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Pilze vom 11.7 / viele Röhrlinge und Täublinge

  • Hallo Pilzfreunde, z.Z. gibt es viel zu entdecken. Die guten Wetterbedingungen hinterlassen ihre Spuren. Ich konnte an einem Bachlauf mit Buche und Hainbuchen Mischwald jede menge Funde machen.



    Meine Einschätzung und anbei die Bilder


    1.) wieder viele Perlpilze (AMANITA RUBESCENS). Mit der Zeit wird man wählerischer und nimmt nur noch sehr junge Exemplare mit


    2.) Sehr viele Hainbuchen-Raufuss-Röhrlinge LECCINELLUM PSEUDOSCABRUM


    3.) milder Täubling, der aus meiner Sicht richtung Russela CYANOXANTHA geht (Lamellen biegsam und schmierig)


    4.) Die hellere Gruppe der Täublinge mit cream farbenen Lamellen, der Pilz und die Lamellen sind sehr brüchig, Partner Hainbuche/Buche. Die würde ich zu der Gruppe der Ledertäublinge zählen


    5.) Stinkmorchel / Phallus IMPUDICUS als Hexenei


    6.) unbekannter Röhrling mit sehr starker blauender Reaktion, klein -> 3cm Hut.


    7.) unbekannter Raufussröhrling mit fast cream farbenem Hut



    8.) Den letzte Pilz stand bei einer Hainbuche mit leicht abfallendem, lehmigen Gelände. Ich würde Ihn zu der Gruppe der Scheidenstreiflinge zählen





    Gruß

    Rainer

  • Hallo Magicman,


    der erste Fund aus deiner Palette sieht auf meinem Monitor wie ein (zitronen)gelber Knollenblätterpilz (Amanita citrina) aus und nicht wie ein Perlpilz,


    die Frauentäublinge dürften hinkommen, nur der größere, rötliche auf dem Bild scheint mir etwas fraglich


    dann der kleine, stark blauende Röhrling ist für mich ohne Ansicht der Hutoberseite bzw. ohne Schnittbild kaum zu bestimmen


    und mit dem letzten Fund liegst du mit einem der Scheidenstreiflinge (Amanita spec.) richtig. Zu den anderen Funden enthalte ich mich.


    LG Sepp

    Eine Verzehrsfreigabe gibt es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort

  • Hallo Rainer,


    Scheidenstreifling ist möglich, finde gerade auch viele. Aber zum genauen bestimmen wäre die Stilbasis mit lappeliger Scheide wichtig und der Fokus auf die Streifen am Hut. Auch ein Schnitt wäre gut (Ansatz der Lamellen, Stil hohl?)

    Der durchgeschnittene Pilz geht für mich am ehesten Richtung Hainbuchenröhrling, wegen der Schwärzung. Die sind alle sehr hell und wo ist der Raufuss?

    Welche Hutfarbe hat der Blaue, bzw. wie sah der Stil vorher aus? War Fichte in der Nähe? Ich hatte einen Rotfußröhrling, der auch sehr schnell extrem blau wurde. Das liegt auch an der Feuchtigkeit. Allerdings gibt es auch den starkblauenden Rotfuß und den schwarzblauenden Röhrling.

  • Hallo,

    6.) unbekannter Röhling mit sehr starker blauender Reaktion, klein -> 3cm Hut.

    den solltset Du einmal mit dem Schwarzblauenden Röhrling vergleichen.

    unbekannter Raufussröhrling mit fast creamfarbenem Hut

    das müsste auch ein Hainbuchenraufuß sein. Die verdallerte Hutoberfläche deutet darauf hin.


    und wo ist der Raufuss?

    das ist der Hainbuchenraufuß :D.


    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Hey Sepp,


    das ist ganz sicher kein A. Citrina sondern definitiv ein A. Rubescens , das Bild täuscht vieleicht etwas (Farblich), Handy cam, aber alle Exemplare hatte eindeutige Merkmale, Rötungen von aussen schon erkennbar zusätzlich so gut wie immer im Stiel, des weiteren keinen Kartoffelkellergeruch sondern neutral. Da mir die Verwechslungsgefahr bewusst ist bin ich beim Perlpilz besonders vorsichtig! Die ANDEREN Merkmale kenne ich natürlich auch, geriefter Ring und Knollenform Rübenartig


    Den stark blauenden habe ich leider zur weiteren Analyse (Schnittbild) nicht mitgenommen, die Huthaut war aber braun.


