Riesenschirmlinge in Italien

Es gibt 11 Antworten in diesem Thema, welches 516 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (2. November 2023 um 15:25) ist von Schupfnudel.

  • Hi zusammen, auf der Suche nach Procini in der Toskana (noch viel zu trocken leider) bin ich Wald mit jungen Eichen und Bäumen die ich nicht kenne auf Parasole gestoßen.

    Die drei oben kann ich nicht eindeutig bestimmen, weil sie einfach etwas anders aussehen. Könnten von der Hutform vielleicht Zitzenschirmlinge sein? Die oberen werd ich auch nicht essen da ich sie nicht 100% bestimmen kann und der linke mir auch zu alt ist. Obwohl auch diese drei nen verschiebbaren Ring haben. Die Natterung isr schwächer und „einfarbiger“ ausgebrägt. Der mittlere rötet meiner Meinung nach (Safranschirmling doch eigentlich ohne Natterung?) leicht, die anderen beiden links und rechts eher ins gräuliche an der aufgekratzen Stelle (da wo das Messer ist). Kann man daraus Rückschlüsse ziehen?

    Die unteren mit verschiebbarem Ring und dieser klar ausgeprägten Natterung und dem geschuppten Hüten, sowie der Größe sind auch eurer Meinung nach ohne Restzweifel Parasole nehm ich an. Nicht dass es in Italien da nochmal weitere Sorten gibt..

    Danke!123pilze.de/000Forum/index.php?attachment/129665/

    123pilze.de/000Forum/index.php?attachment/129666/

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    123pilze.de/000Forum/index.php?attachment/129668/

  • Ich selbst würde im Ausland ohne die Hilfe eines lokalen Pilzkenners keine Speisepilze verzehren. Klar, es heißt bei uns verschiebbarer Ring und rötet nicht = essbar, aber gilt das auch in Italien? Das wäre mir zu unsicher.

    Alle meine Aussagen in diesem Forum sind nur als Bestimmungshilfen und keinesfalls als Verzehrfreigabe zu verstehen.

  • Hallo MisterX,

    warum soll in Italien nicht ein Riesenschirmpilz vorkommen, der bei uns vorkommt, wenn dieser die gleichen Merkmale hat.?

    Viele Grüße

    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock


    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Hallo MisterX,

    warum soll in Italien nicht ein Riesenschirmpilz vorkommen, der bei uns vorkommt, wenn dieser die gleichen Merkmale hat.?

    Das ist sicher denkbar oder sogar wahrscheinlich. Mir wäre es nur grundsätzlich zu riskant im Ausland selbst auf Pilzjagt zu gehen. Ich bin halt sehr vorsichtig. Das kann aber jede Person handhaben wie sie es für richtig hält.

    Alle meine Aussagen in diesem Forum sind nur als Bestimmungshilfen und keinesfalls als Verzehrfreigabe zu verstehen.

  • Hallo zusammen,

    Die Pilze mit dem Messer im Bild würde mich auch sehr interessieren, hab diese bei uns in Österreich auch schon öfters gesehen, ließ sie aber immer stehen, da ich da einen Parasol immer ausschloss (zu geringer Hut Durchmesser und zu wenig bis keine Natterung, ebenfalls ein ganz leichtes röten - aber nicht so deutlich wie beim Safranschirmling).

    Nun bin ich aber neugierig geworden :wink:

    Vielleicht hilft ja einer der Experten, anstelle darüber zu diskutieren wo im Ausland man Pilze sammelt oder nicht :P

  • Hallo MisterX,

    zu sehen sind nur 2 Bilder und dadurch ist eine genauere Antwort nicht möglich.

