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Dringende Frage an die erfahrenen Austernpilz-Züchter!

  • Liebe Austernpilz-Selbstzüchter,


    ich bräuchte mal bitte Euren Rat!


    Ich habe noch etwas Austernpilzsubstrat, aus so'ner "Pilz-Männchen"-Kiste, die ich Mitte des Jahres mal zum Restpostenpreis in 'nem Baumarkt geschossen habe. Das ist zwar in dem Karton nix vernünftiges geworden, aber immerhin habe ich damit einen Strohballen erfolgreich infizieren können (der jetzt gerade die ersten kleinen Fruchtkörper macht), aber etwas von dem durchwachsenen Substrat habe ich noch draußen stehen.


    Nun habe ich heute ein paar Erlen- und Weidenstämme, 10 - 20 cm stark, eingesammelt, die vor wenigen Wochen geschlagen wurden. Ich weiß, frische Buche geht am besten (hatte ich vor 30 Jahre schon mal erfolgreich ausprobiert), aber an Buche komme ich hier nicht gut dran, und die o. g. Stämme lagen so zum Einsammeln rum.


    Nun 3 Fragen:

    1) Ich hab mal gelesen (ich glaube beim "Biologen"), dass die Stämme gar nicht ganz frisch sein sollten, sondern lieber ein paar Monate (?) abgelagert. Sollte ich die Dinger also noch ein bisschen liegenlassen, und dabei Gefahr laufen, dass mir meine Pilzbrut (die jetzt noch ganz gut aussieht) eingeht? Oder lieber jetzt gleich beimpfen?


    2) Vor 30 Jahren hatte ich die Stämme im Heizungskeller bei angenehmen 20 - 25°C durchwachsen lassen. Hier habe ich leider keinen guten Platz dafür. Ein Versuch vor ein paar Jahren in der Küche (schön in Folien eingepackt, hat mir viele verwunderte Gesichter von unseren Besuchern und genervte Gesichter meiner Familie eingebracht) ist schiefgegangen. Wo also am besten lagern? Natürlichweise würde ich sie ja jetzt draußen lagern, wächst es halt langsamer. Andererseits wächst dann auch alles mögliche andere. Und falls draußen: Trotzdem in Folie? Klar, nicht komplett luftdicht, es soll ja nicht staunass werden, aber eben auch nicht austrocknen. Oder stelle ich sie in meinen jetzigen Heizungskeller (ca. 10 - 15°C, und kaum Platz)? Oder doch lieber wieder irgendwo noch wärmer (ca. 20°C) in der Wohnung?


    3) Die Stämme sind im Großen unbeschädigt, allerdings hat die Rinde einige tiefere Schrammen und Verschmutzungen. Würdet Ihr das zunächst mit dem Gartenschlauch abspritzen, oder mache ich damit alles nur schlimmer?


    Bin gespannt, was Ihr mir empfehlt! :-)


    Gruß und Dank,


    Codo

  • Liebe(r) Codo,


    ich bin eifrige Austernpilz-Züchterin, allerdings hauptsächlich auf Kaffeesatz, deshalb kann ich dir vielleicht nur eingeschränkt weiterhelfen.


    Das mit dem "nicht sofort beimpfen" habe ich auch schon gehört und finde ich auch plausibel, denn Bäume haben ja mW ein natürliches Abwehrmittel gegen Pilzinfektionen, welches nach dem Absterben dann langsam inaktiviert wird. Ich dachte aber, sowas- wie 4-6 Wochen wäre lang genug zum Abwarten.


    Falls du das Bedürfnis hast, dein Myzel über die Wartezeit zum Beimpfen rüberzuretten, kannst du es ja vielleicht auf eine kleine Menge Kaffeesatz raufimpfen und dann den beimpften/durchwachsenen Kaffeesatz in den Baumstamm einbringen.


    Bei verschrammten Baumstämmen würde ich vermutlich die Schrammen dafür nutzen, dort auch Myzel einzubringen.


    Ich lagere meine Kaffeesatz-Eimer draußen, und würde das auch mit Baumstämmen so machen.


    Habe ich noch eine Frage übersehen?


    Viel Erfolg!


    Beste Grüße

    Sabine

  • Hallo Freunde der Pilzzucht!


