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Wilde Nutzpflanzen

  • Hallo,



    hiermit starte ich mal eine Thread zum Thema „wilde Nutzpflanzen“, darunter fallen für mich Pflanzen die einer der unten Kategorien passen (mein Hintergrund sind hier Survival Anwendungen). Das sind von mir gewählte, grobe Kategorien die naturgemäß Überschneidungen haben, die sich aber für mich bewährt haben:



    Nahrungspflanzen (d.h. Pflanzen mit „relevantem“ Energiegehalt)


    Heilpflanzen (Pflanzen mit Heilwirkung, mit maximal geringer Giftigkeit)


    Giftpflanzen (darunter auch Heilpflanzen die zu giftig sind um sie ohne Aufbereitung, Analyse einsetzen zu können z.B. Fingerhut)


    Salatpflanzen (geringer Energiegehalt, aber trotzdem lecker und gesund)


    Gewürzpflanzen (alles was in kleiner Menge zum Würzen verwendet werden kann, z.B. Beifuß)


    Allgemeine Nutzung – der Lumpensammler für alles was sonst einen praktischen Nutzen hat (z.B. als Reinigungsmittel, zum Schärfen, als Baumaterial, etc…)



    Am wenigstens habe ich mich dabei mit Gewürzpflanzen auseinander gesetzt. Nicht zuletzt weil darunter viele der recht schwierig zu bestimmenden Doldenblüter sind.



    Die Idee ist, dass man hier einfach Pflanzen postet die man selbst gerne verwendet und gleichzeitig bei Unsicherheit Pflanzen einstellen kann und von anderen Hilfe zur Selbsthilfe erhält.


    Ich würde mich freuen, wenn hier ein reger Austausch stattfindet.


    Viele Grüße

    Thomas

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

  • Hi Thomas!


    danke fürs Anlegen! Dann lass uns mal Wissenswertes zusammentragen!


    Liebe Grüße!

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • Hallo Zusammen

    Eine sehr gute Idee, es gibt soviel gesundes draußen in der Natur. Wenn ich nicht so Angst hätte vom Fuchsbandwurm, würde ich viel intensiver danach ausschau halten.


    Ich fange mal mit etwas einfaches an, mit dem Bärlauch ich denke denn kennt jeder. Es gibt jedoch giftige Verwechslungspartner und deshalb ist Vorsicht geboten.

    Bärlauch erkennen und von giftigen Doppelgängern unterscheiden


    Ich mache immer den durchbiegungstest von jeden einzelnen Blatt, wenn es knackt dann ist es Bärlauch.

    Ausserdem der Geruchstest und die feine Längsfaserung auch ein Typisches Merkmal.


    Bärlauch



    Was mache ich damit?

    -Barlauchpesto

    Bärlauchpesto selber machen – Rezept für das gesunde Knoblaucharoma im Glas


    -Bärlauchpulver zum würzen

    selbstgemachtes Bärlauchpulver, schmeckt lecker nach Knoblauch


    -Bärlauchbutter für Grillade

    Bärlauchbutter von sabine0508 | Chefkoch


    -Bärlauchknospen einlegen in Essig [die Knospen müssen zu sein]

    Bärlauchkapern Rezept | Küchengötter


    Oder einfach einfrieren und bei Bedarf für Suppe verwenden.


    Es gibt Tonnenweise bei uns im Auenland und das erst noch Gratis und lecker.


    Bin gespannt auf weiter Naturköstlichkeiten.

    LG Andy

  • Hallo Andy!


    danke für Deinen ersten Beitrag! :thumbup::thumbup::thumbup:

    Als Ergänzung zur sicheren Unterscheidung sei auf die Stengel hingewiesen:


    beim Bärlauch hat jedes Blatt einen eigenen dünnen Stängel.
    Beim Maiglöckchen entspringen 2-maximal 3 Blätter einer gemeinsamen Blattscheide, die als ein dicker umhüllter Stengel erscheint. Das ist wichtig, da die Geruchsprobe nach dem 10 Blatt schon nicht mehr gut funktioniert, da die Finger schon nach Bärlauch riechen.

