Hallo, Besucher der Thread wurde 3,3k mal aufgerufen und enthält 24 Antworten

Gelber Röhrling auf Wiese

  • Hoi!

    Meine Tochter hat mir aus dem Kindergarten eine Hausaufgabe mitgebracht.

    Leider kann ich ihn nicht bestimmen.

    Glatte Hutoberfläche

    Habitat Wiese

    Riecht pilzig

    Hut recht schwammig, eventuell vom letzten Regen


    Es sollen wohl grad einige dort nachkommen.

    Stiel ist brüchig faserig.Dieser riecht etwas modrig.

    Bläut nicht

    Poren färben auch nicht


    Was könnte das sein?Ich bin verwirrt

    Gruss Oliver

  • was mich hierbei stört, ist daß keinerlei Körnchen am Stiel zu erkennen sind

    Entweder zu alt, abgegrabbelt ?

    Eine Alternative wäre noch ein untypischer Sandröhrling. Der kann auch so ähnlich, könnte aber auch leicht bläuen. Mann könnte mal ein Schnittbild zeigen oder mal versuchen, die Huthaut abzuziehen. Das würde schon weiterhelfen.

    Grüße von der Insel Rügen

  • die huthaut lässt sich nicht abziehen. Zu dünn. Wie bei einem älteren Goldi. Papier färbt sich gelblich.

    Tendiere grad zu nem alten Goldröhrling ohne Schleim.

    Der fühlte sich genauso an. Nur nun ohne Schleim.

    Gruss Oliver

  • Servus!


    Ein wunderbares Beispiel, daß bei alten, verwitterten Einzelfruchtkörpern (und zudem noch ohne Schnittbild) Bestimmungsversuche vergebene Lebensmüh' sind. :wink:

    Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ist Körnchenröhrling (Suillus granulatus) hier richtig, aber mal im ernst: Solche Fruchtkörper schaffen nur Frust, weil zum Esssen taugt sowas eh nicht mehr, und der Bestimmungserfolg ist mehr als zweifelhaft, weil selbst wenn man zufällig richtig liegen würde mit einer Einschätzung, lernt man einen Pilz unter Umständen ja genau so kennen, wie der eigentlich eben nicht aussehen sollte. Beim nächsten Fund und bei frischeren (damit auch typischen und erkennbaren) Fruchtkörpern steht man dann ebenso verwirrt davor, weil man den Pilz sonst ja "ganz anders kennt".



    Lg; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Oliver

    Ganz so schlimm ist das nicht.

    Wären nur Kiefern in der Nähe, fällt sofort der Lärchenröhrling raus.

    Wäre die Huthaut komplett abziehbar, fällt sofort der Sandröhrling oder ein alter Kuhröhrling raus.

    Hätten wir ein Schnittbild mit rötlichen Punkten an der Stielbasis, wäre es der Ringlose Butterpilz.

    Hätten wir ein Schnittbild mit leicht bläulichen Verfärbungen, dann wäre man bei einem untypischen Sandröhrling.

    Ein bisschen geht immer, man muss nur nach allen Merkmalen forschen.

    Noch ein Hinweis, bei Trockenheit zieht sich die Huthaut schwer ab.

    Grüße von der Insel Rügen

  • Sorry.. bin zu schnell auf Enter.

    Nochmal


    Hallöchen


    Ein wunderbares Beispiel, daß bei alten, verwitterten Einzelfruchtkörpern (und zudem noch ohne Schnittbild) Bestimmungsversuche vergebene Lebensmüh' sind. :wink:

    Ja. Sehe ich genau so.

    Ich habe vor kurzen " Goldis ? " gesehen.

    Der Ring war beim anfassen abgefallen, und es war auch zu Trocken.

    Sah aber genau so aus.


    MfG Erhard

  • Hallo zusammen,

    der gezeigte Pilz ist definitiv nicht verwittert und auch nicht wirklich alt. Er ist voll ausgewachsen und zeigt wahrscheinlich in der Realität alle bestimmungsrelevanten Merkmale, ist nur suboptimal fotografiert, weil der Finder nicht weiß, auf welches Merkmal unter den dutzend sichtbaren Merkmalen es hier wirklich ankommt.