    Hi Codo, kannst mich gerne auch Alex nennen! :wink:


    Ergänzend zu den Ausführungen von Sabine nur kurz dies:


    1. hat sabine schon abgehandelt. Ein Zwischenschritt zur erhaltung der Brut ist sinnvoll.

    2. die lagerung draussen hat in der kühlen Jahreszeit einfach den Vorteil, dass Du dich nicht immer ums Giessen kümmern musst. Es sei denn Du baust Dir für drinnen einen Raum, oder eine box, in der Du die Luftfeuchtigkeit hoch halten kannst.

    Ich weis nicht wie oft ich mich schon geärgert habe, weil meine frisch gewachsenen Pilze vertrocknet sind, weil ich grade mal 1-2 Tagen keine Zeit hatte mich zu kümmern.

    Das geht ja nach Temperatur leider recht rasch.

    Dennoch bleibt outdoor natürlich das Thema Fremdinfektion. Hab ich auch immer mit dabei. Lässt sich bei stämmen, die über die Jahre draussen lagern aber auch kaum auf Dauer verhindern.

    3. tja, die ärgsten Verunreinigungen kann man ja entfernen, aber daraus würde ich keine wissenschaft machen. Das austernmycel ist doch recht robust.


    Liebe Grüße!

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • Vielen Dank für Eure Tips, Sabine und Alex!


    Das hilft auf jeden Fall weiter. Zum Kaffeesatz habe ich noch eine Frage, Sabine, wirfst Du den jedesmal, wenn er anfällt, mit in das Behältnis, was eh schon zum Durchwachsen mit der Brut aktiv ist? Ich hatte vor einigen Monaten auch mal angefangen, Kaffeesatz zu sammeln, allerdings hat der immer nach wenigen Tagen schon angefangen zu schimmeln, weswegen ich ihn dann nicht zu meiner Brut dazugeben wollte.


    Alex, wenn Du die Stämme draußen lagerst, deckst Du sie dann während der Anwachsphase noch irgendwie ab? Oder liegen / stehen sie ganz frei irgendwo unter Gebüsch? (Also die Schnitte, in die ich die Pilzbrut einbringe, wollte ich schon mit Zeitung abdecken (antackern)... ).


    Gruß,


    der Codo

  • Lieber Codo (danke für den Hinweis ;)),


    bei mir kommt immer relativ viel Kaffeesatz in relativ kurzer Zeit zusammen, weil mein Freund den von der Arbeit mitbringt. Im Prinzip könnte ich also zumindest kleine Eimer damit relativ zügig füllen, bevor das Zeug anfängt zu schimmeln. Uneigentlich kommt es schon mal vor, dass mir ein Sammelbehälter verdirbt, weil ich nicht rechtzeitig dazu komme, mich drum zu kümmern.


    Jetzt im Winter bei um die 0° kann man den Kaffeesatz mE einigermaßen gut draußen in einem geschlossenen Behälter lagern (wir haben Haribo-Dosen), ohne dass das Zeug zu schimmeln anfängt, je nach Anfangszustand vielleicht 1-2 Wochen. Ein bisschen Schimmel macht auch nichts, der Austernpilz ist relativ aggressiv und macht den anderen Pilz einfach platt.


    Im Sommer kann man zum Sammeln den Kaffeesatz auch einfrieren oder trocknen. Das habe ich mal gemacht, als ich beim Ferienprogramm eine Pilzaktion für Kinder veranstaltet habe und Ende August Kaffeesatz für 15 Kinder brauchte.


    Beste Grüße

    Sabine

  • Hi Codo!


    wie in meinem Beitrag zur Pilzzucht - eben in dieser Rubrik zu finden - hab ich die Einschnitte mit Panzertape abgeklebt. Funktioniert ganz gut und hält lange "dicht". Offen würde ich das nicht lassen. Da komme sonst alle Schnecken und Mäuse dran und fressen das Mycel weg...


    Einen neuen Versuch - sollte ich den mal machen - würde ich jetzt wohl so machen: mit z.b. 2cm Forstnerbohrer Löcher in den Stamm bohren. im Baumarkt des Vertrauens 2cm Rundholzstäbe kaufen, diese in ca 3-5cm lange stücke zersägen, in Wasser gut durchkochen und in ein großes Glas, mit alufolie Glas abdecken und nach der Abkühlung mit Brut beimpfen. Durchwachsen lassen und dann nur die Holzdübel ohne Brutreste in die Löcher hämmern. Dadurch kann nichts mehr schimmel, weil kein schimmelbares Substrat mehr da ist. und ein Abdecken der Dübel kann auch entfallen.

