Pilz in einem Pfostenloch mitten auf großer Wiese

Es gibt 14 Antworten in diesem Thema, welches 1.518 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (29. November 2022 um 17:35) ist von jghahn.

  • Hallo zusammen,

    mal wieder der Anfänger-Jörg!

    Fand heute auf einer großen gemähten Lichtung mit Klettergarten neben einem im Boden eingegrabenen riesigen Holzmast (Holzart nicht zu identifizieren weil total verwittert)

    auf Holzhäcksel diesen Pilz. Habe ausführlich die Dähncke durchgeackert und x-mal gedacht "jetzt hast du ihn", aber irgendwas hat immer nicht gestimmt:mal die Farbe, mal die feinen nicht gekerbten Lamellen etc.

    Wer hat eine Idee?

  • Hallo Jörg,

    vielleicht Falsche Pfifferlinge (Hygrophoropsis aurantiaca)?

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Vielen Dank für deinen Vorschlag, Stephan!

    Falsche Pfifferlinge hatte ich ausgeschlossen, weil der Stiel extrem kurz ist und seitlich ansetzt und das Orange extrem kräftig ist.

    Am wahrscheinlichsten erschienen mir ältere Exemplare derTrichterförmigen Muschelinge. Allerdings ist die Farbe da meist viel heller, eher bräunlich-gelb.

    Den Durchmesser der beiden Hüte hatte ich oben vergessen anzugeben. Maximale Breite der Schirme ist 7 cm und 10 cm.

  • Vielen Dank für deinen Vorschlag, Stephan!

    Falsche Pfifferlinge hatte ich ausgeschlossen, weil der Stiel extrem kurz ist und seitlich ansetzt und das Orange extrem kräftig ist.

    Am wahrscheinlichsten erschienen mir ältere Exemplare derTrichterförmigen Muschelinge. Allerdings ist die Farbe da meist viel heller, eher bräunlich-gelb.

    Den Durchmesser der beiden Hüte hatte ich oben vergessen anzugeben. Maximale Breite der Schirme ist 7 cm und 10 cm.

    Moin

    Schüchterne Frage:

    Hast du irgendwie eine Geschmacksprobe gemacht / Duft?

    Könnte durchaus sein, dass dieser auf gemähter Lichtung, neben Holzmast, irgendwie verunreinigt wurde.

    Hut sieht eher so aus.

    Lamellen herablaufend,

    Kurzer Stiel.

    Grosse Auswahl bleibt da nicht übrig.

    BG Markus

    Mit besten Grüssen, Markus

    Mit meinen Beiträgen gebe ich lediglich meine persönliche Einschätzung/Meinung ab. Sie sind nur als Vorschläge zu werten und es gibt damit insbesondere keine Verzehrs Freigaben.

    Eine zuverlässige Bestimmung sowie die Freigabe zu Speisezwecken kann nur durch geprüfte Pilzsachverständige / Kontrollstelle freigegeben werden. Danke

  • Hallo Markus,

    ich laufe jeden zweiten Tag mit meinem Hund über die Lichtung. Sie wird 2x im Jahr gemäht, letztmalig im August.

    Eine aktuelle Verunreinigung aus diesem Grund scheidet also aus.

    Geruch ist sehr angenehm, klassisch nach Wald und "guten" Pilzen. Geschmack ist im Gegensatz dazu eher mild.

    Verstehe ich deinen Beitrag richtig, dass du auch zu Trichterförmigen Muscheling tendierst?

    Hallo Uwe,

    es war leider schon extrem dämmrig, deshalb hätten Fotos vor Ort nichts gebracht.

    Vielen Dank fü euer Engagement!

    Jörg

  • Hallo Jörg

    Anhand deiner Beschreibung tendiere ich schon eher auf einen Muscheling.

    Falscher Pfifferling schliesse ich auch aus, da der seitlich und kurze Stiel erkennbar ist.

    Trichterförmiger Muscheling ist auch farblich oft sehr verschieden, lediglich eher hellerer Stiel.

    Möglicherweise erkennt noch jemand andere Merkmale, welche zu einer definitiven Bestimmung führt.

    BG Markus

    Mit besten Grüssen, Markus

    Mit meinen Beiträgen gebe ich lediglich meine persönliche Einschätzung/Meinung ab. Sie sind nur als Vorschläge zu werten und es gibt damit insbesondere keine Verzehrs Freigaben.

    Eine zuverlässige Bestimmung sowie die Freigabe zu Speisezwecken kann nur durch geprüfte Pilzsachverständige / Kontrollstelle freigegeben werden. Danke

  • Hallo zusammen,

    da er oben drauf ja sehr braun zu sein scheint (auch wenn die Farben bei Kunstlicht ja nicht so aussagekräftig sind), würde ich noch den Braunen Afterleistling ins Rennen schicken.

    Beste Grüße

    Sabine

  • Hallo Sabine,

    ein super Tipp, Danke!

    Die Lamellen und die Farbe passen sehr gut. Der Stiel ist beim Afterleistling aber eher mittig und der Hut eher regelmäßig rund.