    Viele Grüße

    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock


    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Hi Zusammen, ich denke dass es normale Parasole sind, der Buckel auf dem Hut (im einten Bild) ragt ja nicht überdurchschnittlich raus. Gruss Martin

  • Hallo zusammen,

    der Hinweis, im Mittelmeerraum gefundene Riesenschirmpilze besser nicht zu essen, trifft durchaus zu. Dort gibt es magen-darm-giftige Riesenschirmlinge, z. B. Chlorophyllum molybdites, oder riesenschirmlingsartig aussehende Leucoagaricus, z. B. Leucoagaricus nympharum. Seine Bestimmungsübungen darf man ja damit durchaus machen, aber halt keine kulinarischen Experimente.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Hallo Stephan

    Dort gibt es magen-darm-giftige Riesenschirmlinge, z. B. Chlorophyllum molybdites, oder riesenschirmlingsartig aussehende Leucoagaricus, z. B. Leucoagaricus nympharum. Seine Bestimmungsübungen darf man ja damit durchaus machen, aber halt keine kulinarischen Experimente.

    Ich stimme dir durchaus zu, jedoch frage ich mich, ob es bei solchen Pilzen im Mittelmeerraum auch giftige Arten mit Stielnatterung gibt. Ich vermute mal nicht, oder? Die gezeigten Pilze oben haben ja, soweit ich sehe, alle zumindest eine leichte Stielnatterung und die von dir genannten (C. molybdites, L. nympharum) haben keine Stielnatterung. Essen würde ich aber natürlich gerade im Ausland nur das, was ich absolut sicher bestimmen kann oder ich würde sie wenn möglich zur Kontrolle bringen.

    LG

    Benjamin

    Mit meinen Beiträgen gebe ich lediglich meine persönliche Einschätzung/Meinung ab. Sie sind nur als Vorschläge zu werten und es gibt damit insbesondere keine Verzehrsfreigaben meinerseits. Eine sichere Bestimmung sowie Verzehrsfreigabe kann nur der Pilzkontrolleur bzw. Pilzsachverständige vor Ort geben.

  • Hallo zusammen,

    Habe gelesen, dass der Zitzenschirmling etwas dünner ist und ne weniger ausgeprägte Natterung. Das könnte passen find ich

    jene Exemplare im letzten Bilderbeitrag halte ich auch für Zitzenschirmlinge (Macrolepiota mastoidea).

    Hi Zusammen, ich denke dass es normale Parasole sind, der Buckel auf dem Hut (im einten Bild) ragt ja nicht überdurchschnittlich raus. Gruss Martin

    die Exemplare im letzten Bildbeitrag sind meines Erachtens keine normalen Parasole (Macrolepiota procera), die Art der Hutbeschuppung passt für einen Parasol nicht und der Hutbuckel hebt sich meiner Ansicht nach schon einigermaßen ab.

    der Hinweis, im Mittelmeerraum gefundene Riesenschirmpilze besser nicht zu essen, trifft durchaus zu. Dort gibt es magen-darm-giftige Riesenschirmlinge, z. B. Chlorophyllum molybdites....

    das stimmt so nicht ganz und stiftet meines Erachtens etwas Verwirrung, denn der giftige Grünsporschirmling (Chlorophyllum molybdites) gehört ja nicht zur Gattung der Riesenschirmlinge (Macrolepiota), obwohl er den Riesenschirmlingen im Aussehen ähnelt, sondern eben zur Gattung der Safranschirmlinge (Chlorophyllum), die auch giftige Arten beinhaltet.

    Die in Europa vorkommenden und tatsächlich der Gattung Macrolepiota zugehörigen Riesenschirmlingsarten gelten jedoch grundsätzlich alle als essbar.

    VG Sepp

    Eine Verzehrsfreigabe gibt es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort

  • Hi.

    Yup, wer eindeutig genatterte Riesenschirmlinge sammelt, der erwischt zumindest keinen giftigen und verpasst lediglich den ein oder anderen ungenatterten Riesenschirmling für seine Mahlzeit. Man muss den Pilz halt als Macrolepiota erkennen und ggf. noch wissen, dass z.B. auch Trockenschäden am Stiel mal eine Natterung nachahmen können.

    LG.

    Keine Verzehrfreigaben meinerseits.