Hallo, Besucher der Thread wurde 994 mal aufgerufen und enthält 15 Antworten
  • Hallo Pilzler


    Ist das schön, wieder mal viele Beiträge und Fotos zu sehen. Das heisst, dass es endlich wieder etwas zu sehen gibt- und das ist eine echte Wohltat nach der buchstäblichen Durststrecke!


    Wegen Gewitter wurde es langsam zu dunkel, das seht Ihr an der Qualität der Bilder... könntet Ihr mir bei dem einen oder anderen helfen?


    Fundort auf 1400 Metern, Mischwald / Weide.


    Nr. 1: Bauchwehkoralle?




    Nr. 2: Endlich Pfifferlinge



    Nr. 3: Flockenstielige Hexenröhrlinge?




    Nr. 4: einer meiner Lieblinge- Pfefferröhrling



    Nr. 5: die nerven mich, sehen aus wie Leistenpilze ( für mich), wer kennt die?



    Nr. 6: mein erster Fliegenpilz das Jahr



    ausser Konkurrenz: die wohl letzte Erdbeere dieses Jahr...



    Nr. 7: Wieseltäubling???



    Nr. 8: Schwefelporling an Weide:



    Und Nummer 9 ist ein Erstfund, ich halte die für Eselsohren:




    Gewitter und Dunkelheit haben die Fotos nicht so gut werden lassen, aber vielleicht kann ich da ja zeitnah nochmal hin.

    Es explodiert geradezu, so kurz vor der Schonzeit X(, Stäublinge, Täublinge und diverse mir unbekannte Arten konnte ich so gar nicht mehr fotografieren oder zuordnen. Aber das macht nichts, Hauptsache, wieder Leben im Wald und im Forum.


    Liebe Grüsse von der Miesmuschel

  • hallo

    Die Nummer 5 könnte evt. Ein Kerbrandiger Trichterling Clitocybe costata

    Sein.

    Ich habe die Eselsohren vom Habitus anders im Kopf, aber was es sein kann entlarvt wohl nur das Mikroskop.

    BG Andy


  • Bon Jour!


    Die Koralle ist so nicht bestimmbar. Da kommen rein makroskopisch mehr als ein Dutzend Arten in Frage; schön sind sie alle, aber Ramarien bestimmen ist schon eine richtig knackige Aufgabe und in den allermeisten Fällen ohne mikroskopische Untersuchungen nicht möglich.


    Nr. 5 sieht tatsächlich aus wie ein trichterling, aber ein Kerbrandiger (Clitocybe costata) kann das nicht sein, denn dazu sind die Fruchtkörper zu filigran und die Sturktur der Hutoberfläche zu glatt.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Miesmuschel,

    die Bauchwehkoralle (Ramaria mairei) ist bei deinem Fund farblich sehr gut möglich, denn sie ist weder gelb noch orange, sondern einfach nur blassbeige. Bei Ramarien bleibt fast immer Restunsicherheit, die exakte Bestimmung ist weitaus schwieriger, als einen das Pilzbuch glauben lässt.

    Deinen Wieseltäubling halte ich eher für den Braunen Ledertäubling (Russula integra), denn die Lamellen des reiferen Exemplars sind doch ziemlich ledergelb. Außerdem passt das ganz spezielle Braun des Wieseltäublings nicht exakt auf deinen Fund.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Die Nummer 5 könnte evt. Ein Kerbrandiger Trichterling Clitocybe costata

    Sein.

    Merci Andy

    schön sind sie alle

    :agree:

    Nr. 5 sieht tatsächlich aus wie ein trichterling, aber ein Kerbrandiger (Clitocybe costata) kann das nicht sein, denn dazu sind die Fruchtkörper zu filigran und die Sturktur der Hutoberfläche zu glatt.

    Hat einen muffigen Geruch, erinnert mich vom Geruch an den Maipilz, vielleicht hilft das- er ist auch zahlreich über Monate schon immer wieder mal aufgetaucht.


    Deinen Wieseltäubling halte ich eher für den Braunen Ledertäubling (Russula integra), denn die Lamellen des reiferen Exemplars sind doch ziemlich ledergelb. Außerdem passt das ganz spezielle Braun des Wieseltäublings nicht exakt auf deinen Fund.

    Von Täublingen verstehe ich noch nichts, nur diese grosse Erdmenge, die da verschoben wurde war ein Indiz- aber ich bin dort echt schlimmer als ein Anfänger, drum Danke für den Input.


    ich habe die Eselsohren vom Habitus anders im Kopf,

    Ja, sie sehen figürlich nicht so sehr nach Eselsohren aus, und die Fotos sind eher mau. Einen habe ich mit heimgenommen, etwas rötlich überhaucht und innen sind die Sprenkel schon teils rötlich, und ein kleiner Stummel als Stiel ist dran. Mir scheinen die grösseren Trockenschaden zu haben. Jetzt regnet es ja mehrere Tage und Junge sind noch am Start- bei Gelegenheit gehe ich mal wieder hin. Danke vielmals derweil an Euch alle und Gruss von der Miesmuschel.

