Hallo, Besucher der Thread wurde 717 mal aufgerufen und enthält 7 Antworten

Pilze der letzten Tage

  • Hi.


    Hier mal wieder ein Sammelpost von Pilzen, die ich in den vergangenen Tagen finden konnte.


    1. Lactarius mammosus in hübscher Färbung.



    2. Cortinarius cf. croceus bei Birke.



    3. Leccinum cyaneobasileucum var. brunneogriseolum



    4. Cystoderma amianthinum



    5. Clitocybe nebularis mit inverser Prolifikation.



    6. Tricholoma terreum bei Kiefer.



    7. Psilocybe cyanescens s.l.



    8. Pseudoclitopilus rhodoleucus (Rosablättriger Krempentrichterling). Jung mit hübschen rosa Farbtönen, die im Alter verblassen.



    9. Mycena polygramma und eine der Langfüßer-Lorcheln



    10. Pholiota gummosa in jung.



    11. Hygrophorus hypothejus



    12. Lactarius deliciosus



    13. Tricholoma scalpturatum



    14. Ein Erstfund war für mich Tricholoma cingulatum. Gehörte vermutlich zu der Sal-Weide, aber sie können wohl auch bei Birke wachsen, die auch vor Ort war.



    15. Tricholoma portentosum. Der wächst hier bei mir immer entweder bei Espe oder Kiefer.



    16. Der hier gehört wiederum zur Lärche und war ebenfalls ein Erstfund für mich.

    Hygrophorus lucorum. Schwierig abzulichten das blasse Gelb.




    17. Pleurotus ostreatus an Eiche. Endlich mal in brauchbarem Zustand gefunden. Sehr schmackhafter Pilz finde ich.



    18. Tricholoma saponaceum




    19. Chondrostereum purpureum an Birke.



    20. Leccinum albostipitatum



    21. Stropharia caerulea bei Eiche.



    22. Und den Abschluss macht eine helle Variante von Hygrophoropsis cf. aurantiaca, der bei mir alles andere als häufig ist, so dass ich mich drüber freue, den mal zu finden. Am Rand eines kleinen Tümpels auf dem Friedhof neben einem Kiefernstumpf im Gras.




    Das war's auch schon.


    LG,

    Schupfi

  • Hallo, Schupfi!


    Hui, wirklich bemerkenswerte Funde - und schön in Szene gesetzt. :thumbup:

    Bei den Seitlingen (17) könnte ich mir sogar Rillstielige (Pleurotus cornucopiae) vorstellen. Mit der deutlichen Stielausprägung, eher zentrisch bis exzentrisch (nicht lateral) abgesetzten Hüten und den wirklich stark ausgeprägten Rippen würde das ins Spektrum von cornucopiae passen.
    Ungewöhnlich: Die arg dunkle Färbung (vielleicht wetterbedingt?) + die nicht graubraune Stielbasis (vielleicht zu jung?) und der Fundort (taucht bei mir eher in auwaldartigen Habitaten an recht morschem Holz vorwiegend von Pappel, Ahorn und Esche auf).



    Lg; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Huhu.


    Die Unterscheidung der Seitlinge ist auch nicht so meine Königsdisziplin - ich finde die nur selten. Aber ich denke es sind schon normale Austern, zumindest fand ich das Farbspektrum und die Wuchsform etwas typischer für normale Austern. Ich habe hier noch ein Bild von einer etwas älteren Gruppe vom selben Stumpf, die für mein Empfinden einigermaßen typisch aussehen (mit der Einschränkung, dass ich so hübsche Fruchtkörper eben selbst fast nie finde und auch noch keinen Rillstieligen in natura hatte). Die hatten auch die weit herablaufenden Lamellen, blaugräuliche Hutfarben, wuchsen dachziegelartig und hatten keine graubraune Stielbasis. Irgendwie so habe ich mir das zumindest hergeleitet. :P



    LG,

    Schupfi

  • Sehr schön..... Und alle mikroskopiert, hoffentlich.😉

    Da hast du ja die gleiche Nebelkappe gefunden wie ich.

    Und mit dem Stropharia ist dir noch ein fast perfektes Bild gelungen.

    Bravo.

    BG Andy

  • Hi.


    Danke fürs Feedback und die Glückwünsche. :)


    An und für sich ist der Großteil der gezeigten Pilze makroskopisch meinem Wissensstand nach sehr weit eingrenzbar, in vielen Fällen bis zur Art, insbesondere wenn man Kollektionen vorfindet und nicht nur Einzelfruchtkörper.


    Kritisch ist T. scalpturatum, bei dem man als weiteres Indiz noch die Sporen angucken sollte.

    Bei dem Cortinarius bin ich mir nicht ganz sicher ob bei Birke noch was ähnliches in Frage kommt, daher mit cf.

    Mikroskopiert ist die Pholiota gummosa, da ich noch keine Flammula in der Hand hatte und die wohl recht ähnlich aussehen können.

    Bei dem Seifenritterling könnte man noch über eine der zahlreichen Varietäten nachdenken, aber ich bin kein Fan von dem Varietäten-Gedöns.

    Bei der Psilocybe muss leider ein s.l. dran, ich habe da aber noch nicht weiter geschaut inwiefern die eng verwandten Arten sich mikroskopisch klären lassen.

    Die Artkonzepte bei so blassen Formen vom Falschen Pfifferling sind auch noch nicht ganz geklärt. Da hätte ich noch die Sporen messen können, war ich aber zu faul für.

    Ein paar formas/Varietäten sind da noch beschrieben, aber das muss wohl noch aufgedröselt werden und ich konnte nix Handfestes aktuelles finden. Kibby vermutet z.B. noch ein paar mehr gute Arten als die FN.


    Der Pseudoclitopilus rhodoleucus ist vom gleichen Standort wo ich ihn letztes Jahr fand. Da wurde er zur Sicherheit mikroskopiert, ich finde ihn aber eigentlich makroskopisch gut ansprechbar. Lediglich alte Exemplare bei denen das Rosa stark verblasst ist, könnten schwierig werden.


    Alles in allem also eigentlich keine ultra-schwierigen Funde, was die Bestimmung angeht. Bei einigen hätte man's aber durchaus noch genauer machen können, mit mehr verfügbarer Zeit.


    LG,

    Schupfi

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