    Scheidenstreifling war für mich eine Erstfund und nur! zur Bestimmung werde ich das nächste mal ein Schnittbild machen sowie mir den Stielansatz genau ansehen :)

  • Hallo Rainer,


    Scheidenstreifling ist möglich, finde gerade auch viele. Aber zum genauen bestimmen wäre die Stilbasis mit lappeliger Scheide wichtig und der Fokus auf die Streifen am Hut. Auch ein Schnitt wäre gut (Ansatz der Lamellen, Stil hohl?)

    Der durchgeschnittene Pilz geht für mich am ehesten Richtung Hainbuchenröhrling, wegen der Schwärzung. Die sind alle sehr hell und wo ist der Raufuss?

    Welche Hutfarbe hat der Blaue, bzw. wie sah der Stil vorher aus? War Fichte in der Nähe? Ich hatte einen Rotfußröhrling, der auch sehr schnell extrem blau wurde. Das liegt auch an der Feuchtigkeit. Allerdings gibt es auch den starkblauenden Rotfuß und den schwarzblauenden Röhrling.

    Hey, die starkblauenden Röhlingsarten sehe ich mir heute Abend mal in ruhe an, danke

  • -> den solltset Du einmal mit dem Schwarzblauenden Röhrling vergleichen.


    Ja mache :)


    -> das müsste auch ein Hainbuchenraufuß sein. Die verdallerte Hutoberfläche deutet darauf hin.


    Ich habe bestimmt 20 Hainbuchen-Raufüsse gefunden und alle hatten immer einen braunen Hut, das scheint dann die Albino variante zu sein :)


    Danke Jörg

  • Hallo magicman,


    diesen Gedanken:

    der erste Fund aus deiner Palette sieht auf meinem Monitor wie ein (zitronen)gelber Knollenblätterpilz (Amanita citrina) aus und nicht wie ein Perlpilz,

    hatte ich auch sofort beim Anblick des Bildes, deshalb ist das hier:

    das ist ganz sicher kein A. Citrina sondern definitiv ein A. Rubescens , das Bild täuscht vieleicht etwas (Farblich), Handy cam, aber alle Exemplare hatte eindeutige Merkmale, Rötungen von aussen schon erkennbar zusätzlich so gut wie immer im Stiel, des weiteren keinen Kartoffelkellergeruch sondern neutral. Da mir die Verwechslungsgefahr bewusst ist bin ich beim Perlpilz besonders vorsichtig! Die ANDEREN Merkmale kenne ich natürlich auch, geriefter Ring und Knollenform Rübenartig

    umso spannender.


    Beste Grüße

    Sabine

  • das ist ganz sicher kein A. Citrina sondern definitiv ein A. Rubescens , das Bild täuscht vieleicht etwas (Farblich),

    Hallo

    Täuscht vielleicht etwas? :D Das Bild ist miserabel. Erst auf voller Größe kann man den Perlpilz erahnen.

    Ich muss ja gestehen, dass meine Handybilder keine optimal Basis für einen Farbabgleich darstellen ;)

  • Servus!


    ich habe deine Bilder mal in den beitrag eingebunden - das ist viel einfacher zu lesen dann. :wink:


    Nr. 2 und Nr. 7 sind schon beides Hainbuchenröhrlinge (Leccinellum pseudoscabrum = Leccinum carpini s.auct.). Da gibt es durchaus so eine blasse, gelbliche Form, die manchmal fast an Leccinellum crocipodium (Gelbporiger Röhrling) erinnert. Ob das nochmal was Eigenes sein könnte - keine Ahnung. Soweit ich weiß, ist da jedenfalls nichts beschrieben.


    Beim ersten Pilz hätt' ich auch zuerst an einen Gelben (Amanita citrina) gedacht - aber auf dem Bild später vom gesamten Perlpilzfund sieht's freilich ganz anders aus. Perlpilze können eben auch sehr hell sein, und wenn dann noch ein etwas überbelichtetes Bild ins Spiel kommt, ist die Verwunderung groß. :wink:


    Bei Nr. 6 wird nichts anderes rauskommen als Schwarzblauender Röhrling (Cyanoboletus pulverulentus).



    Lg; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo, Rainer!


    Nein, ich denke es ist ganz gut so, wie es jetzt ist.
    Denn der Fall ist ja (zumindest aus meiner Sicht) geklärt: Wer den Pilz tatsächlich in der Hand hatte, hat da meistens die beste Einschätzung. :wink:
    Aber die Diskussion zeigt ja auch wieder einmal, wie fehlerbehaftet die Einschätzung von Bildern sein kann, ohne einen fruchtkörper selbst in der Hand zu haben.
    Insofern finde ich das ein gutes Beispiel, wie variabel Pilze sind und wie man bei der reinen Bildbetrachtung daneben liegen kann.
    Wohlgemerkt: ich hätte es auch auch selbst falsch eingeschätzt.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

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