  • Hallo,


    ich würde aus dem gleichen Grund wie Stephan hier aus deinem Wiesel-Täubling einen Braunen Ledertäubling machen wollen. Es sei denn die Lamellenfarbe auf dem ersten Bild ist durch die Aufnahme fälschlicherweise so gelb.

    Im Zweifelsfall Sporenpulverfarbe mittels Abwurf bestimmen (Wieseltäubling Cremefarben - Ledertäubling intensiv Gelb) oder Eisen(II)sulfat auf den Stiel schmieren, wobei das Wiesel sich sofort stark verfärben würde.


    LG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

  • Hallo Miesmuschel


    Schöner Beitrag, danke dafür. :thumbup:

    Nr. 5 sieht tatsächlich aus wie ein trichterling, aber ein Kerbrandiger (Clitocybe costata) kann das nicht sein, denn dazu sind die Fruchtkörper zu filigran und die Sturktur der Hutoberfläche zu glatt.

    Könnte das nicht der "normale" Ockerbraune Trichterling - Infundibulicybe gibba sein? Den gab es bei uns dieses Jahr in Massen.


    Den Kerbrandigen (Clitocybe costata) habe ich vermutlich auch einmal gefunden:






    LG

    Benjamin

    Mit meinen Beiträgen gebe ich lediglich meine persönliche Einschätzung/Meinung ab. Sie sind nur als Vorschläge zu werten und es gibt damit insbesondere keine Verzehrsfreigaben meinerseits. Eine sichere Bestimmung sowie Verzehrsfreigabe kann nur der Pilzkontrolleur bzw. Pilzsachverständige vor Ort geben.

  • Hallo, Benjamin!


    Auch das sieht für mich nicht unbedingt wie Clitocybe costata aus. Mir erscheinen die irgendwie zu grell gefärbt und nicht filzig genug.

    Clitocybe gibba wäre wohl bei beiden Funden eine Option, die können auch ganz ohne Buckel in der Hutmitte auftreten.
    Allerdings gibt es noch etliche andere Arten, die da in Frage kommen könnten, wie zB Clitocybe squamulosa, Clitocybe sinopica und was weiß ich noch alles. Mit Trichterlingen kenne ich mich wirklich gar nicht gut aus...



    LG; pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Pablo


    Ok, besten Dank. Ich hatte sie zuerst als C. gibba abgespeichert, aber da Jörg im Nachbarforum geschrieben hat, dass ihm die Stielfarbe für C. gibba nicht so recht gefällt und es auch C. costata sein könnte (Champignon und Trichterlinge - Pilzbestimmung u. Bestimmungshilfe - Pilzforum.eu), dachte ich dann eher an diesen. Scheint auch nicht so einfach sein, die Guppe. ^^


    LG

    Benjamin

    Mit meinen Beiträgen gebe ich lediglich meine persönliche Einschätzung/Meinung ab. Sie sind nur als Vorschläge zu werten und es gibt damit insbesondere keine Verzehrsfreigaben meinerseits. Eine sichere Bestimmung sowie Verzehrsfreigabe kann nur der Pilzkontrolleur bzw. Pilzsachverständige vor Ort geben.

  • Ja, die Trichterlinge! Sehen sie wie im Buch und "vorschriftsmäßig" aus, sind sie schnell bestimmt. Aber wehe, sie sind untypisch gewachsen, dann wird es schnell knifflig.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Ich habe die Eselsohren vom Habitus anders im Kopf, aber was es sein kann entlarvt wohl nur das Mikroskop.

    BG Andy

    Hallo Andy, hab heute man einen Besuch gemacht, Bilder unten. Bei Berührung "staubt" es ordentlich, Sporen fliegen nur so herum. Was meinst Du, könnte es sein? LG, Miesmuschel

  • hallo Miesmuschel

    Also die Nummer 9 sieht sehr danach aus und ich vermute das ist alles aus dem gleichen Cluster -> Eselsohren sind dünn und brüchig, denn unterschied zu einem anderen Becherling fühlt man.

    Am besten jemand mit Pilzkenntnis vorlegen, falls man Sie zu Speisezwecke sammelt. So viel ich noch in Erinnerung habe sind die auch auf der Roten Liste (schonenswert).

    Hier noch einige Infos und Bilder.

    Otidea onotica (Eselsohr) - operculate Ascomyceten - Pilzforum.eu

    BG Andy

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