    Dieses Merkmal ist davon unabhängig.


    liebe Grüße!

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • Hallo,


    für mich das wichtigste beim Bärlauch ist der Stängelquerschnitt:


    Zum kennenlernen ist jetzt auch eine optimale Zeit der er blüht schon (und die Maiglöckchen auch) was einen Bestimmung nochmal deutlich erleichert (generell ist es oft am einfachsten eine neue Art zur Zeit ihrer Blüte erstmals zu bestimmen/studieren):




    Generell ist für mich aber Bärlauch eine Pflanze bei der ich Anfängern zur Vorsicht raten würde. Es gibt vieles, dass am Anfang leichter zu bestimmen ist und weniger (gefährliches) Verwechselungspotential hat.


    Viele Grüße

    Thomas

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

  • So, hier mal eine Heilpflanze die ich aktuell sammele um sie zu trocknen. Ich setzte sie frisch wie auch getrocknet bei entzündlichen Krankheiten im Hals-Rachenbereich ein. Der Griechenden Günsel (leider habe ich gerade keine Detailaufnahmen, kann ich aber gerne nachliefern):



    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

  • Hallo Thomas,


    ich finde deine Idee grundsätzlich gut und für viele sehr interessant. Ich möchte aber freundlich darauf verweisen, dass wir ein Pilzforum sind. Hier würden natürlich alle Pflanzen passen, die z.B. von Rostpilzen und anderen Arten befallen werden.

    Deine Thematik würde doch besser in einem Pflanzenforum aufgehoben sein und da gibt es ja auch viele im Netz.

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Oh...Veronika,

    das finde ich aber schade, dass du dieser Meinung bist. Gerade in der Pilzarmen Zeit könnte das Forum doch an Belebung gewinnen wenn ein weiteres Interessensgebiet hinzukommt! Und wir fotografieren ja gerne und hätten somit neue Modelle. Ich finde die Idee gut...

    LG Rigo

  • Hallo zusammen,


    mir will nicht einleuchten warum wir uns hier nicht auch über Pflanzen austauschen können. Allerdings wäre ich dafür, dass das Thema der Ordnung und Übersicht halber nach "Stammtisch - Off Topic" verschoben wird.


    Wenn ich nicht so Angst hätte vom Fuchsbandwurm, würde ich viel intensiver danach ausschau halten.

    Wie auch bei den Pilzen gilt: Das Risiko ist praktisch nicht existent Es gibt keine belegten Fälle des Infektionsweges. Außerdem kommen Füchse ebenso in Gärten (selbst in der Stadt!). Input: Gefahr durch Fuchsbandwurm? / DGfM


    Zum Thema.

    Mir schwirren viele mögliche Posting-Kandidaten im Kopf, aber ich möchte (da Bärlauch bereits vergeben ist:P) Folgende in's Feld führen:


    - Ein Kreuzblütler und damit verwandt mit Meerrettich, Senf, und Co - Die Knoblauchsrauke



    Kürzlich das erste Mal probiert und für lecker befunden. Schwächer, man könnte auch sagen weniger aufdringlich, als der Bärlauch.



    - Auch als Gewürzpflanze und v.a. für Bowle beliebt: Der Waldmeister



    Die Konzentration der enthaltenen Cumarin-Glykoside steigen im Laufe der Vegetationsperiode an, daher die Empfehlung die Pflanze vor der Blüte zu verwenden. In größere Menge können Befindlichkeitsstörungen wie Kopfschmerzen auftreten. Bei Dauerkonsum ernstere Probleme (Leberschäden etc.).



