. Danke nochmals an Beorn für die Hilfe letztens!


    :thumbup:
    tja, Blüten bei Moos gibts ja als solche nicht. Die Knubbel oben sind die Sporenbehälter.

    Das wusste ich nicht. Mit Moos kenne ich mich noch nicht aus. Wieder was gelernt, Dank Dir.

    und eine Frage: sind die Stiele bei den Samtfüßen nicht recht hart?

    bei meiner letzten Samtimalzeit hatte ich ein oder zwei Bissen dabei, die mir etwas bitter erschienen, aber nie holzig. Bisher habe ich die Stiele immer mit verwertet, nur die ganz holzigen Anwuchsstellen abgeschnitten. Ob die Stiele schon braunsamtig überzogen waren, war mir egal. Ich wollte den Pilz ja auch zunächst kulinarisch kennenlernen.


    Deshalb habe ich dieses Mal bewusst auf die Stiele geachtet. Es waren auch kräftige Stiele von großen Fruchtkörpern dabei, die völlig samtig überzogen waren.


    Fazit: keinerlei bittere Stellen. Keinerlei holzige Stellen. 15 Minuten geschmort, erst mit Butter, dann Wasser, Salz und Pfeffer zugefügt und die Flüssigkeit wieder völlig reduzieren lassen. Sehr lieblicher Geschmack, wunderbar.


    Lieben Gruß

    Reike

  • MoinMoin!


    Bei dem FomPini müsste man natürlich feststellen, daß der Stamm um 180° gedreht wurde, nachdem der Fruchtkörper gewachsen ist. Also ist da unten jetzt oben und oben ist unten (siehe: Ledermäuse!).

    Die Bestimmung ist dabei natürlich richtig, aber die Obereite ist eben nicht hell, sondern ganz normal (dunkel) gefärbt und die Unterseite (Poren) ist ganz normal hell gefärbt. Der Pilz hat den Fruchtkörper nur nach der Substratverlagerung noch nicht umgebaut, das dauert eben eine Weile.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Reike

    Ich dachte schon du kommst ins schwitzen weil du schon 240000km drauf hast mit deinem Auto.... 😳

    Spass beiseite, ich muss wohl auch wieder in den Auenwald.

    LG Andy

  • He Pablo


    Oh man, darauf bin ich überhaupt nicht gekommen. Das war ein riesiger Stamm. Paar Zentner wird der gewogen haben. Aber anstatt auf die Idee zu kommen, dass da ein gedrehter Fruchtkörper vor mir liegt, wundere ich mich über helle Ober und dunkle Unterseiten 😆


    andy ja ich weiß auch nicht, was mit dem Auto los ist. Der fährt und fährt einfach


    Viele Grüße

    Reike

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