    Eventuell vorhandene Körnchen am Stiel kann man nicht sehen, da die Stielrinde nicht scharf abgebildet ist. Ein eventuell vorhandenes Rosa im Fleisch der Stielbasis ist nicht zu sehen, da kein Schnittbild fotografiert wurde (oder vielleicht sogar ein Rosa im Hutfleisch, das weiter nach unten in gelbes Stielfleisch übergeht - dann käme eventuell noch der Mährische Filzröhrling (Xerocomus moravicus) in Frage, das natürlich nur bei wirklich trockener Hutoberfläche!). Die so wichtige Struktur der Hutoberfläche kann man leider nicht erkennen, da alles unscharf ist, und man muss sich auf die verbale Angabe "nicht schleimig" verlassen, obwohl er vielleicht doch leicht schleimig ist.

    Das alles ist kein technisches Problem des Fotoschießens, sondern ein Resultat dessen, dass der Anfrager die wirklich relevanten Bestimmungsmerkmale nicht kennt, also z. B. nicht weiß, dass es bei der Bestimmung eines solchen Pilzes in erster Linie mal auf die Hutoberfläche und danach auf die Stieloberfläche ankommt und man diese Merkmale folglich genau abbilden muss, will man eine belastbare Bestimmung haben und nicht nur ein Herumgerate mit bestenfalls "könnte sein" als Ergebnis. Würde er die relevanten Merkmale hingegen kennen, müsste er den Pilz wahrscheinlich nicht anfragen, sondern könnte ihn selber bestimmen, also beißt sich die Katze hier in den Schwanz, und die Grenzen der Pilzbestimmung im Internet-Forum werden sichtbar.

    Zumindest lässt sich sagen:

    - ein Goldröhrlingsring kann nicht abfallen, im Gegensatz etwa zu einem Butterröhrlingsring, da er fest mit dem Stiel verwachsen ist

    - ein voll ausgewachsener Goldröhrling behält seinen Schleim - ist der Hut des Anfragepilzes nicht schleimig, gehört er wahrscheinlich gar nicht in die Gattung Suillus

    - ein Sandröhrling hat keine gelben Röhren, die sind vom Jungzustand an olivbraun und bleiben es auch, und ordentlich blauen tut er nach Anschneiden auch


    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Hallo Uwe,

    dann bleibt noch das fehlende Blauen.

    Der angefragte Pilz stammt, nehme ich an, aus der Schweiz. Eine Kiefer am Fundort wurde bisher noch nicht bestätigt, leider auch noch keine anderen Bäume genannt. Auch hier weiß der Anfrager möglicherweise nicht, wie essentiell wichtig hier der Baumpartner ist.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Immer mit der Ruhe meine Pilzkenner!

    Ich bin Anfänger und der Pilz wurde mir von meiner Tochter aus dem Kindi mitgebracht. Da denkt man nicht immer an das Habitat.

    Ich werde auch ohne Bestimmung weiterleben und mir eure Infos zu Herzen nehmen.

    Der Pilz kommt aus dem Allgäu. Ca 650m Höhe. Ich kann leider auch nicht immer sofort losziehen und alles anschauen. Muss ja auch arbeiten...

    Wollt nicht wieder sowas lostreten.

    Gruss Oliver

  • Hallo Oliver,

    meine Anmerkungen sind ausdrücklich nicht als Kritik an deiner Anfrage gemeint. Ich wollte nur allgemein erklären, worin der Grund liegt, dass die Leute (mich eingeschlossen) hier herumraten, statt dir klar und deutlich zu sagen, welcher Pilz es ist. Die Anfrage finde ich als solche o. K.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Eine junge Kiefer sei oberhalb der Pilze.

    Einen Goldi hatte ich selbst bereits in der Hand. Kenne den Schleim und die Färbung nach Druck. Dies hat alles nicht zugetroffen.

    Es scheint auch keine Lärche in der Nähe gewesen zu sein.

    Klick mich

    Meine Goldis in der Vergangenheit hatten andere Merkmale. Siehe Thread.

    Gruss Oliver

  • Aber nicht für immer. Nächstes Jahr werden sie wieder da stehen, und dann machen wir sie dingfest.:evil:

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

    • Gäste Informationen
    Hallo, gefällt Dir das Thema und willst auch Du etwas dazu schreiben, dann melde dich bitte an.
    Hast Du noch kein Benutzerkonto, dann bitte registriere dich, nach der Freischaltung kannst Du das Forum uneingeschränkt nutzen.