Ein Unbekannter und 2x Bitte um Bestätigung

Es gibt 13 Antworten in diesem Thema, welches 1.152 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (1. September 2023 um 17:09) ist von salvia31.

  • Hallo,

    1.bei diesem Holzbewohner mit dem weißen Hut und dünnem Fleisch tappe ich im Dunkeln.

    2.kann man mir hier den Pantherpilz bestätigen?

    3. dieser Täubling mit merkwürdigem Geruch wuchs bei Birken. Das Sporenpulver war weiß. Ist das Russula delica?

    Bin für jede Antwort dankbar.

    Viele Grüße

  • Bei Pilz 2 würde ich wegen der Knollenform mit abschließendem Wulst, darüber liegender gegürteter Zone und gerieftem Hutrand ebenfalls den Pantherpilz vermuten.

    Alle meine Aussagen in diesem Forum sind nur als Bestimmungshilfen und keinesfalls als Verzehrfreigabe zu verstehen.

  • Hallo Salvia 31


    Den Täubling würde ich allenfalls mal mit Russula foetens vergleichen. Du beschreibst einen „komischen“ Geruch. Wenn er sehr unangenehm war, wäre es eine Option, zum ist er sehr häufig zu finden.


    Mal sehen, was die Experten meinen.

    Beste Grüsse

    Corinne

    Edit: Entschuldige, habe übersehen, dass du weisses SP geschrieben hast, das passt natürlich nicht zu Russula foetens.


    Vielleicht könntest du den Geschmack noch etwas näher erläutern?


    Beste Grüsse

    Corinne

    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben.
    Zur Pilzbestimmung für Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

    Einmal editiert, zuletzt von Corinne (22. August 2023 um 16:54)

  • Hallo

    Der erste ist wohl ein überständiger alter Dachpilz -> Exsikate sollte man nicht mehr versuchen zu bestimmen.

    Der zweite ja Pantherpilz

    Der dritte ein Täubling, mehr kann ich mit diesen Angaben nicht verifizieren.

    BG Andy

  • Hallo,

    Beim Panther gehe ich mit.

    Corinne hat auch den Täubling richtig eingeordnet. Das ist sicher einer der Stinktäublinge und damit hat dieser auch (hell) Cremefarbenes Sporenpulver. Kratze dein Pulver etwas zusammen und du wirst erkennen, dass es nicht wirklich rein weiß ist. Das sind nur feine Unterschiede, daher kann man sich da leicht täuschen lassen. Warum es außerdem kein Weißtäubling sein kann, sieht man schon bei Blick nur auf die Lamellen: Der Täubling hat keine regelmäßigen Zwischenlamellen die bei den Compactae (Weiß & Schwärztäublinge) immer vorhanden sind.

    Wenn der Geruch "merkwürdig" war, also nicht angenehm nach künstlichen Bittermandelaroma (Benzaldehyd), sollte das einer der zwei Stinker sein. Für die genaue Art müsste man zwingend die Sporen mikroskopieren. Am wahrscheinlichsten ist wenn ich raten soll, mit dem nur leicht/kaum schleimigen Hut der häufigere Russula subfoetens "Gilbende"Stinktäubling. Mittlerweile weiß man, dass das Verfärbungsverhalten nicht zur Trennung zu Russula foetens (Echter Stinktäubling) taugt, also ist der Name mit Vorsicht zu genießen.

    VG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

  • In Rita Lüders Buch stehen vier Täublinge mit charakteristischem Geruch, die alle ähnlich aussehen mit bräunlichem Hut mit ziemlich stark gerieftem Hutrand:

    Stinktäubling: Geruch unangenehm, muffig, faulig
    Mandeltäubling: Geruch angenehm marzipanartig.

    Kratzender Kammtäubling: Geruch gummiartig

    Camembert-Täubling: Geruch nach Käse

    Die Unterscheidung soll nach dem Geruch möglich sein.

    Alle meine Aussagen in diesem Forum sind nur als Bestimmungshilfen und keinesfalls als Verzehrfreigabe zu verstehen.

  • zu 1. die, von mir nicht erkannte, Überständigkeit erklärt natürlich alles. Konnte mit

    der weißen Hutfarbe nichts anfangen.

    zu 3. beim Täubling vergaß ich zu erwähnen, dass der Hut ziemlich schleimig war und

    obwohl er nicht wirklich gestunken hat wird es wohl auf den Stinktäubling hinauslaufen -

    die Zuordnung zu dieser Sektion genügt mir aber schon

    Euch allen Dank für die (lehrreichen) Antworten

    VG

  • Hallo zusammen,

    Sorry wenn ich da so rüde in den allgemeinen Konsens eingrätsche, aber nr. 1 ist für mich ganz definitiv kein dachpilz, sondern eine psathyrella, die nur zufällig auf dem modrigen Holz steht. Z. B. Der Behangene Faserling kann im Altzustand so aussehen. Am Hutrand hängen ja noch Velumreste.

    Der vermeintliche Täubling ist auch keiner, sondern ein Milchling. Vergrößert man das zweite Bild, sieht man Milchtröpfchen zwischen den Lamellen.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Hallo Stephan,

    Vergrößert man das zweite Bild, sieht man Milchtröpfchen zwischen den Lamellen.

    für mich sieht das eher wie Vergabelungen der Lamellen als nach Milchtröpfchen aus.

    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Ich meine auch nicht die vergabelungen, sondern die Tröpfchen unterhalb des Grashalmes bei etwa 7 Uhr.

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Hallo Stephan

    Meinst du das hier?

    Das wäre mir jetzt zu undeutlich, um es als Milchtropfen zu interpretieren. Das kann doch genauso gut ein Wassertropfen oder Schneckenschleim sein. Der/die Finder/in ist ja auch schon länger hier angemeldet, daher würde ich auch vermuten, dass er/sie wahrscheinlich auch einen Milchling erkannt hätte. Aber das ist natürlich Spekulation. Vielleicht sagt er/sie ja noch etwas dazu.

    LG

    Benjamin

    Mit meinen Beiträgen gebe ich lediglich meine persönliche Einschätzung/Meinung ab. Sie sind nur als Vorschläge zu werten und es gibt damit insbesondere keine Verzehrsfreigaben meinerseits. Eine sichere Bestimmung sowie Verzehrsfreigabe kann nur der Pilzkontrolleur bzw. Pilzsachverständige vor Ort geben.

  • Hallo Stephan,

    bist du dir sicher, dass das Milchtröpfen sind? Ich denke das ist eher eine Verunreinigung, höchstwahrscheinlich tierischen Ursprungs so wie auch 5, 9 und 10 Uhr im selben Foto.

    Auch ein Milchling sollte zudem regelmäßige Zwischenlamellen, wie die Compactae haben.

    VG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

  • Stimmt natürlich auch wieder.

    Ich gebe zu, dass das auch von der Hutoberseite her eher nach Täubling statt nach Milchling aussieht. Also sind die vermeintlichen Milchtröpfchen wohl doch Verunreinigungen.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.