    Ich habe neben dem Muscheling auch noch den Amythistschuppigen Pfifferling im Fokus: Da passt die Hutform und -färbung wunderbar.

    Einen schönen Abend noch!

    Jörg

  • Hallo Jörg,

    Ich habe neben dem Muscheling auch noch den Amythistschuppigen Pfifferling im Fokus: Da passt die Hutform und -färbung wunderbar.

    den Pfifferling kannst du von deiner Liste streichen. Dein Pilz hat Lamellen, keine Leisten wie der Pfifferling.

    Beste Grüße

    Sabine

  • Dein Pilz hat Lamellen, keine Leisten wie der Pfifferling.

    Danke Sabine,

    und Steilvorlage für mich,

    welcher Pilzsucher und Anfänger soll hier auf der 123pilzsuche noch unterscheiden, wer hier falsch und echt ist, hier alles dargestellt unter "Falscher Pfifferling"

    https://www.123pilzsuche-2.de/daten/details/Falscher.jpg

    Hygrophoropsisaurantiaca-00030.jpg

    flpfiff.jpg

    falschechtpfiffixy.jpg


    Also beim Pfifferling ist die Verwirrung eher Unproblematisch....mehr kann ich nicht sagen dazu

    Wie unterschiedlich kann der Falsche auftreten?

    Grüße

    Porli

    Einmal editiert, zuletzt von Porli (17. November 2022 um 00:54)

  • Hallo Porli,

    ich gebe zu, dass die Unterscheidung von Leisten und Lamellen insbesondere für Anfänger*innen eines der schwierigsten Unterfangen ist. Wenn man den Pilz in echt vor sich hat, ist es noch mal einfacher - dann kann man die Verschiebbarkeit der Lamellen prüfen usw. - aber auf einem Foto kann es schwierig sein, insbesondere wenn junge Fruchtkörper im Spiel sind, so wie du sie herausgesucht hast.

    welcher Pilzsucher und Anfänger soll hier auf der 123pilzsuche noch unterscheiden, wer hier falsch und echt ist, hier alles dargestellt unter "Falscher Pfifferling"

    Das vierte Foto in deiner Liste zeigt links einen Falschen Pfifferling, rechts einen echten. Die anderen Fotos zeigen, soweit ich das gesehen habe (habe nicht alle auf dem ersten Bild angeschaut), alle Falsche Pfifferlinge.

    Bisher habe ich Leisten immer so beschrieben, dass sie aussehen, als wäre eine zu große Schicht von unten an den Pilz gedrückt worden und würde jetzt Falten werfen.

    Aber mir ist angesichts der von dir verlinkten Fotos vielleicht noch eine bessere Beschreibung eingefallen:

    Bei den Lamellen sind beide Seitenwände parallel. Bei den Leisten öffnet sich die Leiste in Richtung Pilz. Ein Querschnitt durch die Lamelle wäre also rechteckig, einer durch die Leiste trapezförmig.

    Den Falschen Pfifferling empfinde ich als sehr variabel, insbesondere bezüglich Farben und Konsistenz.

    Beste Grüße

    Sabine

    • Offizieller Beitrag

    Moin!


    "Der" Falsche Pfifferling ist auch nicht eine Art, sondern vielmehr eine ganze Gattung. Nämlich Hygrophoropsis.
    Das, was man meistens im Spätsommer / Herbst an morschem Nadelholz oder in Nadelstreu umherwimmeln sieht, ist halt die häufigste, gängigste Art: Hygrophoropsis aurantiaca.
    Alleine die ist schon extrem variabel, farblich ebenso wie in der Wuchsform und Größe. Eine handvoll weitere Arten sind dann deutlich seltener und teils (ohne eigene Funderfahrung) sehr schwer zu unterscheiden, zumal die Forschungen auf dem Gebiet irgendwie noch nicht abgeschlossen zu sein scheinen.

    Die oben gezeigten Pilze sind jedenfalls keine Muschelinge (Hohenbuehelia), auch keine Muschelkremplinge (Tapinella panuoides) und erst recht keine Orangeseitlinge (Phyllotopsis nidulans). Letztere beide können keine gestielten fruchtkörper bilden, also zumindest so wie hier zu sehen ist für beide klar außerhalb der möglichen Variationsbreite.
    Die Lamellen von Hohenbuehelia - Arten sehen ganz anders aus.
    Das hier sind schon irgendwelche Falschen Pfifferlinge / Afterleistlinge (Hygrophoropsis spec.), aber zu welcher Art der Gattung die gehören, kann ich nicht einschätzen. Zumal hier auch damit zu rechnen ist, daß die Fruchtkörper untypisch entwickelt sind. In einem ehemaligen Pfostenloch auf einer gemähten Wiese zu wachsen ist voraussichtlich nicht gerade das Alltagsgeschäft dieser Pilzart (welche auch immer das ist), demnach gute Voraussetzungen für aberrante Farben, Formen und Wuchsweisen.


    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.