    Ein einpacken kann dennoch erforderlich sein, damit die Luftfeuchte erhalten bleiben kann. O2 muss allerdings immer rankommen, sonst wächst nichts.


    lg

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


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  • Hallo,

    deine zwei Holzarten sind keine gute Wahl für Austern. Die sind eher was für Samtfußrübling / Enoki. Austern gehen eher auf die schon erwähnte Buche aber auch auf Ahorn und Birke in größter Not auch Apfel.

    Ich habe mal Versuche mit Erlenspänen gemacht, ohne Erfolg leider.

  • Hallo Codo


    Aus meiner Erfahrung würde ich Dir vorschlagen ( wie Christine auch) die Brut erstmal mit Kaffesatz in "Schwung" zu bringen.

    Ich würde den Kaffesatz aber in der Mikrowelle erhitzen und nach dem abkühlen nur etwa halbe halbe mit der Substrat/Brut mischen.

    Lagerung bei ca 20°C im Plastikbeutel oder Plastikeimer ( Löcher rein, und mit atmungsaktivem Pflaster verschliessen).

    Wenn Du siehst, das die Brut wächst, solltest du die Holzstämme 2-3 Tage wässern ( in Mörtelwanne o.ä untertauchen! )

    Zum Beeimpfen kann ich die Scheibenmethode empfehlen. Da das Holz wohl schon älter ist würde ich erstmal von beiden Enden

    eine Scheibe von 2-3 cm abschneiden und wegwerfen. Dann von jedem Ende eine dicke Scheibe 3-4 cm abschneiden, von der durchwachsenen Brut

    ca 1cm dick auftragen, und die abgeschnittene Scheibe mit 2- 3 Nägeln befestigen. Spalt mit Panzerband zumachen.


    Zum Durchwachsen sollten die Stämme 15-20° C haben, frostfest Brut wohl nicht. Erst wenn das Mycel ins Holz eingewachsen ist sind die Stämme "frostsicher".


    Für die Lagerung haben sich bei mir Müllsäcke bewährt. Diese aber vorher mit 20 - 40 Löchern etwas perforieren ( wg Sauerstoff !)

    Wenn die Säcke sehr trocken stehen vielleicht all 2 Wochen mit der Sprühflasche in den Beutel sprühen.


    P:S

    Wenn das Substrat im Kaffesatz nicht anwächst kannst Du die Sache wohl vergessen.

    Wegen der Holzarten: Ich denke, Weide sollte gehen , bei Erle wäre ich skeptisch


    Ansonsten wünsche ich gutes Gelingen!


    LG Ulrich

  • Auch hier Euch allen noch mal vielen Dank für die weitergehenden Tipps.


    Habe wieder angefangen, den Kaffeesatz zu sammeln. Ich mag die Idee mit der Mikrowelle, nochmal schön sterilisieren, und dann kalt lagern. Damit erst mal die verbliebene Pilzbrut 'aktivieren' und vermehren. Wenn das nicht klappt, kann ich ja auch was aus meinem jetzt schön durchwachsenen Strohballen nehmen.


    Auch die Idee mit den selbstgemachten Holzdübeln gefällt mir. Auch da könnte ich ja die (sterilisierten) Abschnitte tief in meine Strohballen stecken und einfach dort durchwachsen lassen, mal sehen, probiere ich vielleich alles mal aus.


    Was die Scheibenmethode angeht, ja, die äußeren paar cm würde ich wegschneiden. Statt dann eine Scheibe ganz abzuschneiden und dann wieder anzunageln, kenne ich es auch so, dass man einen breiten Schnitt nur so ca. 2/3 durch den Stamm durchschneidet, und dann diese Lücke mit der Brut füllt. Kommt am Ende auf's selbe drauf raus. Die Panzertape-Idee finde ich auch gut zum Abdecken des Schnitts.


    Und zu den Temperaturen, mal gucken, vielleicht lagere ich einen Teil draußen, einen Teil wenigstens frostgeschützt, und vielleicht nehme ich auch wieder je ein Stück mit in die Wohnung... und dann mal gucken, was am besten geht.


