Rotfußröhrling aus der Schweiz?

Es gibt 11 Antworten in diesem Thema, welches 2.119 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (25. September 2022 um 12:10) ist von Beorn.

  • Hallo ihr lieben Pilzfreunde,

    heute Abend habe ich den wohl etwas älteren Pilz ( ca. 2 Tage alt) gefunden und kann ihn nicht bestimmen. Vielleicht könnt ihr mir helfen.

    Beschreibung Hut:

    - Durchmesser: 14 cm /Breite: 4,5 cm mit Röhren

    - Farbe: Braun mittel ähnlich dem Steinpilz

    - Beschaffenheit der Oberfläche glatt, am Rand scharfe Kante

    - sonstige Auffälligkeiten: leichter Perlmutartiger Schimmer auf der Hutoberfläche

    Beschreibung Fruchtschicht:

    Keine Lammellen sondern Röhren, wie beim Schwamm.

    - Lamellenfarbe: gelblich, durch Trocknung braun-rötlich verfärbt, an Schnittkante mittel bis dunkelbraun

    - Lamellenanwuchs am Stiel: frei nach innen laufend mit ca. 2 mm Abstand von Stiel

    Beschreibung Stiel:

    - Länge: tiel ab Unterkannte Röhren ca 6,5 cm

    - Beschaffenheit der Oberfläche: glatt, marmoriert

    - Konsistenz: sehr fest, faserig

    - Beschreibung von eventuell vorhandenem Ring: kein Ring

    - Stielbasis: knollig, nach oben zum Hut dünner zulaufend

    - sonstiges: Schnittfläche dunkelrot feucht wie bei Roter Beete, nach ca. 1 Stunde trocken faserig, sehr dunkel-rotbraun

    Beschreibung Geruch: (langsam riechen, Zeit lassen!):

    - unverletzt: leicht pilzig fast wie Steinpilz

    - nach Verletzung: Schnittfläche zuerst ganz leicht metallig bzw. Alluminiumartig, sehr schnell schwächer werdend

    Beschreibung Geschmack:

    - unbestimmt

    Beschreibung Färbeverhalten:

    - Verfärbung bei Druck oder Schnitt? Kratzer an Stieloberfläche zuerst weißlich mit rotem Rand, nach ca 2 Minuten rotbraun gefärbtFruchtkörper weiß-grau sur dicker werdenden Stielbasis rötliche Färbung wie bei Roter Beete, auch nach halben Stunde gleichbleibend

    Beschreibung Ökologie und Fundumstände:

    - Begleitbäume, Substrat: Unter Buche auf leicht moosigem Boden mit gemähter Wiese

    - wie gewachsen, Beschreibung Habitat: allein, trockner Standort, auf gemähter Wiese nahe am Haus

    - evntl. Bodensäuregehalt: eher sauer, Nachbarbaum vermutlich Rot-Fichte

    Fotos sind hinzugefügt

  • Hallo

    Für mich sieht das nach dem Zweifarbige Hexenröhrling Neoboletus erytropus var. discolor aus.

    Die Hutfarbe mit dem rötlichen Verfärbung ist schon äusserst speziell.

    BG Andy

  • Hallo,

    für mich sieht das nach einer unbestimmbaren Pilzleiche aus. Andi, wenn du nächstes Mal vor derselben Art stehst und das Exemplar ist frisch, wirst du sie sehr wahrscheinlich nicht wiedererkennen, weil sie ganz anders aussehen wird. Was sich dagegen ganz sicher ausschließen lässt, ist der Rotfußröhrling, der niemals so groß und dick wird.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Man sieht doch klar eine Beflockung am Stiel ?

    Das ist für mich auch klar ein alter flockenstieliger hexenröhrling oder eine varietät.

    Lg jens

  • Super, vielen Dank für die schnelle Antworten.

