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Artikel zur Klassifikation von Pilzvergiftungen

  • Hallo Reike,


    sehr interessant, vielen Dank. Ich ergänze mal durch die Vergiftungssyndrome, die von der DGfM zusammengestellt wurden.

    Dateien

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Hi.


    Der Erdritterling ist ja eigentlich "rehabilitiert". Wenn man ihn essen mag, sollte man halt die Verwechsler gut kennen - ich trete da irgendwie auf der Stelle, weshalb er bei mir stehen bleibt.


    Bei Nebelkappen sind mir dagegen zu viele Ungereimtheiten. Zum Glück finde ich sie geruchlich schon so unangenehm, dass sie bei mir eh nicht in der Pfanne landen würden.


    LG.

  • Hallo,

    ich lese gerade, die Nebelkappe wird als guter Speisepilz eingeordnet, wo habt ihr das gelesen?

    In der Positivliste der DGfM taucht die Nebelkappe jedenfalls nicht auf. Wir Pilzberater geben den Pilz auch nur mit entsprechenden Hinweisen über Unverträglichkeit bzw. aufgetretene Vergiftungen frei. Auf der Liste der Giftpilze habe ich ihn aber noch nicht gefunden.

    Bei den Erdritterlingen ist das z.Z. ziemlich unklar. Als Speisepilz meint ihr sicher nur den Gemeinen Erdritterling - Tricholoma terreum. Alle Erdritterlinge stehen mittlerweile im Verdacht, so wie der Grünling, die quergestreifte Muskulatur bei häufigem und übermäßigem Genuss zu zerstören. Aber wer isst schon große Mengen Erdritterlinge! Das sieht beim Grünling ja ganz anders aus. In einigen Gegenden bei uns, wo der Grünling massenweise auftreten kann, halten sich Menschen noch lange nicht an die Warnung - vorsicht Giftpilz.

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Hi.


    Aus dem Kopf heraus, die Studie die den Erdritterling in Verruch gebracht hatte, war übertrieben alarmistisch, wurde aber recht fix weitreichend verbreitet. Hier gibt's was, meiner Meinung nach sinnvolleres, zur Einordnung (muss man leider anfordern oder Sci-Hub nutzen (weiß nicht ob ich das hier verlinken darf?).


    Rhabdomyolose-Fälle mit T. terreum sind übrigens bisher völlig unbekannt. Und die letale Dosis von 150kg dürfte auch schwer zu erreichen sein. :D


    LG.

  • Servus!


    Bei Clitocybe nebularis ist halt dieses komische Nebularin drin, und wohl noch ein paar andere Stoffe, irgednwas soll da wohl auch irgendwie mutagen wirken - so recht erklären konnte das aber niemand bisher. Ich muss die nicht haben, irgendwie ist da nicht nur der chemische Hintergrund komisch, sondern die riechen auch eigenartig.


    Tricholoma terreum ist durchaus ein ganz guter Speisepilz. Nicht überragend, aber meiner Ansicht nach schon ganz ok.

    Daß das mit der vermeintlichen Giftigkeit inzwischen revidiert ist, dürfte auch bekannt sein. Der Fehler in der Studie, die diese Einschätzung begründet hat, ist mittlerweile ja geklärt - bzw. weiß man mittlerweile, daß in der entsprechenden Konzentration Boletus edulis genauso tödlich giftig ist. :wink:



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

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