    - Und eine Arzneipflanze: Die Schlüsselblume



    Verwendet werden die ganzen Blüten (mit Kelch) oder die Wurzel. Sie dienen aufgrund ihrer expektorierender (schleimlösender) und sekretolytischer (dünnflüssig machender) Wirkung als wirkungsvoller Schleimlöser der unteren Atemwege. Häufigste Nebenwirkung sind Magenschmerzen.

    Allgemein noch ein Wort zu den "Heilpflanzen". Zu trennen sind hier Pflanzen mit wissenschaftlich bewiesener Wirkung und traditionell angewendete Heilpflanzen. Um hier die "Spreu vom Weizen" zu trennen sollte ein Blick auf die unabhängig erstellten Kommision E Monographien erfolgen. -> Liste der Monographien der E-Kommission (Phyto-Therapie)
    Viele Heilpflanzen sind zwar unschädlich aber leider auch ohne belegte Wirkung.


    LG Thiemo

  • Morsche,


    Erstmal vielen Dank für die regen Beteiligung.


    Ich verstehe den Einwand von Veronika, aber:

    • Es gibt hier ja z.B. extra einen Bereich für Ausflüge in der Natur (d.h. allgemeine Naturthemen sind hier durchaus auch erwünsscht – eventuell habe ich den Thread aber falsch platziert)
    • Aufhänger den Thread zu starten war ein allgemeines Interesse an der Thematik durch ein Mitglied (in einen anderen Thread) und der Umstand das der Vorschlag sich zu diesem Thema hier auszutauschen Interesse fand
    • In ein andere Forum auswandern möchte ich nicht, da mir hier viele ans Herz gewachsen sind und mir dafür auch die Zeit fehlt
    • Ich vermute in einem Pflanzenforum würde ein solcher, „wir tauschen uns mal auf eher Einsteigerniveau (was ganz gezielt gewünscht ist) und allgemein über verwendbare Pflanzen aus“ eher unterwünscht

    Zum Kriechenden Günsel: Ich kaue im Falle des Falles einfach die Pflanze länger im Mund und spucke sie dann aus. Ich vermute der starke Gerbstoffgehalt ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass Symptome wie leichte Halsschmerzen unmittelbar verbessert werden.


    Die Wichtigkeit zwischen traditionellen Heilkräutern und medizinischen belegten „Heilpflanzen“ zu unterscheiden sehe ich ebenfalls. Wie schwierig dies ist, hat meine bisherige Literaturstudie (u.a. Rationale Phytotherapie, Springer Verlag) schon ergeben. Wer hierzu mehr hat (DANKE für den Link) immer her damit.


    Vorzugsweise halte ich mich an Pflanzen deren Wirkung durch die moderne Medizin belegt ist, ich würde aber im Fall der Fälle auch auf „traditionell“ verwendete Pflanzen zurückgreifen deren Wirksamkeit (u.U. noch) nicht durch die moderne Wissenschaft bewiesen wurde.

    Gerade bei leichten (!) Erkältungssymptomen habe ich selbst auch schon viele mit diesen experimentiert. Der Kriechende Günsel funktionierte (lindert die Symptome) bei mir (und anderen) sehr gut, wohingegen bei mir Tee aus Gundermann keinerlei Erfolge zeigte. Mir ist aber bewusst, dass solche eigenen Erfahrungen wenig Beweiskraft besitzen (hat wirklich die Pflanze etwas bewirkt, war es eher der Glaube (Placebo Effekt) oder wäre der Verlauf der Genesung auch ohne die „Medizin“ identisch gewesen).


    Um es deutlich zu sagen: Bei ernsten Erkrankungen würde ich (bei Verfügbarkeit) immer auf moderne Therapieansätze (inkl. Medikamente), möglichst vom Arzt verordnet, zurückgreifen.

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

  • Also ich fände es toll, hier auch ein wenig besser Kräuter kennen zu lernen. Aber eben, nur etwas grundlagen, für mehr gibt es dann andere Foren.

    Aber es wäre evtl noch Sache des admin levels, hier einen Raum zu schaffen. Denn ein einziger thread ist da auch unübersichtlich denk ich.

