Hallo, Besucher der Thread wurde 651 mal aufgerufen und enthält 15 Antworten

Wochenrückblick 36

  • Hallo zusammen

    Kleine Korrektur, es handelt sich um eine Tannennadel und nicht Fichtennadel -> danke für den Hinweis.

    BG Andy

  • Hallo Andy


    Ja danke für deine stets tollen und schön präsentierten Funde!👍


    Es scheint bis jetzt wirklich das Jahr der Flockis und Röhrlingen allgemein zu sein, massenhaft schönster Exemplare. Auch Täublinge verschiedenster Arten und Perlpilze überfluten förmlich die Wälder. Einzig die Pfifferlinge lassen sich erst spärlich erblicken. Es ist spannend (vor allem wenn man Vieles noch nicht kennt) und es gibt so vieles zu entdecken, wo immer man unterwegs ist.

    Beste Grüsse und ich freue mich auf deine Fortsetzungen😊

    Corinne

    ———————————————————————————————————————————————————————————————————————-------------

    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben. Zur Pilzbestimmung für

    Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

  • Salve!


    Tja - in manchen Regionen allerdings tut sich noch nichts bis abslout gar nichts.

    Kann aber noch kommen, immerhin hat es nun sogar hier ein wenig geregnet.


    Das Kraterellchen möchte glaub' ich lieber Craterellus sinuosus (= Pseudocraterellus undulatus = Krause Kraterelle) genannt werden.


    "Craterellus" cinereus ist der hier, mit deutlich ausgebildeten Leisten:


    Beide wachsen übrigens sehr gerne mal mit Herbsttrompeten zusammen.


    Die Seitlinge sind viel zu fett und dickfleischig für Lungenseitlinge, auch die kräftig striegelige Stielbasis und die kaum ausgeprägten bzw. wenn dann dicken Stiele sprechen eher dagegen. Wenn das tatsächlich ein Seitling wäre, dann wär's Pleurotus ostreatus (Austernseitling). Noch eher würde ich da aber ausgeblasste Laubholzknäuelinge (Panus conchatus) vermuten.


    Den Pechschwarzen Milchling (Lactarius picinus; Bergnadelwälder auf sauren Böden) kenne ich erheblich dunkler. Einer der Korallenmilchlinge wird's aber schon sein, nur gibt's da ja etliche Arten, die teils ganz schön scheuslich auseinanderzuhalten sind.

    Lactarius picinus aus dem Hochschwarzwald schaut so aus:



    Der dunkle, graubraune Stiel ist da auch wichtig.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Andy und Pablo,


    ja tatsächlich sieht man bei den vermeintlichen Lungenseitlingen einen deutlichen lila Schimmer auf der Hutoberseite. Und weiß sind die Pilze auch nicht.

    Das ist mir aber erst nach Pablos Hinweis aufgefallen.

    Ich könnte mir deshalb auch Panus concharus hier gut vorstellen.

    Der wächst gerade hier auch hie und da...


    LG, Martin

  • .. ansonsten lauter tolle Pilze, die du da zeigst, und von denen ich fast alle noch nicht gefunden habe.


    Glückwunsch zum Wetterumschwung!

    Bei mir in BW dauert die Ödnis noch an, aber ich denke, es wird noch - es trôpfelt schon mal dann und wann.


    LG, Martin

  • Hallo Martin

    Entgegen vielen Aussagen, dass diese Jahr wohl eher zum vergessen ist. Gibt die Natur nun alles her...... Auf jeden Fall hier bei uns in der Schweiz.

    Ich hoffe bei euch geht es auch bald los...

    BG Andy

  • Hallo Pablo

    Danke für deine Meinung.

    ->Cantharellus cinereus hat einen hohlen Stiel.

    ->Pseudocraterellus undulatus hat einen vollen Stiel.

    Hier bei meinem Fund waren alle durchbohrt und somit hohl. Da bleibe ich dabei...,😉


    Der Seitling konnte ich anfangs auch nicht recht einordnen -> Panus conchatus sollte ich eigentlich kennen aber ja das kann ich nicht ausschliessen.


    Der Lactarius picinus habe ich auf 1800müm gefunden in einem typischen Habitat im dem dieser vorkommen kann (Nadelwald, Pinus, Picea). Die Farben waren etwas verwaschen durch den Regen, aber Hut und Stiel hatten dieselben Farbe.

    Folgende habe ich nicht in die engere Wahl genommen:

    -Lactarius fuliginosus -> vorkommen im Laubwald.

