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Frauentäubling

  • würdet ihr hier auch einen Frauentäubling sehen?

    Fundort Nadelwäldchen auf der Erde.


    Stiel brüchig , ähnlich wie bei einem Apfel, kein Ring , Lamellen gerade angewachsen und nicht brüchig.


    Farbe unter der Huthaut wirkt leicht rosa artig

  • Hi,


    wenn die Lamellen wirklich nicht splittern dann stimme ich deiner Bestimmung zu. Mild schmecken müssen die natürlich auch.


    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Ja ich würde den geschmack nach der Probe irgendwie als mild , fast nicht wahrnehmbar leicht pilzig beschreiben.


    War doch nur etwas leicht unsicher, da teilweise beschrieben steht der Pilz würde oftmals mit dem Knollenblätterpilz verwechselt...

    Ich hatte bisher leider noch nie die Gelegenheit einen in echt anzutreffen, deshalb bin ich natürlich extrem vorsichtig obwohl alle Merkmale auf den Frauentäubling bzw die Familie der Täublinge hindeuten!


    Danke Jörg!

  • Die Vorsicht solltest du dir beibehalten und an deinem Exemplar alle Merkmale nicht nur des Frauentäublings, sondern der Gattung der Täublinge studieren. Mach dir eine Merkmalsliste und stelle die Merkmale der Gattung der Wulstlinge (Amanita) gegenüber.
    Sie deinen Fund als Lehrobjekt, aber verzehre ihn nicht, wenn du dir selbst nicht sicher bist (ist zwar kein Knolli, aber du etablierst eine riskante Gewohnheit, Pilze zu essen, die du nicht sicher bestimmt hast).


    Und: Schneide deine Pilze nicht glatt mit dem Messer ab, sondern entnehme sie inklusive Basis. Die Basis ist bei der Abgrenzung zum Grünen Knollenblätterpilz ein wichtiges Merkmal.

  • Vielen Dank für die Antwort!


    Ja Lehrobjekt finde ich gut, ich hab die Pilze (auch wenns schade ist) entsorgt.

    Aber das mache ich, bei für mich "Erstfunden" so oder so, - lieber mal eine Weile damit beschäftigen vor dem Verzehr!


    Aber Merkmalstechnisch sind ja die Russula Pilze recht eindeutig und mit keinen anderen Arten/Familien zu verwechseln wenn man die Brüchigkeit im Stiel und Lamellen (außer halt beim Frauentäubling , wo sich die Lamellen ja wachsartig verschmieren lassen) das Fehlen von Ringen und Knollen beachtet?

    Oder entgeht mir da was?


    Lg

  • Hallo Austria Myko,

    Frauentäubling ist ein sehr guter Vorschlag für deinen Fund. Aber es gibt in Österreich etwa 150 Täublinge, davon etwa ein Dutzend mit blauem Hut. Daher kann man Täublinge nicht allein nach dem Aussehen bestimmen, sondern muss ein Bestimmungsprogramm durchziehen (Geschmacksprobe, Lamellentest, Sporenpulverabwurf, Reaktion mit Chemikalien...). Wem das zu aufwändig ist und an den Täublingen nur die Essbarkeit interessiert, geht so vor: 1) prüfen, ob es ein Täubling ist 2) prüfen, dass der Stiel weiß ist und keine rosa Stellen hat 3) Geschmacksprobe: mild schmeckende sind essbar, scharf oder bitter schmeckende nicht.

    Das funktioniert, weil die nicht essbaren Täublinge alle scharf schmecken. Mit einer Ausnahme - Russula olivacea, Rotstieliger Ledertäubling - kann man Täublinge sogar roh essen, der Rotstielige Ledertäubling ist allerdings roh unbekömmlich.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • wenn man die Brüchigkeit im Stiel und Lamellen (außer halt beim Frauentäubling , wo sich die Lamellen ja wachsartig verschmieren lassen)

    Hallo

    Das ist richtig, aber nicht vollständig. Es können einzelne Arten auch mal elastische Lamellen haben. Das hängt auch etwas mit Alter, Umgebung, Feuchtigkeit zusammen. Aber je länger man sich mit Täublingen beschäftigt, lernt man das.

    Täublinge sicher erkennen.pdf

    Grüße von der Insel Rügen

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