Hallo, Besucher der Thread wurde 675 mal aufgerufen und enthält 5 Antworten
  • Fundort: Deutschland, NRW, Tecklenburger Land, Recke, Steinbeck

    Fundzeit: 30.1.2021

    Fotos: Markus Koschinsky


    Liebes Forum,


    als wir gestern im Wald unterwegs waren, fielen mir weiße Überzüge auf einigen morschen Ästen am Wegrand auf. Mein erster Gedanke war "ihh, altes Klopapier oder Taschentücher", der nächste "doch ein Pilz? Schimmel?". Dann bei näherer Betrachtung feine weiße Fasern, wie Zuckerwatte... Beim in-die-Hand-nehmen dann wurde es schnell klar: Es schmilzt! Haareis! Mein Erstfund... Und in der Tat, es war recht hohe Luftfeuchtigkeit, um die 0°C... Witzigerweise nirgends sonst ein Hinweis auf Eis, keine gefrorenen Pfützen, kein Raureif, nichts, nur vereinzelt diese weißen Batzen...


    Erst dachte ich, da kann ich ein schönes Rätsel für's Forum draus machen, aber dann habe ich gesehen, dass das wohl doch zu einfach für Euch wäre... :-)


    Jedenfall fanden wir das ziemlich faszinierend, und deshalb will ich wenigstens Euch noch ein paar Bilder zeigen.


    Viele Grüße,


    Codo


    PS: An einer anderen Stelle im Wald, an einem relativ dünnen, stehenden Stamm (vielleiht 8 - 10 cm Durchmesser) zwei wunderschöne Gruppen Austernseitlinge. Diese tatsächlich hartgefroren, aber trotzdem von frischer, guter Qualität. Habe versäumt, Bilder zu machen... aber ein leckeres Abendessen waren sie allemal...


  • Hallo Zusammen


    Die Bildung von Haareis ist zurückzuführen auf ein Pilzmycel im Holzstück, sehr interessante Untersuchungen der Entstehung wurden hier aufgezeigt:

    Maetzler-Wagner.pdf


    siehe die Hypothese im Bericht, es könnte Aufgrund von diesen beiden Pilze und deren Mycel zusammenhangen

    Abb. 7. Ca. 2 cm dicker Buchenzweig, der Haareis trug, mit Pilzfruchtkörpern wahrscheinlich von Dacrymyces stillatus (gelb) und Hypoxylon
    spec. (schwarz). [Photo M. Gsell]


    LG Andy

  • Hallo Andy,


    in einem Thread von neulich gab es ja auch schon mal interessante Links, auch zu einem Fernsehbericht usw.


    Bei meinen habe ich ja auch ein paar "in flagranti" mit Fruchtkörpern des Warzigen Drüslings erwischt:



    Beste Grüße

    Sabine

  • Hallo,


    auch bei Euch schöne Bilder!


    Das mit dem Pilzmyzel, welches das Eis wahrscheinlich ausscheidet, hatte ich auch gelesen. Leider hatte ich da gestern nicht drauf geachtet. Zum Teil wird ja explizit auf Exidiopsis effusa verwiesen, aber scheinbar kommen ja auch andere Pilze als Verursacher in Frage.


    Heute war ich nochmal an einer anderen Stelle unterwegs (Ledde / Forst Sundern), und fand nochmal eine Stelle, wo dann ca, 1,5 m entfernt an demselben Ast die Pilze auf der Oberfläche zu finden waren, ich vermute Hypoxylon sp.


    Herzliche Grüße!


    Codo


  • Hallo,

    scheint an der Gegend zu liegen.

    In meinen Suchgebieten ist das zu häufig, dass man es ständig beim Gehen zertritt.

    Aber dafür gibt es ganz wenig Samtfußrüblinge und Austern.:(


    Ralph A

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