Hallo, Besucher der Thread wurde 985 mal aufgerufen und enthält 8 Antworten

Löcher im Stamm

  • hallo Porli!


    da fällt mir eigentlich nur der Specht ein, welcher genau kann ich allerdings nicht sagen.


    sieht weniger nach Probebohrungen zum Nestbau aus. Warum? wäre ich ein Specht - wär mir das Nest zu tief unten und der Stamm auch etwas zu dünn.


    Liebe Grüße

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • Hallo Porli,


    ja klar, das sind typische Spechtspuren.

    Wenn man nach unten schaut, sollte man am Boden auch immer eine Menge Späne entdecken können.

    Die genaue Größe kann man jetzt zwar schlecht erkennen, ich würde bei diesen zu erahnenden Größenordnungen mal auf einen Schwarzspecht (Dryocopus martius) tippen, der oft auch mehrere Löcher übereinander schafft bzw. durch weiteres Aufhacken diese länglich verbindet. Er will sich dadurch keine Nisthöhle schaffen, sondern ist im Frühjahr bis Ende Sommer vielmehr auf der Jagd nach Insekten, vor allem baumbewohnenden Ameisen wie beispielsweise den Rossameisen.


    LG Thomas

  • Vielen Dank, also ein Specht


    Da ich mal über einen langen Zeitraum die permanente Betreuung von Großpapageien (Rote und Gelbbrust), großen Kakadus

    und kleinen Kakadus inne hatte, das in der Tat spannend, aufregend und manchmal anstrengend

    war, weil alle Paare in einer Voliere (tolle Erfahrung, sich auf jede einzelne Charaktere einzulassen und zu reagieren)


    und ich mir gerade vorstelle, einen halbzahmen Specht auf der Schulter zu haben :yawn:


    dann bin ich froh, diesen schönen Vogel doch lieber in der Natur zu beobachten :)


    schönen Abend

    Porli

  • Halllo Porli,


    für ein paar Jahre hatte ich eine Beziehung mit einer Molukkendame, die hat sich auf meiner Schulter Gassi tragen lassen. Und die hatte einen seeehr ausgeprägten Charakter. Clown und Zornbinkel, immer abwechselnd. Wenn die geschrien hat, mussten wir aus unserer Wohnung flüchten, da platzt sonst das Trommelfell...


    Grüßle

    RudiS

  • Ja Rudi, die Launen der Vögel sind auch interessant zu beobachten, und ich wusste nie, welcher Vogel morgen gut gelaunt ist,

    oder welcher wieder den ganzen Tag Krawall macht weil sie sich wieder gestritten haben.

    Ich hatte mehr mit dem Sozialverhalten der Vögel zu tun. Oft glaubt man, dass Neid und Ungunst nur beim Menschen zu finden ist,

    aber weit gefehlt, beim Fressen ist Schluss mit Freundschaft, die besten Stücke bekommen nur die Größten.

    Ich habe sie aber ausgetrickst und habe immer 4 Futterstellen gleichzeitig bestückt.

    Aber auch die Eifersucht von den anderen Vögeln war nicht zu verachten, wenn man den Einen zu lange gekrault hat.

    Auch interessant ist, wie die Vögel die menschliche Gestik erlernen und es bei nächster Gelegenheit zeigen,

    jetzt bin ich auch beleidigt, ich schau dich nicht an,

    und viele andere Situationen die man gar nicht erklären kann, das muss man erlebt haben, wie bei Kleinkindern.

    Diese persönlichen Eigenschaften schreibe ich aber eher der "handzahm Machung" zu, und so wird es immer Befürworter und Gegner geben,

    ob man solche Vögel handzahm machen darf, aber das betrifft letztendlich jedes Tier das man als Haustier halten möchte.

    Auch merkt man schnell welcher Vogel was mag oder was er nicht mag. Wenn ich im Sommer bei 35°C mit dem Pumpsprüher angetanzt kam,

    dann sind die wasserscheuen gleich in die Innenvoliere und die anderen haben sich schon positioniert mit ausgebreiteten Flügeln und konnten gar nicht genug bekommen und haben sich gedreht, bis der ganze Vogel bis auf den letzten Federansatz tropfend nass war.

