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letzter Beitrag von Beorn am

Pilz? Und Morchelbecherling

  • Die Morchelbecherlinge hast Du ja schon bestimmt und wenn sie nach Chlor (Hallenbad) rochen, passt das sicher auch.

    Die Pilze auf dem zweiten Bild erinnern wie Sabine schon sagte, sehr stark an den Breitbl√§ttrigen Holzr√ľbling.


    Antonius beh√ľt und herzliche Gr√ľ√üe

    Frank

  • MoinMoin!


    Also bei dem Becherling denke ich eher nicht an einen Morchelbecherling (Disciotis venosa). Der w√ľrde nicht so direkt an Holz wachsen. Der Chlorgeruch (Hallenbad) sollte bei so einem Fruchtk√∂rper auch deutlich ausgepr√§gt und unverkennbar sein.

    Hier w√ľrde ich eher einen Becherling aus der Gattung Peziza vermuten, so an Holz und mit der Gr√∂√üe am ehesten eine der Arten um den Riesenbecherling (Peziza varia s.l.).



    LG; Pablo.

  • Nichts muss, alles ist m√∂glich. Allerdings sieht das f√ľr mich eher danach aus als w√ľrde da einfach nur Holz liegen und die Becherlinge wachsen dazwischen.

    Wir wissen nicht ob sie nach Chlor rochen, dass w√ľrde die Sache erheblich erleichtern.


    Antonius beh√ľt und herzliche Gr√ľ√üe

    Frank

  • Hallo Freunde, vielen dank f√ľr die Hilfe. Der becherling ist direkt zwischen rinde und holz an einem altem Klotz gewachsen... w√ľrde es den Mirchelbecherling ausschliessen? War auf jeden fall auf butter mit sahne fantastisch lecker :)


    Den zweiten Pilz haben wir als graugr√ľner Dachpilz identifiziert, h√§lt ihr das f√ľr denkbar?


    Danke & Gruss!

  • Hallo!


    Hmja, das wirkt in der Tat so, als w√ľrde der aus der erde darunter wachsen - auf dem Bild.

    Allerdings wenn tatsächlich eben am Holz sitzend, und das Holz auch noch recht stabil und teilweise mit Rinde drauf, dann schließt das einen Morchelbecherling schon aus.

    Chlorgeruch: Das Wasser in Hallenb√§dern in den 90ern roch so. Ob's das immer noch tut: Keine Ahnung, wenn ich schwimmen gehe, dann drau√üen (Seen, Fl√ľsse, Meer), Schwimmb√§der mag ich nicht wirklich.


    √úbrigens rate ich dringend davon ab, Pilze zu futtern, die nicht sicher bestimmt sind. Unsichere Bestimmungen sind √ľbrigens auch Online - Bestimmungen, v√∂llig wurschd ob in einem Forum oder FB oder sonstwie. Darum taugen Online Bestimmungen auch nix als Verzehrfreigaben.

    Die meisten Arten der Gattung Peziza sind wohl ungiftig, aber bei der Vielzahl der Arten in der Gattung und vor allem den Schwierigkeiten in der Bestimmung (geht ausschlie√ülich mikroskopisch - wenn √ľberhaupt) ist zu wenig bekannt, vor allem was die Inhaltsstoffe einzelner Arten betrifft. Es kann nicht ausgeschlossen werden, da√ü es die eine oder andere giftige Art geben mag.



    LG; Pablo.

  • Wie Pablo schon sagte, rate auch ich dringendst davon ab, Pilze zu verzehren die nicht sicher bestimmt sind.

    Das kann und darf nicht an Hand von Bilder geschehen, sondern muss durch einen ausgewiesenen Fachmann (Pilzberater oder Pilzsachverständiger) erfolgen.

    Sicher gibt es außerdem noch andere Personen die Pilze bestimmen können, aber was Du da machst ist äußerst leichtsinnig.


    Nochmal zum zweiten Bild: Diese weit entfernt stehenden Lamellen und vermutlich weißes Sporenpulver schließen einen Dachpilz aus. Ich bin weiterhin der Meinung das es sich um ein Breitblatt handelt.


