Birkensteinpilz?

Es gibt 17 Antworten in diesem Thema, welches 1.472 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (16. Oktober 2023 um 08:21) ist von Murmel.

  • Hallo!

    Ich habe heute neben einigen Hexenpilzen diese Pilze gefunden, die für mich sehr nach Steinpilz aussahen, nur ungewohnt hell waren, besonders an der Kappe. Könnten es Birkensteinpilze sein? Zumindest waren viele Birken in der Umgebung in dem Wald.

    Vielen Dank schon einmal für die Ideen :)

  • Hallo Hexe,


    für mich sieht das eher nach Boletus edulis aus.

    Was ich auch sehe, sind bei Dir ja auch überständige Pilze im Korb. Leg Deine Funde am besten einem Pilzsachverständigen vor. Er gibt Dir evtl. einige zum Verzehr frei. Wenn überhaupt. Nix für ungut, ich meine es nur gut.

    Liebe Grüße

    Murmelchen

    Von mir gibts hier im Forum auch keine Verzehrfreigabe.

  • Also nen ganz normaler Steinpilz meinst du?

    Also vielleicht sieht man das auf dem Bild nicht gut weil ich auch kein Messer hatte und alle rausgedreht habe, aber es sind fast alles relativ junge Hexenpilze die wir immer sammeln, auch wenn hier und da ne Schnecke dran geknabbert hat. Höchstens der eine große Pilz mit grünlichem schwamm könnte vielleicht zu alte sein, aber alle anderen sind relativ jung und fest, so wie wir sie immer sammeln und verzehren seit....schon immer 😉🤷

  • Hallo

    Der Birkensteinpilz ist keine eigene Art, ist höchstens eine Variante von Boletus edulis. Die Röhren sehen für mich etwas seltsam aus hier. Gibt es allenfalls einen Befall von einem andern Pilz? Ich wäre vorsichtig. Einen harmlosen Trockenschaden haben sie auch (abstehende Stielteile).

    Im Korb sehe ich viel Schneckenfrass. Wenn die Pilze aber hart sind, keine Maden haben und keinen Schimmel, so ist das unproblematisch.

    LG Endo

  • Der große vom letzten Bild ist durch und durch voll mit Maden. Die beschleunigen sehr die Zersetzung, also Finger weg davon. Besser ist es solche Pilze gar nicht mit in den Korb wandern zu lassen, um nicht die guten Exemplare bei längerem Transport zu gefährden. Ich drück immer zuerst auf den Stiel, ist er nicht steinhart, kann der Pilz gleich stehen bleiben. Klopfprobe halte ich für weniger zielführend, bei Wackelkandidaten mache ich gleich den Längsschnitt.
    Hier bei uns kann man dieses Jahr nur etwa jeden siebten Steini in kleiner bis mittlerer Größe verwenden. Die Maden sind sehr fleißig.

  • Vielen Dank schon mal!

    Ein guter Tipp mit dem drücken des Stiels. Tatsächlich war der große voller Maden, gut gesehen!

    Was meint ihr zu den anderen Steinpilz -artigen? Tatsächlich sind die Stiele jeweils alle nicht so fest, aber waren auch über Nacht im Kühlschrank. Und irgendwie find ich den Geruch anders als

  • Hallo hexe,


    ja das wird mir jetzt hier zu hei?. Über Nacht auch noch im Kühlschrank geparkt?

    Das mache ich höchstens mit unversehrten Steinis. Aber nicht mit angefressenen.

    Liebe Grüße

    Murmelchen

    Von mir gibts hier im Forum auch keine Verzehrfreigabe.

  • Hallo Hexenpilzchen


    Den Begriff Birkensteinpilz gibt es nicht.
    Du hast völlig normale Steinpilze (Fichtensteinpilze) gefunden.

    Es ist nicht ungewöhnlich diese auch in Abwesenheit von unmittelbarer Nähe zu Fichten zu finden.

    Sie stehen sehr gern auch im Habitat mit Birken.
    Murmel hat vollkommen Recht, Pilze niemals ungenutzt über Nacht aufbewahren!

    Wenn du dich vergewissert hast das die Pilze madenfrei (Schneckenfrass ist da nicht problematisch) sind, kann man das mit jungen Pilzen guter Qualität ausnahmsweise schon mal machen.


    LG

    Rosalie

  • Alles klar. Das habe ich auch noch nie gemacht, aber wir haben es gestern anders als geplant nicht mehr geschafft sie zuzubereiten.

    Ich werde jetzt nur die jungen unversehrten verwenden, alle anderen sind schon entsorgt.

  • Und warum eigentlich "auch noch im Kühlschrank gelagert"? Das klingt so als würde ich mich völlig daneben benehmen. Stattdessen habe ich hier extra im Forum nachgefragt aufgrund von Unsicherheit und die gesammelten Hexenpilze sind auf den Fotos nicht wirklich gut erkennbar und alle bis auf schneckenfraß völlig ok. Tut mir leid, aber das klingt irgendwie als wäre ich total verantwortungslos.

    Naja, jedenfalls erstmal danke für die hilfreichen Tipps.

