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Zitzen-Riesenschirmling, Macrolepiota mastoidea?

  • Hallo

    Ich sehe hier eher einen Acker-Riesenschirmpilz Macrolepiota excoriata mit Vorbehalt.

    ->Die Unterseite wäre auch noch hilfreich.....😉


    BG Andy

  • Hallo miteinander,


    Ich sehe hier eher einen Acker-Riesenschirmpilz Macrolepiota excoriata mit Vorbehalt.

    ->Die Unterseite wäre auch noch hilfreich.....😉

    der relativ kurze Stiel hat Dich wahrscheinlich zu der Annahme gebracht, Andy. Allerdings sollte er dann, wie Thys zeigt, keine Natterung aufweisen. Vor allem aber steht der Ring nach oben. Der sollte bei Ml. excoriata hängen. (laut Beschreibung im BLV.Führer). Was mich interessiert, Thys, könntest Du den Pilz sicher bestimmen, wenn Du ihn in der Hand hättest?


    LG, Diether

  • Hallo

    Realgar und thiodaheri

    In der Tat habe ich die Natterung zuwenig Beachtung geschenkt. Damit ist mein Tipp auch schon wieder Geschichte.

    Diether auf deine Frage ob man den FK in der Hand hält, es sich leichter bestimmen lässt? Ich denke für alle "Pilzkenner" ist es ein Vorteil, die Bilderkennung ist für mich viel schwieriger.

    Wenn ich einen Fund mache, erhalte ich immer noch Infos vom Habitat, dazu kommt der Geruch und Tastsinn. Am Schluss noch mit Feldlupe die Feinheiten analysieren.

    Das macht es einfacher aber ist kein Garant für eine 100% Bestimmungssicherheit.


    BG Andy

  • Hallo zusammen,

    zur Frage von Diether würde ich sagen: nur ziemlich sicher...denn es gibt noch sehr ähnliche Arten (vermutlich ist es ein Spezieskomplex), wie zB den sternschuppigen Riesenschirmpilz (M.konradii). Zu Macrolepiota mastoidea passen neben der auffälligen mamillenartigen Hutmitte auch die eher blasse Natterung und generell die eher kontrastarmen Farben. Zudem ist der doppelte Ring im Gegensatz zum Parasol weniger dick.
    Macrolepiota excoriata kenne ich übrigens nur "aus" den Büchern !

    Für mich als Makroskopiker ist die Mykologie halt oft keine ganz exakte Wissenschaft, zum Glück...

    Freundliche Grüsse

    Thys

  • Hallo alle,

    danke für die vielen Informationen (und für eure Geduld mit den blutigen Laien - das muss mal gesagt werden!). Ich gehe jetzt mal davon aus, dass die Gattung gesichert ist und die Art nur mit weiteren Details zu bestimmen ist, wenn überhaupt.

    Viele Grüße

    Karola

  • das "Kapitel Riesenschirmlinge" ist und bleibt schwierig. ...

    Hallo Karola,

    ...in der Tat. Allmählich traue ich aber ihren giftigen Unterarten immer weniger, denn sicher belegte Fälle ihrer Giftigkeit sind mir zu wacklig. Vermutlch sind bei solchen Schilderungen andere Giftpilze im Spiel oder persönliche Unverträglichkeiten.

    Gruß - Franz

  • Hallo,


    wer in die Riesenschirmlinge tiefer eintauchen möchte: (PDF) Über die komplizierte Gruppe der Safran- und Riesenschirmlinge: Die Gattungen Chlorophyllum und Macrolepiota

    Ich denke auch, dass das etwas aus dem Mastoidea-Aggregat sein könnte.

    LG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

  • Servus!

    das "Kapitel Riesenschirmlinge" ist und bleibt schwierig. ...

    Hallo Karola,

    ...in der Tat. Allmählich traue ich aber ihren giftigen Unterarten immer weniger, denn sicher belegte Fälle ihrer Giftigkeit sind mir zu wacklig. Vermutlch sind bei solchen Schilderungen andere Giftpilze im Spiel oder persönliche Unverträglichkeiten.

    Gruß - Franz

    Bei den Riesenschirmlingen (Macrolepiota) gibt es in Mitteleuropa keine giftigen oder giftverdächtigen Arten. Individuelle Unverträglichkeiten (die es bei allen Pilzen geben kann) außen vor, sind alle Vertreter der Gattung in vernünftigen Mengen bei vernünftiger Zubereitung (Garzeit) und als frische, nicht gammelige Exemplare bekömmlich.

    Bekannt giftige Arten gibt es dagegen bei den Schirmlingen (Lepiota, darunter auch amanitin-haltige Arten) sowie bei den Safranschirmlingen (Chlorophyllum). Bei den Safranschirmlingen gilt Chlorophyllum brunneum als giftig (gastrointestinale Symptome), sowie der in Warmhäusern - und eventuell auch adventiv im Freiland? - vorkommende Chlorophyllum molybdites.

    Bei Chlorophyllum brunneum sollte man davon ausgehen, daß unter dem Namen mehr als eine Art verborgen ist, wobei nicht bekannt ist, ob beide gleich giftig sind.

    Chlorophyllum rachodes (Keulenstieliger Garten-Safranschirmling) ist individuell oft unverträglich, kann auch als "verdächtig" bzw. "kritisch" eingestuft werden.

    Chlorophyllum olivieri (Olivbrauner Safranschirmling) ist genießbar, wird aber wohl auch nicht immer problemlos vertragen.

    Wenn man also Arten der Gattung Macrolepiota (Riesenschirmlinge im strengen Sinne; Stichwort: Stielnatterung!) zuverlässig von Arten der Gattungen Chlorophyllum, Lepiota usw. unterscheiden kann, muss man die genaue Art nicht unbedingt bestimmen können. Was halt auch wirklich knifflig ist, unter anderem auch wegen einigen ungelösten taxonomischen Fragen im Hintergrund. Aber so wissenschaftlich muss man sich das nicht machen, wenn es nur um die kulinarische verwertbarkeit geht.


    Der oben gezeigte Fund gehört meienr Ansicht nach schon in das Aggregat um den Zitzen-Riesenschirmling (MAcrolepiota mastoidea agg.).



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

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