    Leider ist es aber auch so, dass den Vögeln in so einer Voliere einfach nur langweilig ist, auch wenn sie ihren Partner haben,

    und so kommt es auch gern zu Spannungen in der Gruppe. Ich habe das schnell bemerkt und

    für mich gab es nur eine Lösung eine friedliche Voliere zu gestalten, indem ich jedem Pärchen seinen eigenen Platz geschaffen habe,

    mit Stangen so hoch gesetzt wo nur die Kleinen hin gekommen sind, oder Äste so platziert dass sie schnell als "Fluchtweg" genutzt werden können.

    Jetzt kommt auch der "Freudenschrei" von den großen roten Aras ins Spiel. Wenn ich mit Staffelei und Akkuschrauber in der Hand

    in die Voliere gekommen bin, dann gab es meistens einen Schrei der so laut ist, der zwingt jeden in die Knie,

    derweil war das nur eine Freudenbekundung von den Aras, dass jetzt endlich wieder was los ist in der Voliere

    und der Typ wieder was schraubt,was ja so interessant ist. Und wenn es die Stange von den roten Aras war, dann war die nach 3-4 Wochen

    wieder durchgebissen, weil dann der Typ mit Staffelei und Akkuschrauber wieder kommen muss um eine neue Stange zu setzten.

    Leute ich sags euch, wie bei den Kleinkindern.

    Das Beste was man gegen die Langeweile machen konnte, war einen frischen großen und verzweigten Weidenast mitten in die Voliere zu stellen. Die kleinen Kakadus hatten am meisten Spaß daran, spätestens am Abend waren die ganzen kleinen Zweige mit den Blättern abgebissen, in den Folgetagen haben die großen Papageien den kompletten Ast in Kleinteile zerlegt.

    Da gäbe es mehr Geschichten zu erzählen.

  • Halllo Porli,


    danke für Deine ausführliche und bildhafte Schilderung. Hast Du in einem Vogelpark gearbeitet?

    Ich halte die großen Papageienvögel für sehr intelligent und sozial. Die haben natürlich andere Bedürfnisse und Kommunikationsweisen als Menschen, aber unterlegen sind sie uns Menschen dabei eher nicht. Kakadus sind, wenn ich das richtig erinnere ihr sehr langes Leben einem Partner treu! Das Einfühlungsvermögen in andere Lebewesen (hier Mensch) ist sogar extrem ausgeprägt. Da könnte sich der H.s. ein großes Stück abschneiden und sehr vieles lernen.


    Wir bekamen wegen unserer jähzornigen, sehr lauten Dame öfter Anzeigen. Die Nachbarn fühlten sich gestört und dachten, wir würden unseren Vogel quälen. Dabei war es exakt anders herum :D


    Sie lebte frei in der Wohnung, wenn wir zu Haus waren und hat "verschmust" und sehr sanft an Ohren und Augenbrauen gezupft. Wenn wir nicht daheim waren, war sie in einer sehr großen Voliere eingesperrt und hat da aus Langeweile cm-dicke Schweißnähte am Volierengitter durchgeknapst.


    Fasziniernde Geschöpfe in jedem Fall!


    Grüßle

    RudiS

  • Nein Rudi, ich habe nur freiwillig die Betreuung der Papageien vom Nachbarn übernommen weil er

    mit seinem Geschäft zunehmend überfordert war, weil immer mehr Pärchen hinzu kamen in der kleinen Voliere,

    das ist heute gottseidank anders.

    Es macht ja auch richtig Arbeit, wenn man einen großen Weidenast in die Voliere stellt und den nächste Woche wieder entsorgen muss.

    Aber ich stimme dir zu, es ist einfach faszinierend so eine Gemeinschaft zu betreuen,

    und manchmal hatte ich mehr Bezug zu den Vögeln als zu manchen Mitmenschen, und ich habe damals öfter darüber nachgedacht,

    mich im LoroParque auf Teneriffa zu bewerben, aber mit mittlerweile Ü50 macht man nicht mehr DIE dollen Sprünge wie mit Ü20.


    Leider ist es so, dass der Lärm von den Großvögeln gerne Probleme mit den Nachbarn mit sich bringt. Bevor unsere Vögel in

    die größere Voliere außerorts umgezogen sind, hatte sich jemand in der Siedlung irgendwo Papageien angeschafft.

    Die haben sich zum "Morgengebet" und zum "Abendkonzert" gerne über 20 Straßen unterhalten, ich hab nie herausgefunden

    wo "unser Kollege" da draußen sitzt.:)

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