  • Birkensteinpilz

    Problem bei der Aufbewahrung sind eher andere Pilze wegen Zersetzung als Maden. Deshalb auch besser nicht den halben Waldboden mit in den Kühlschrank packen. Was man auf den Bildern so sieht wäre für mich persönlich größtenteils im Wald verblieben. Aber da spielt vllt auch etwas die Präsentation mit rein und ich will eigentlich auch niemand Vorschriften per Ferndiagnose machen. Außer:

    Pilze immer geputzt in den Kühlschrank!!!

    Ich putze die immer perfekt im Wald, aber je nach Wind und Dichte des Bewuchses muss man noch Laub, Nadeln, Borke, Spinnen, usw entfernen. Dann geht bei vielen Arten 1 Tag.

    Glucke in perfektem Zustand - alles perfekt fest - ist eine Ausnahme, die kann man einige Tage im Kühlschrank halten. Wenn man sie gewaschen hat allerdings vorher antrocknen lassen. Einfach nur mit Baumwollebeutel ungewaschen rein kann man machen, falls man dann sehr zeitig am nächsten Tag Zeit hat zu putzen und kein Problem mit Spinnweben. Die Spinnen laufen nämlich da drin Amok.

    Raufußröhrlinge sollte man nur ganz jung und perfekt im Kühlschrank aufheben und Filzröhrlinge niemals. Flockis halten sich sehr gut, da geht evtl. auch mehr als 1 Tag.

  • Hallo Rooki


    jetzt habe ich etwas neues dank dir entdeckt!

    Den Birkensteinpilz gibt es tatsächlich.
    Das finde ich jetzt interessant.
    Ich werde mich damit jetzt genauer befassen 👍🏼


    Lieben Dank und Grüsse

    Rosalie

  • Den Birkensteinpilz gibt es tatsächlich.
    Das finde ich jetzt interessant.

    Ähm, den Fichtensteinpilz gibts auch bei Birken, ja. Gewisse Leute reden dabei von einer eigenen Varietät. Aber eine eigene Art ist das nicht, so wie ich meine Pilzbücher verstehe.

    LG Endo

  • Der lateinische Name gibt eigentlich keine eigene Art her. 123 sagt aber „nur bei Birke“. Das interpretiere ich dahin, dass es entweder eine kreuzbare Unterart ist oder es sich nur um einen speziellen Habitus dank des Partners handelt. Pilze sehen ja oft unterschiedlich aus je nach Habitat.

    In dem Zusammenhang möchte ich auch noch darauf hinweisen, wie schwer es teils ist Fruchtkörper und Baumpartner zuzuweisen. Viele werden schon einen Goldröhrling gefunden haben und sind dann bei der Suche nach der Lärche verzweifelt, was ja eigentlich nicht so schwer sein sollte. Mir jedenfalls ging es öfter so, dass der Partner entweder 30m wegstand oder gar nicht aufzufinden war.

  • Hallo,

    das Boletus betulicola wirklich eine eigene Art ist bezweifle ich stark. Selbst an die Bezeichnung als forma von B. edulis glaube ich nicht. Vor einiger Zeit gab es einmal einen Aufruf, den an irgendeine Institution zuzuschicken um sie zu untersuchen. Ich hoffe stark das da auch einmal ein Ergebnis veröffentlicht wird.

    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Hallo

    Glucke in perfektem Zustand - alles perfekt fest - ist eine Ausnahme, die kann man einige Tage im Kühlschrank halten.

    Pfifferlinge lassen sich auch problemlos einige Tage im Kühlschrank lagern. Ich finde da muss man selbst ein Gefühl bekommen und man kann normalerweise nach etwas Erfahrung selbst ganz gut abschätzen, ob die Pilze noch in Ordnung sind oder nicht. Macht man ja bei anderen Lebensmitteln auch. Einen Parasol z.B. würde ich möglichst schnell verarbeiten, die halten sich nicht lang.

    LG

    Benjamin

    Mit meinen Beiträgen gebe ich lediglich meine persönliche Einschätzung/Meinung ab. Sie sind nur als Vorschläge zu werten und es gibt damit insbesondere keine Verzehrsfreigaben meinerseits. Eine sichere Bestimmung sowie Verzehrsfreigabe kann nur der Pilzkontrolleur bzw. Pilzsachverständige vor Ort geben.

  • Hallo Hexe,

    ich vermute mal, dass Du mich meinst? Weil ja keinerlei Anrede in Deinem Post steht.

    Und was ich Dir geschrieben habe, das sollte eher als Tipp gedacht sein denn als Kritk. Ich meine auch gelesen zu haben, dass Du schon länger in die Pilze gehst? Wenn ja, dann ist es ja keine Sache, wenn Du erst mal zu einem PSV gehst, wenn Du Dir bei irgendwas nicht sicher bist. Das ist eine erste Adresse.

    Und ja, ich finde es auch verantwortungsbewußt, wenn Du bei uns hier nachfragst.

    Benjamin hat meiner Meinung nach auch recht, wenn er sagt, dass man mit einiger Erfahrung schon selbst merken sollte, was man aus dem Wald mitnimmt( Rooki ) was im Kühlschrank geparkt werden kann und was nicht.

    Also bitte nicht wieder falsch verstehen. Sondern eher als Tipp.

    Liebe Grüße

    Murmelchen

    Von mir gibts hier im Forum auch keine Verzehrfreigabe.