    Erle/Weide: Da ja nun mal beides da ist, werde ich beides ausprobieren... mal gucken, was passiert... :-)


    Ich werde berichten!


    Codo

  • So, hier mal ein kleines Update. Habe also tatsächlich erst mal meine alte Pilzbrut mit Kaffeesatz verlängert / aktiviert. Obwohl ich den Kaffeesatz noch ganz ordentlich in der Mikrowelle durcherhitzt hatte, hat er dennoch später angefangen zu schimmeln, aber wie Ihr schon angedeutet habt, scheint das Austernmyzel ziemlich robust zu sein, und hat sich weitgehend gegen den Schimmel durchgesetzt.

    Weiterhin habe ich aus Buchen-Rundholz, 25 mm, Holzdübel gemacht, und in meinen beimpften Strohballen gesteckt, da sind sie noch drin, ich denke das braucht noch zum Durchwachsen. Steht ja auch im Freien.

    Die Stämme habe ich noch ein paar Wochen liegengelassen. Dann Mitte Februar die Enden nochmal sauber abgeschnitten. Habe z. T. Schnitte (ca. 2/3 des Durchmessers) eingebracht, z. T. 25 mm Durchmesser Löcher gebohrt. Diese hauptsächlich mit der Kaffee-Pilzbrut beimpft und mit Klebeband abgeklebt (bzw. getackert). Die Stämme dann locker in Müllbeutel verpackt, zwei davon in unserer Speisekammer (bei ca. 15°C) und einen in der Küche (ca. 20°C).

    Und was soll ich sagen: nach 2,5 Wochen das erste Mal reingeschaut, und das Myzel wächst super!!! Bei alle 3 Stämmen. Sowohl bei der Weide wie auch der Erle. Die Weide wehrt sich noch mächtig, treibt jetzt lauter kleine Wurzelspitzen aus der Rinde, aber der Pilz tut seine Arbeit...

    Lediglich 2 Löcher, die ich mit meinem Stroh statt der Kaffee-Brut beimpft hatte, zeigen noch keine Wirkung. Mal schauen.


    Gruß,


    Codo


    Und noch ein paar Bilder:

    Die Kaffee-Pilzbrut (der Schimmel wurde mit der Zeit noch weiter zurückgedrängt):


    Ein vorbereiteter Stamm (Einschnitt und Bohrloch erkennbar):


    Das Zwischenergebnis:

  • Liebe Pilzfreunde,


    hier ein weiteres kleines Update von der Pilzzucht, und eine dumme Frage... :-)


    Die Stämme wachsen weiter vor sich hin, habe inzwischen ein paar weitere Stämme von Hainbuche und Ahorn beimpft, die ich noch an einer Autobahnböschung gefunden habe.


    Dann habe ich gleich noch einen Eimer frischer Sägespäne gerettet, schön sauber, mit frisch geschärfter Sägekette schöne grobe Späne... mit der Kaffeesatz-Brut beimpft, scheint super anzuwachsen. Also um Pilzbrut zu vermehren, scheint das auch nicht schlecht zu sein.


    Weiterhin füttere ich regelmäßig meinen Eimer mit Kaffeesatz, und auch der macht sich ganz gut. Nun zwei Fragen:


    1) In den Eimern haben sich Populationen von Trauermücken festgesetzt, wie man sich im Winter über gern drin in den Blumentöpfen in der feuchten Erde hat, nun leider hier auch in meinen Eimern mit der Pilzbrut. Was mache ich mit denen? Einfach ignorieren? Kann sie ja schlecht vergiften... ;-)


    2) Was mache ich eigentlich mit meinem Kaffeesatzpilzbruteimer? Wie lasse ich daraus denn am Ende Pilze wachsen? Stelle ich den Eimer dann irgendwann (offen?) raus? Kippe ich den Inhalt irgendwann als Haufen unter einen schattigen Busch? Lasse ich es so wie es ist stehen?


    Anbei noch ein paar Fotos von Pilzbrut in Kaffeesatz und in Sägespänen.


    Vielen Dank für Eure Tipps, und viele Grüße!