    Ich habe mir auf verschiedenen Pilz-Seiten den flockenstieligen Hexenröhrling und den Zweifarbige Hexenröhrling angeschaut und erkenne viele Gemeinsamkeiten. Ich tendiere zum Zweifarbige Hexenröhrling, da mir auf diversen Fotos in den Pilz-Foren der Hut bei dem flockenstieligen Hexenröhrling sammtig bis pelzig vorkommt und mein gefundener Pilz eine sehr glatte und leicht elfenbeinartig bis perlmut artig dezent schillernde Oberfläche hat. Es könnte sich aber auch um den Netzstieligen Hexenröhrling handeln, wie hier beschrieben Ist das ein Netzstielige Hexenröhrling? Die Schnittfläche ist sehr ähnlich. Was meint ihr?

    Ich würde den Pilz gerne wieder in die Natur rausbringen ( da er mir zum Verzehr doch etwas unheimlich ist ) und ihn vermehren, damit er viele Kinderchen bekommt.

    Was muß ich tun?

  • Es könnte sich aber auch um den Netzstieligen Hexenröhrling handeln, wie hier beschrieben Ist das ein Netzstielige Hexenröhrling? Die Schnittfläche ist sehr ähnlich. Was meint ihr?

    Hallo

    Das sollte irgendein alter Hexenröhrling sein. Artbestimmung nicht möglich. Aber man kann den Netzstieligen ausschließen. Das Netz ist auch bei alten Pilzen zu sehen. Außerdem müßte ein Netzstieliger in dem Alter eigentlich Maden haben. ^^

    • Offizieller Beitrag

    Hi, Leute!

    Hallo,

    für mich sieht das nach einer unbestimmbaren Pilzleiche aus. Andi, wenn du nächstes Mal vor derselben Art stehst und das Exemplar ist frisch, wirst du sie sehr wahrscheinlich nicht wiedererkennen, weil sie ganz anders aussehen wird. Was sich dagegen ganz sicher ausschließen lässt, ist der Rotfußröhrling, der niemals so groß und dick wird.

    FG

    StephanW

    Das wäre aus meiner Sicht die konkreteste Bestimmungshilfe, die sich hier abgeben lässt.

    Solche uralten Mumien sollte man einfach stehen lassen, zur Bestimmung taugen die genauso wenig wie zu Speisezwecken.
    Selbst wenn hier die Basics der Röhrlingsbestimmung (vollständiger Fruchtkörper mitsamt vollständigem Schnittbild, hier beides nicht vorhanden) gegeben wären, wäre eine Bestimmung wohl aussichtslos.

    Aber so am Rande: Neoboletus mit bis in den Hut hinein weinrotem Stielfleisch? Ein Sechser im Lotto ist wesentlich wahrscheinlicher.
    Das Netz ist auf dem letzten Bild erkennbar, muss man sich halt in der Originalauflösung angucken.


    LG; Pablo.

  • Irgendwie finde ich es total unerheblich, welche Art das nun letztlich ist. Für einen echten Wissenserwerb ist die Anfrage jedenfalls nutzlos. Artvorschlag 1 hat Merkmale, die dafür und dagegen sprechen, ebenso Artvorschlag 2, und Artvorschlag 3, da kann man lange ergebnislos diskutieren. Selbst wenn sich für einen Artvorschlag eine Stimmenmehrheit herausbildet, heißt das noch nicht, dass dies auch wirklich die Art ist. In der Vergangenheit gab es hier genügend Fälle, bei denen zum Schluss die Minderheit Recht hatte.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Es ging hier doch gar nicht darum, den zu verspeisen , Pablo? Wär mir entgangen.
    aber klar- alte Pilze zu bestimmen ist mühsam bis unmöglich .

    Lg jens

  • Solche uralten Mumien sollte man einfach stehen lassen, ...

    LG; Pablo.

    Hab ich gelacht, super Kommentar :)

    Nur hierzu gibt es keine neue Erkenntnis:

    Ich würde den Pilz gerne wieder in die Natur rausbringen ( da er mir zum Verzehr doch etwas unheimlich ist ) und ihn vermehren, damit er viele Kinderchen bekommt.

    Was muß ich tun?

    • Offizieller Beitrag

    Hi.

    nein, das war doch klar, daß dieser Fruchtkörper nicht zum verzehr in Frage kommt. Mir ging es lediglich um den Vergleich, daß es oft unmöglich ist, PIlze zu bestimmen, die schon so hinfällig sind, daß man sie auch gar nicht mehr essen würde (und umgekehrt). :wink:


    LG; pablo.