    Antonius beh√ľt und herzliche Gr√ľ√üe

    Frank

  • Hallo Frank, das ist schon klar, dass ich anhand von einem Ratschlag ueber Internet nicht ein Pilz essen werde, aber verstehe ich schon dass es die absolute Profis wie Du oder Pablo immer wieder sagen und das ist auch gut so. Aber leichtsinnig hab ich nicht gehandelt, da muss ich mich wehren! :-) ich kenne den Pilz schon und ich hab meine Recherchen gemacht. Da gibt's keinen gefaehrlichen Verwechslungsgefahr. Und so ein Leckerbissen stehen zu lassen nur weil ich kein Mikroskop zu hause habe, das kannst Du von mir nicht erwarten!!! ;-)) Ich wuerde es vergleichen zu einem Fall, wo ich einen Sommersteinpilz nicht essen wuerde, weil ich ihn nicht eindeutig von einem Fichtensteinpilz unterscheiden konnte :-). Aber vielleicht hole ichmir noch den Mikroskop und steige da noch tiefer ein :-)

  • Hallo, JMoore!


    Letztlich ist es in der Tat deine Sache, verbieten wollen und können wir eh nichts.

    Es soll nur ein Aufruf sein, weil Pilze extrem kompliziert sind.

    Das Steinpilz - Beispiel hinkt ein wenig, denn da ist immerhin bekannt, daß die vier heimischen Arten vom Speisewert her nahezu identisch sind, bzw. allesamt immerhin ungiftig.

    Bei den Becherlingen ist das nicht so eindeutig, zumal hier ja schon die Gattung nicht klar gewesen ist. Die infrage kommenden Arten bei Peziza sind halt zahlreich und hinsichtlich ihrer Inhaltsstoffe einfach viel zu wenig erforscht. Da hilft es auch nicht, einen Pilz vorm Verzehren zu mikroskopieren (das ergibt meiner Auffassung nach sowoeso nie Sinn), weil man sich dann zwar m√∂glicherweise zu einer Art schl√ľsseln kann, im Endeffekt aber immer noch nicht wei√ü, ob diese Art denn nun essbar w√§re. Gemeint war das eher so: Pilze, die man mikroskopieren muss, sind f√ľr mich in aller Regel nichts f√ľr die K√ľche. Es sei denn, es w√§re da nur die Frage, ob's nun Kleinsporige oder Gro√üsporige Waldchampis sind (Agaricus sylvaticus bzw. Agaricus langei). Da ist es aber wie bei den Steinpilzen f√ľr den Speisewert wiederum wurschd, welche Art es wirklich ist.

    Hier ist es halt etwas kritischer und die Menge an m√∂glichen Arten gr√∂√üer und umfasst mehrere Gattungen, zumal auch noch eine der Scheibenlorcheln (Arten der Gattung gyromitra, enthalten zumindest in geringen Mengen Gyromitrin wie die Fr√ľhjahrs - Giftlorchel) hier in Frage h√§tte kommen k√∂nnen.



    LG, Pablo.

  • Hallo,


    ich habe lange √ľberlegt ob ich das hier posten soll. Ich will damit niemand beleidigen (wobei es auch keine ist, selbst wenn es zutreffen sollte) und ich wei√ü nicht ob es im Fall des TE hier zutrifft, oder ob er genug Erfahrung in der Pilzbestimmung hat um diese Art wirklich sicher bestimmen zu k√∂nnen. Daher bitte nicht pers√∂nlich nehme.

    Ich finde es aber extrem wichtig, dass man diesen Effekt kennt, da er nach meiner Erfahrung so ziemlich bei jedem (unterschiedlich stark ausgeprägt) auftritt, der sich mit einem neuem Thema auseinandersetzt. Bei der Pilzbestimmung wird dies durch die (Trivial-) Pilzbestimmungsliteratur sogar noch gefördert. Ich spreche da aus Erfahrung, auch ich habe am Anfang die Komplexität der Pilzbestimmung massiv unterschätzt. Nochmals: Ob es beim TE auch so ist, weiß ich nicht.

    Einfach zum Nachdenken, hier mal lesen (man sollte den Satz ‚Äěrelative Inkompetenz‚Äú meiner Meinung nach durch ‚Äěmit noch begrenztem Fachwissen\Erfahrung‚Äú ersetzen): https://de.wikipedia.org/wiki/dunning-kruger-effekt


    Viele Gr√ľ√üe und nichts f√ľr ungut

    Thomas

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind keine Freigabe zum Verzehr.

  • LINK zu einem interessanten Artikel Thomas.

    Wer oder was ist TE? Jedenfalls keiner der Schreibenden. Steh eben auf dem Schlauch.

    VG.

    Thomas

    [size=1]Auch von mir selbstverständlich keine Essensfreigabe. Sämtliche Darlegungen und Aussagen sind subjektiv und unverbindlich.[/size]

  • Hallo, Thomas!


    "TE" sollte die Abk√ľrzung sein f√ľr "Themener√∂ffner". Manchmal auch als "TS" (= Thread - Starter) abgek√ľrzt.



    LG; Pablo.

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