    Man sollte dann aber auch knackige Infos bekommen, wie man grundsätzlich eine Art erkennt, wie zb beim bärlauch oben. Sonst bringt es dem Laien nicht viel.


    Lg jens

  • Hallo Jens,


    meine Intention war weniger Steckbriefe zu erstellen (da es da schon recht viel gute gibt, in Büchern wie im Internet) und stattdessen eher vorzustellen, was der einzelne so verwendet und wie als Anregung selbst danach auf die Suche zu gehen. Gleichzeitig dann auch die Chance zu geben eigene Bestimmung noch mal von anderen überprüfen zu lassen und ggf. auf wichtige Details hinzuweisen (wie z.B. den Querschnitt beim Bärlauch).

    Alles eher so in Form eines Streams.

    Aber ich bin für alles offen ;-)


    Viele Grüße

    Thomas

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

  • Nabend!

    Heute 6 km Wanderung gemacht aber keine Pilze gefunden :(

    Aber die Knoblauch-Rauke gefunden, hoffe ich?!

    Zu Hause dann im Garten auch den Kriechenden Günzel und direkt daneben, schon wieder, die Knoblauchrauke und der Guntermann. :)

    Ich hoffe, es stimmt alles!

    LG Rigo

  • Hallo zusammen,


    was für eine schöne Idee! Spontan fällt mir Folgendes ein:


    Häufig benutze ich Spitzwegerich oder Breitwegerich zum Behandeln aller möglichen Stiche, meistens von Brennnesseln (praktischerweise steht meistens einer der Wegeriche gleich in der Nähe, wenn ich mich verbrenne...).


    Weidenrinde habe ich (bei einem Überlebenstraining-Camp :D) schon mal erfolgreich gegen Kopfweh eingesetzt.


    Zum Bärlauch: Ich mache auch schon seit Jahren immer Bärlauchkapern/Bärlauchsalz/getrockneten Bärlauch/Bärlauchpesto, aber was ich dieses Jahr zum ersten Mal gemacht habe: Frittierten Bärlauch. Dafür habe ich mundgerechte Bärlauchstücke in relativ viel sehr heißes Öl gegeben, vor dem Schwarzwerden wieder rausgefischt, auf Küchenkrepp abtropfen lassen, gesalzen und oben auf den Salat gegeben. Boah, war das lecker :)


    Beste Grüße

    Sabine

  • Morsche,



    Die Knoblauchrauke und den Kriechenden Günsel bestätige ich Dir (die üblichen Einschränkungen wie bei Pilzen gibt es hier zwar auch, aber hier gibt es keine vernünftigen Gründen daran zu zweifeln).

    Den Guntermann kennst Du ja eh schon, dass war die erste Pflanze die ich bei Erkältungen ausprobiert hatte.


    Knoblauchrauke und Guntermann wächst bei mir auch reichlich im "Rasen".


    Bzgl. Weidenrinde / Salicylsäure: Das ist eine der besonders interessanten Anwendungen aus meiner Perspektive. Salicylsäure kommt außerdem auch im Mädesüß vor.


    Ich hoffe ich kann heute Abend auch noch ein paar Bilder posten.


    Viele Grüße

    Thomas

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

  • Hallo Jens


    Das sieht mir mehr nach Günsel aus.

    Gundermann ist das nicht. Kannst ja mal vergleichen, ein Stück weiter oben im Thread. In Rigos erstem Bild nach der Knoblauchsrauke, das ist der Kriechende Günsel. In seinem nächsten Bild zeigt er Gundermann.


    LG Matthias

  • Hallo, auch wenn ich bei der lieben Veronika in Ungnade falle, möchte ich Euch eine Pflanze zeigen, die voriges Jahr fast zur Straftat wurde.