    -Lactarius azonites -> Milch verfärbt sich Lachsrosa.

    Lactarius lignyotus -> Übergang Stiel-Lamellen mit den typischen Rillen.

    Es gibt bestimmt noch weitere, aber ich bin mir da auch ziemlich sicher.

    BG Andy

  • Hallo,


    auch wenn er etwas heller ist bin ich der Meinung, dass der Milchling schon der Pechschwarze Lactarius picinus ist.


    Mit der Ökologie kommt eigentlich nur noch der Mohrenkopf in Frage, der ja ganz anders aussieht. Die restlichen Korallenmilchlinge sind Arten des Laubwaldes. Falls da doch ein Laubbaum war, müsste man die Sporen mikroskopieren.


    CH-Andy Das Argument verstehe ich aber nicht.
    -Lactarius azonites -> Milch verfärbt sich Lachsrosa


    LG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

  • Hallo Thiemo

    Rauchgrauer Milchling Lactarius azonites

    Die Milch in Verbindung mit dem Fleisch korallenrosa fleckend. Somit nicht die Milch welche sich verändert sondern das Fleisch bzw. Lamellen -> so verstehe ich das. BG Andy

  • Hallo, Andy!

    ->Pseudocraterellus undulatus hat einen vollen Stiel.

    Hoppla, wie kommt es zu diesem Mißverständnis?
    Denn die Krausen Kraterellen haben doch in den allermeisten Fällen auch einen hohlen Stiel.
    Das steht zwar nicht überall explizit drin, aber "voll" sind die in der Regel wirklich nicht. Allerdings sind die ja oft so dünnfleischig und dünnstielig, daß das schwer erkennbar ist. Manchmal findet man aber auch Fruchtkörper, wo der Hut tatsächlich durchbohrt ist in der Mitte, bzw. sich der Trichter der Hutoberfläche in den hohlen Stiel hinein verlängert.



    LG, Pablo.

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  • Hallo Andy,

    Die Milch in Verbindung mit dem Fleisch korallenrosa fleckend. Somit nicht die Milch welche sich verändert sondern das Fleisch bzw. Lamellen

    Ah OK, jetzt weis ich was du gemeint hast. Meines Wissens nach ist es jedoch die Milch welche sich verfärbt. Wenn diese nach ihrem Austritt auf den Lamellen eintrocknet sieht es so aus als würde sich das Fleisch selbst verfärben.


    Man kann eigentlich nur einen Korallenmilchling anhand der Verfärbung erkennen und das ist der Rosaanlaufende Milchling Lactarius acris. Hier ist entscheided, dass sich die Milch in Sekunden und auch ohne Kontakt zum Fleisch (also abgetropft) intensiv rosa färbt.

    Die anderen (L.azonites, fuliginosus, romagnesii, ruginosus, pterosporus, picinus, lignyotus) machen das alle mehr oder weniger schnell und nur in Kontakt mit dem Fruchtkörper. Das kann beim Langsamsten (Mohrenkopf) bis zu eine halbe Stunde dauern. Bei Lactarius azonites Rauchfarbener Milchling soll es etwas schneller als beim Rest gehen aber ob man den mit der Stopuhr bestimmt bekommt?:S

    LG Thiemo

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  • Hallo Pablo, ich habe hier wohl bei jenen Autoren nachgelesen -> die den deutschen Name Vollstieliger Leistling für ->Pseudocraterellus undulatus gebrauchen.

    Nun habe ich noch in weiteren Literaturen nachgeschaut und da steht dann wieder Hohl.... Somit Status Quo 😉

    Die Verwirrung ist somit perfekt, nein Spass bei Seite ich selber habe deinen Vorschlag noch nie in der Hand gehalten, somit kann ich das auch nicht beurteilen. Rein vom Habitus her, scheint mir deine Wahl mit dem gewellten Hutränder nicht passend, aber ich werde nochmals hingehen und vielleicht finde ich sie auch wieder -> weil es ist ein Zufallsfund, sind ja äusserst gut getarnt.

    BG Andy

  • Hallo, Andy!


    Die Tarnung ist wirklich nahezu perfekt!

    Selbst die herbsttrompeten sind ja mitunter schwer zu entdecken, und die meisten Funde sowohl von Krausen Kraterellen als auch von Grauen Leistlingen waren auch bei mir reine Zufallsfunde - beim Einsammeln oder Fotografieren von herbsttrompeten.



    LG, Pablo.

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