    Codo


  • Hallo Codo,


    zu 1)

    Ich hatte auch schon mal Trauermücken in meinem Austernpilz-Kaffeesatz. Allerdings kamen sie bei mir dann meistens erst, wenn der Eimer eh schon fast "durch" war. Da habe ich den Eimer dann nicht fürs Weitervermehren hergenommen, sondern gleich auf den Kompost entsorgt. Wie es ist, wenn die Trauermücken schon vor den ersten Fruchtkörpern da sind - das weiß ich nicht. Ein paar einzelne Trauermücken fand ich bei meinen nicht so störend, aber wenn es mehr werden, knabbern sie vom Stiel her die Pilze an, das kann irgendwann nerven. Vor einigen Jahren wollte ich mir Florfliegen (?)-Larven besorgen, damit sie die Trauermückenlarven fressen. Aber ich hätte die Bestellkarte noch losschicken müssen, und dann war es fies heiß, als ich die Bestellkarte besorgt hatte, und dann hatte ich so lange getrödelt, dass es doch nichts mehr wurde. Aber das wäre vermutlich eine Option, wenn die Mücken zu arg nerven.


    zu 2)

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Frage richtig verstehe. Aber bei mir sind die Eimer immer offen, und irgendwann kommen dann die Fruchtkörper... Nach ein paar Erntewellen (3?) merke ich dann, dass der Kaffeesatz irgendwie weicher wird, und dann pflanze ich ihn entweder auf frischen Kaffeesatz um, oder ich schmeiße ihn auf den Kompost.


    Beste Grüße

    Sabine

  • Hallo Sabine, vielen Dank, genau das war meine Frage. Bisher habe ich meine Eimer immer noch mit einem Deckel aus Aluminiumfolie mit ein paar Luftlöchern abgedeckt gehabt. So bleibt die Mischung zwar feucht, aber natürlich habe ich damit den Trauermücken auch ein schönes abgeschlossenes Biotop angeboten. Vielleicht erledigt sich das Problem dann mit der Zeit, wenn ich die Eimer jetzt mal offen lasse. Muss ich nur noch ein halbwegs schattiges aber geschütztes Plätzchen finden.


    Viele Grüße, und schöne Ostern euch allen,


    Codo

  • So, liebe Austernpilz-Freunde, hier mal wieder ein Zischenstand!


    Ende Mai hatte ich in einem der Kaffeesatz-Eimer tatsächlich die ersten kleinen Pilze, allerdings ist der Ansatz dann (trotz täglichem Feuchthaltens und gleichmäßiger Temperatur in der Garage) eingetrocknet, auch dem Trauermücken-Problem bin ich nicht Herr geworden. Dann habe ich die Eimer noch ein paar Wochen draußen offen stehen gehabt, aber auch da ist nicht mehr viel passiert, dann hat es mir reingeregnet, und deshalb habe ich vor ein paar Tagen die Inhalte der Eimer als Haufen unter die Büsche gekippt, mal sehen, ob daraus noch was kommt. Ähnlich erfolglos war übrigens schlussendlich der Eimer mit den Sägespänen, auch wenn er anfangs so gut ausgesehen hatte.


    Mein Strohballen, der ja schon letztes Jahr wenige Wochen nach dem Beimpfen die ersten (wenigen) Pilze gehabt hatte, verhält sich seither ruhig. Ich hoffe aber schon noch, dass er im Herbst nochmal richtig durchstartet...


    Sehr gut sehen zum Teile meine Stämme aus! Die meisten hatte ich vor einigen Wochen schattig unter den Büschen ein Stück in die Erde eingegraben, und gelegentlich mit dem Gartenschlauch befeuchtet. Von dem einen Weidenstamm, den ich als erstes beimpft und dann bei 15-20° im Haus gelagert hatte, habe ich heute die erste Ernte eingefahren! :-)


    Hoffe, dass auch die weiteren Stämme demnächst anfangen zu tragen... ich werde berichten...


    Übrigens, ich habe die Müllsäcke nicht durchlöchert und relative geschlossen gehalten, so ca. alle 1 - 2 Wochen mal reingeschaut, neu befeuchtet und gelüftet. Scheint trotzdem dem Pilz recht gut getan zu haben.

    Das Abkleben/Tackern mit Panzertape kann ich ebenfalls weiterempfehlen.


    Bis dahin,


    Gruß,


    Codo


    "Zwischenerfolg" Kaffeesatz-Eimer:


    Stand gestern / Ernte heute:

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