    Im Badischen fand man viele von der wohl seltenen Pflanze, die einen Wert von mehreren tausend Euro haben sollten. Diese Pflanzen (Blume!!!)

    waren aber am anderen Tag alle ausgegraben. Man sprach von Wilderern und man suchte Zeugen, die Angaben machen könnten, wer die

    gestohlen hat. Später fand man heraus, dass Wildschweine alle diese (Blumen) zerstört hatten. Nun wachsen bei uns auf der Wiese

    5 Stück von den seltenen Gewächs. Kennt Ihr den Namen? Ich liefere gleich nach!!!


    Liebe Grüße Fred

  • Hallo,


    im Bild oben würde ich auch einen Kriechenden Günsel vermuten. Ich poste heute Abend mal Bilder vom Guntermann (der wächst zahlreich bei mir im Garten). Wenn Du einen findest, dann präge Dir den Geruch ein. Dann kannst Du den nie wieder verwechseln (auch ohne Blüten). Die Blätter sind auch unverwechselbar, wenn man sie erstmal kennt. Btw. ich habe den auch relativ lange gesucht, was einfach daran lag, dass ich die Suche vor der Blütezeit begonnen hatte und mich auf die Blütenform fixierte. Da gibt es schon einige Lippenblütler die blühen und ähnliche Blätter haben, aber alle mit einer etwas anderen Blütenform.


    Mit Orchideen kenne ich mich leider nicht aus. Eventuell kannst Du dieses Jahr ein paar Detailaufnahmen der Blüte machen (da gibt es viele wichtige, bestimmungsrelevante Details).


    Viele Grüße

    Thomas

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

  • Hallo zusammen,

    ich finde das Thema passt sehr gut zu den Pilzen. Pflanzenpilze sind oftmals sehr wirtsspezifisch, demnach ist in vielen entsprechenden Büchern ein Teil der Bestimmung nach dem "Wirt" aufgebaut. Das setzt aber voraus, dass ich den Wirt kenne. Genau daran bin ich oft gescheitert, früher öfters, jetzt nach Beschäftigung mit Pflanzen weniger. Dann haben wir all die Mykorrhizapilze. Weiters lässt sich über die Pflanzen auch die Bodenbeschaffenheit bestimmen, von basisch bis sauer. Wie jeder weiß, gibt es genug Pilze die nur auf bestimmten Böden vorkommen. Auch aus Pflanzengesellschaften lassen sich viele Rückschlüsse ziehen, hier sei auch auf die Zeigerpflanzen hingewiesen. Besonders gut lässt sich die Bodenbeschaffenheit über Moose erschließen. Bei den Holzpilzen ist es ebenso oftmals wichtig, die entsprechende Baumart zu kennen. Hier werden jetzt Pflanzen vorgestellt, die für die Küche gut sind, als Heilpflanzen und Gewürze Verwendung finden etc. Aber die Kenntnisse über diese Pflanzen, kann man genauso gut wie alle anderen Pflanzen, für die obigen Zwecke verwenden und erfährt darüber hinaus noch viel über die Eigenschaften dieser Pflanzen.

    Im Münchner Pilzverein wird auch immer wieder darauf hingewiesen, dass es sinnvoll ist, sich mit den Pflanzen zu beschäftigen.

    Und nicht zuletzt, wer nur was über Pilze erfahren will (was ganz ohne Kenntnisse über Pflanzen immer wieder schwierig ist) braucht die Beiträge nicht lesen. Niemand wird dazu gezwungen.

    Richtig ist, dass dies ein Pilzforum ist und kein Pflanzenforum. Aber aus obigen Gründen ist es eben sinnvoll dennoch Pflanzen vorzustellen. Anders wäre es sicherlich, wenn die Verhältnismäßigkeit nicht gewahrt wäre, also der Schwerpunkt auf den Pflanzen läge. Aber davon ist das Forum meilenweit entfernt.

    Viele Grüße

    Thomas

    Auch von mir selbstverständlich keine Essensfreigabe. Sämtliche Darlegungen und Aussagen sind subjektiv und unverbindlich.

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