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Wilde Nutzpflanzen

  • Lieber Diether,


    danke für deine Erläuterungen! Du denkst also, dass es die Teufelskrallen sind, die der Mann geerntet hat? Spannende Idee! Wahrscheinlich müsste man herausfinden, aus welcher Gegend das Märchen stammt, und für was dort der Ausdruck gebräuchlich war. Ich kenne Rapunzel auch für Feldsalat (bin in Hessen aufgewachsen).


    Und da du Rapunzel zitierst, noch eine OT-Frage: Wusstest du, dass Rapunzel schwanger war und Zwillinge geboren hatte? Obwohl ich als Kind die Märchen fast auswendig konnte, war mir das nie aufgefallen. Das hatte eine befreundete Deutschlehrerin mir dann mal erzählt, und ich konnte es kaum glauben und habe in meinem alten Märchenbuch nachgeschlagen - tatsächlich, da stand es.


    Ein schönes Pfingstwochenende weiterhin

    Sabine

  • Liebe Sabine,


    tatsächlich ist das mit den Zwillingen auch bei mir nicht hängen geblieben. Ich weiß nicht ob man die Herkunft der Märchen kennt. Zu der Arbeit der Brüder ist bestimmt viel geforscht worden. Villeicht kann man es rausfinden. Die Geschichte mit dem Gemüse klauenden König ist allerdings so skuril, dass auch das Rapunzel-Gemüse Teil des satierischen Verständnisses von damals sein könnte.


    Sorry, ich glaube jetzt entfernen wir uns tatsächlich etwas weit vom Thema dieses Forums.


    Ich wünsche auch noch einen schönen Pfingstmontag, nächste Woche vor allen Regen, damit endlich wieder Pilze wachsen,


    Diether

  • Hallo,


    entschuldigt die späte Antwort, bin zur Zeit nur unterwegs und eher wenig online.

    -die Schnur gibt es nicht zu kaufen, die muss man leider selbst machen ;-)

    -Robinien sind wohl für die Bodenqualität ziemlich schlecht, Pablo hat dazu mal eine interessanten Beitrag geschrieben

    -Zu den verwendbaren Wurzeln schreibe ich noch etwas, ich muss aber erst die zugehörigen Bilder suchen (ohne ist es etwas trocken)


    Viele Grüße

    Thomas

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

  • Hallo zusammen,

    dann möchte ich hier mal wieder für Belebung sorgen und euch die Schafgarbe vorstellen, die ihr aber sicher alle kennt. Sie ist, seit jeher ein Heil- und Nutzpflanze mit vielen guten Eigenschaften. Ob ihre Eigenschafte jedoch wissenschaftlich anerkannt sind, muss ich noch ergründen!

    LG Rigo

  • Ich habe noch Bilder vom meldepflichtigen Riesen Bärenklau von 2008,

    schon eine beeindruckende Pflanze wenn man davor steht, vor allem wenn man die Aufgabe

    haben sollte diese zu entfernen/vernichten.

    Der ganze Hubschrauberlandeplatz (Eingangsschild) war voll damit, aber nur am Rand.

    Das war bei Oberstdorf, ich habe in der Gegend Gemeindemitarbeiter am Arbeiten gesehen und

    habe sie darauf angesprochen, den Platz kannten sie, was weiter passiert ist weiß ich nicht.


    Grüße

    Porli


    PS: An dem Tag hatte die CyberShot irgendwie Probleme mit der Schärfe__oder meine Einstellungen waren das Problem








  • Hallo,


    hier jetzt mal eine weitere Anwendung von Pflanzen. Ein Kerzenfilter zur Trinkwassergewinnung (aus vorgefiltertem Rohwasser) hergestellt aus einem Kieferast, abgedichtet mit Kiefernharz und eingebunden mit einer Robinienbastschnur. Für die Plastiktüte habe ich leider noch keine pflanzliche Alternative gefunden.





    Viele Grüße

    Thomas

    PS: Die Bilder vom Einsatz des Grabstocks sind leider verschollen, ich mache aber neue.

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

  • Hallo Thomas,

    nicht schlecht, tolle Idee. Man kann ja auch so einen Wassersack benutzen, den man an einen Ast hängen und immer wieder verwenden kann. Aber ein paar Fragen gäb es noch:

    Kann man frisches, wie trockenes Holz verwenden?

    Wie lange dauert es, bis die Tasse voll ist?

    Und wie muss vorgefiltert werden, Papierfilter, Kohlefilter oder was?


    LG, Diether

  • Hallo,


    zum Vorfiltern:

    Da es eine Notfallmethode ist letztlich alles was hilft bzw. verfügbar ist um möglichst viele grobe Stoffe abzusondern damit der Feinfilter nicht zu schnell verstopft (Baumwohltuch, Tüte mit feinem Pflanzenmaterial, reine Sandschicht…).


