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Alpin 28.07.2020

  • Hallo zusammen


    Meine zweite Alpin-Exkursion brachte nichts Aussergewöhnliches. Bis auf einen Risspilz ist alles bestimmt:


    a) Entoloma sericeum - Seidier Rötling

    Der ist überall recht häufig, auf in der Höhe.



    2) Hygrocybe tristis - Finsterer Saftling

    (oder conica var. tristis, oder einfach conica, je nachdem wem man glauben will)

    Auch nix seltenes, aber immer wieder schön anzuschauen. Vor allem in einer so schön grossen Gruppe, es hatte noch viel mehr.


    3) Inocybe dulcamara - Bittersüsser Risspilz

    Auch diese Art kommt planar bis alpin überall vor.



    4) Laccaria montana - Berg-Lacktrichterling

    Den gibt es nur in montanen/alpinen Regionen. Vermutlich wird er oft mit L. laccata verwechselt.

    In der Literatur wird er unterschiedlich beschrieben, ich habe mich hier an die Beschreibung von Jamoni (Funghi alpini) gehalten.


    5) Lactarius salicis-herbaceae - Krautweiden-Milchling

    Dieser Milchling ist meistens höchst unmotiviert, wenn es ums Milchen geht. Ich musste ihn mit einer Präpariernadel ärgern, damit man die schöne Violettverfärbung der Milch sieht.


    6) Rickenella mellea - Honigbrauner Heftelnabeling

    Unterscheidet sich von der bekannten Rickenella fibula durch längere Sporen und natürlich den meist alpinen Standort.

    Der Honigbraune Heftelnabeling muss nicht unbedingt honigbraun sein, er ist oft so blass wie im Bild.

    Der Pilz ist angeblich selten, das liegt aber wohl daran dass die Hüte nur 3 mm breit sind und im Moos wachsen.



    7) Russula alpigenes - Gebirgstäubling

    Die Unterschiede zu Russula laccata sind sehr fein, im Wesentliche habe ich mich auf die etwas kleineren Sporen abgestützt.



    Viele Grüsse

    Raphael

  • Hallo Jörg


    Darüber streiten die Experten noch. Candusso und Boertmann sagen nein und legen tristis mit conica zusammen. Jamoni trennt sie und begründet die Trennung m.E. gut.

    Letztenendes sind das alles nur Interpretationen äusserer Merkmale und der Versuch, daraus Rückschlüsse auf den Artrang zu ziehen. Wirklich Klarheit würde nur ein Interfertilitätstest bringen, oder auch genetische Untersuchungen. Beides wurde meines Wissens bisher nicht gemacht. Oder weiss da jemand mehr?


    Gruss Raphael

  • Salve!


    Aber so, in der Ausprägung, würde man schon vermuten können, daß diese Saftlinge eben was Anderes sind, als die "normale" Hygrocybe conica.
    Boertmann unterstreicht in seiner Monografie ja auch, daß er sein Konzept von Hygrocybe conica durchaus für ein Aggregat hält, ihm nur die morphologische Trennung in vielen Fällen nicht möglich erscheint (wobei man sich klar machen muss, daß wohl in europa niemand mehr Saftlinge unetrsucht hat als er selbst).
    Kreuzungstests sind in dem bereich vermutlich schwierig, wären aber wichtig. Auch breit angelegte Sequenzierungen kombiniert mit wirklcih umfassenden morphologischen Dokumentationen könnten auch noch aufschlüsse bringen.
    persönlich glaube ich sehr wohl, daß da verschiedene Arten drin stecken. Die aber in vielen Fällen morphologisch schwer zuzuordnen sind, und die Taxonomie evnetuell acuh überarbeitet werden muss.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

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