Netzstieliger Hexenröhrling + Alkohol

Es gibt 6 Antworten in diesem Thema, welches 2.268 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (21. August 2023 um 02:35) ist von StephanW.

  • 123 sagt flopp:

    https://www.123pilzsuche.de/daten/details/…enroehrling.htm

    wiki sagt topp:

    Netzstieliger Hexen-Röhrling – Wikipedia

    als Vollzeitalki interessiert mich natürlich, was hierbei Sache ist (wobei der netzstielige eher seltener ist bei uns, nur dass es im Jungstadium manchmal etwas schwierig sein kann, die überhaupt abzugrenzen).


    Danke für eure Meinungen und Infos!


    PS: hab auch dieses unterhaltsame Thema gelesen, aber es ist nicht wirklich schlüssig. Vielleicht haben sich ja mittlerweile neue Erkenntnisse eingestellt:

    Keine flockenhexe

    Hier wird das Coprinus-Syndrom als recht harmlos beschrieben, nur wenn die Netzhexe gar kein Coprin hat, was passiert dann bei einigen Leuten?

    Coprinus-Syndrom - DocCheck Flexikon

    Einmal editiert, zuletzt von Rooki (25. Mai 2023 um 21:20)

  • Hallo Roki,

    Flamme und Horak haben in ihrem Buch "Giftpilze, Pilzgifte" nachgewiesen, dass der Netzstieliger H. kein Coprin enthält und somit kann man ihn essen und auch Alkohol dazu trinken. Dass einige Mitmenschen ihn trotzdem nicht vertragen, ob mit oder ohne Alkohol, liegt wohl an den jeweiligen Personen selbst. Ich selber esse ihn ohne Probleme auch mit Alkohol. Es gibt ja mittlerweile eine Menge von Unverträglichkeiten bei diversen Lebensmitteln. Ich kenne im meinem Umfeld Menschen, die innerhalb der Familie Morcheln sowohl problemlos vertragen und auch nicht. Nicht anders ist das bei der Netzhexe.

    Viele Grüße

    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock


    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Hallo,


    der Netzstieluge Hexenröhrling gilt mittlerweile als rehabilitiert. Entweder gab es wie Veronika schreibt mal individuelle Unverträglichkeiten oder er wurde halbroh (ob mit oder ohne Alkohol) verzehrt.


    Aber nicht jeder Pilz der kein Coprin enthält ist im Umkehrschluss mit Alkohol problemlos essbar.

    Da fallen mir Keulenfuß-Trichterling und Spitzschuppiger Stachelschirmling ein. Dort ist kein Coprin gefunden worden trotz der Vergiftungsproblematik in Verbindung mit Alkohol. Beim Keulenfuß werden wohl Fettsäurederivate verdächtigt.


    LG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

  • Hallo

    Also, wer Netzstielige Hexenröhrlinge essen möchte, muß zuerst mal welche ohne Bewohner finden. Ich denke, 95 % sind bewohnt. Außerdem können die sehr alt werden. Ob sich damit die Unverträglichkeiten zumindest teilweise erklären lassen?

  • Hallo Rooki,

    ich schließe mich Veronika an, sowohl hinsichtlich des Verständnisses der allgemeinen Situation als auch hinsichtlich der eigenen Erfahrungen mit dem Verzeht.

    Beste Grüße

    Sabine

  • "Schön", dass sich auch Andere outen.

    Bei mir ist es so, dass ich zum Kochen 'nen Kochwein trinke. Und ich koche täglich.

    Vor der Netzhexe hatte ich echt lange Bammel. Dann habe ich es diverse Male drauf ankommen lassen. Fazit: Es ist bislang immer gut gegangen.

    Kenne keine Studien, etc. Kann nur meine persönliche Erfahrung als Mensch mit empfindlichem Magen beitragen ✌️

  • Auch ist mMn die Frage, was da so alles als Netzi eingesammelt und gegessen wird. Denn so ganz einfach zu bestimmen ist der Netzi nicht, wie man auch hier im forum sehen kann. Vor ein paar Jahren wusste man auch noch nichts über Suillellus mendax. Niemand kann daher abschätzen, wie viele mendax (oder gar Rubroboleten) als Netzis im Kochtopf gelandet sind.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.