    Aktuell habe ich folgenden Aufbau verwendet (wobei das alleine auch schon ein vollständiger Filter zur Keimreduktion ist): Von unten nach oben:

    Selbstgemachte Buchenholzkohle, Sand, Sandkiesmischung (normal unterschiedliche Kiesschichten, aber die habe ich an dem Tag nicht gefunden) , Stroh (als Vorfilter in Verbindung mit der Trennsicht). Alle Schichten unter einander abgetrennt mit Schilfsamen:


    Schritt 1: Sedimentieren und Dekantieren



    Rohwasser (Bodensatz aus einer Regenwassertonne, verschmutzt mit Staub und Algen:


    Nach dem dekantieren (links, rechts der abgeschiedene Anteil):


    Nach dem Filtern (links nur dekandiert, rechts gefiltert):


    Diese Wasser ließ sich schon problemlos trinken. Wäre es aus einer stärker verschmutzten Quelle würde ich aber sicherheitshalber noch den Kerzenfilter verwenden (als Notfallmethode, in der Praxis verwende ich kommerzielle Wasserfilter). Auf dem Foto habe ich ehrlich gesagt Leitungswasser verwendet, da ich an dem Tag kein Schutzwasser mehr zur Verfügung hatte.


    Zum frisch oder trocken:

    Ich habe einen frischen Ast verwendet, ein trockener sollte aber genauso gehen (aktuell trocknet die Filterkerze). Wichtig dabei ist, es darf keine Risse (Beipass) geben.


    Zur Dauer:

    Über Nacht war die Tasse voll, genauer weiß ich es noch nicht (bei frischem Holz und einer geringen Wassermenge – also niedrigem Druck). Auf alle Fälle ist es ein langsames Verfahren. Laubholz sollte schneller gehen, hat aber eine etwas schlechtere Filterwirkung (beides bedingt durch den größeren Querschnitt der Leitbündel). Das werde ich die nächsten Tage noch testen. Generell sind natürlich giftfreie Holzarten zu verwenden. Ich werde noch weiter testen.



    Disclaimer:

    Dies sind Notfallmethoden zur Keimreduktion, daher nicht zum nachmachen empfohlen (eine wichtiger Schritt im Vorfeld ist u.a. die Bewertung des Rohwasser, insbesondere chemische Verunreinigungen können mit den oben genannten Methode nicht entfernt werden). Auch im Notfall ist ein kommerzieller Filter den improvisieren Methoden vorzuziehen!

    Wer ich tiefergehend damit beschäftigen will sollte sich folgendes Buch besorgen:

    Trinkwasserversorgung in Extremsituationen von Joe Vogel.

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

  • Hallo Thomas,

    toll, danke für die ausführliche Beschreibung. Klar ist das für den Notfall, aber doch gut zu wissen. Gewässer mit der Gefahr von chemischer Verschmutzung, wenn es z.B. Lanndwirtschaft im Vorlauf gibt, sollte man wohl ganz meiden. Jedenfalls, klasse, dass Du Dir so viel Mühe gemacht hast es uns so ausführlich zu beschreiben.


    LG, Diether

  • Wilde Nutzpflanzen und sein Getier


    Mein Fahrzeug steht neben einer Hainbuche und ist ständig vollgetropft mit Honigtau.

    Da der Baum selbst nicht tropft, sondern scheinbar die Blattläuse dafür verantwortlich sind,

    bin ich der Sache mal auf den Grund gegangen.

    Das Bild zeigt auf dem Hainbuchenblatt schon ein großes Exemplar von den Blattläusen. Gerade

    mal ein guter mm lang.

    Den Freund wollte ich mir dann mal unter dem Mikroskop anschauen. Ich konnte sie leider nicht

    überreden, sich mal auf die Seite zu legen. Vielleicht kennt jemand die Gattung/Art


    Danke

    Porli









    NACHTRAG


    Ich habe wohl noch eine beflügelte Blattlaus gefunden, aber größer ist die trotzdem nicht


  • Hallo,


    hier jetzt mal eine Nutzpflanze die man mit dem Grabstock ausgraben kann um an die nährstoffreichen Wurzeln zu kommen. Bevorzugt gräbt man sie im Herbst / Winter aus.

    Ich habe nur eine der kleineren herausgezogen (da ich den Grabstock nicht dabei hatte, es ging aber da der Boden sehr nass war)


    Die Große Klette:

    Bilder kommen später, die Forensoftware spinnt


    Viele Grüße

    Thomas

    PS: Die große Klette ist zwar sehr häufig, nichtsdestotrotz sollte man aber natürlich nur soviel ausgraben wie man verzehrt (und in nicht Notzeiten auch da zurückhaltend sein).

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