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Alpentour_20200817

  • Hallo Zusammen

    Der Boden ist ziemlich durchnässt von den letzten paar heftigen Regenschauer, im Prinzip sollte man noch einige Tagen warten....

    Aber heute hatte ich wieder mal frei und Zeit.

    Schöne Funde gemacht und hoffe es gefällt euch auch.

    Schönen Tag

    LG Andy


    #1 Saftling (Hygrocybe spec.)

    Ich sehe einige schwärzender Flecken an den Lamellen und evt könnte es Richtung

    Schwärzender Saftling (Hygrocybe nigrecense) gehen

    #2 Glattstieliger Hexenröhrling (Suillellus queletii)

    Somit eine Netzstieliger Hexenröhrling

    (Suillellus luridus)


    #3 ein Erdstern jung und alt

    #4 schön grosse Eierschwämme

    (Cantharellus cibarius)

    #5 ein wunderschöner Olivfarbene Frauentäubling

    (Russula cyanoxantha f. peltereaui)

    #6 Dickblättriger Schwärz-Täubling

    (Russula nigricans)

    #7 grosse Semmelporling

    (Albatrellus confluens)

    Semmelstoppelpilze

    (Hydnum repandum)

    #8 Erstfund

    Weinrote Purpur-Röhrling

    (Rubroboletus rubrosanguineus)

    @Danke Jens für deinen Tipp


    #9 Stäubling (Lycoperdon spec)

    #10 Egerling (Acaricus spec)?

    Basis gilbend,

    Evt. Agaricus augustus?

    Die Lamellenfarbe gefällt mir nicht, sieht nach einem Weisssporer aus....

    #11 Rotbrauner Milchling

    (Lactarius rufus)

    Und zum Abschluss noch einfach ein schönes Bild.

    Ich habe ihn so stehen lassen.

    Vermute einen Täubling (Russula Spec)

    Sektion Spei-Täublinge.

  • Hallo Andy,

    sehr schöne Tour, aber dein Semmelporling hat ja Stoppeln auf der Unterseite, und Nr. 2 hat ein recht deutliches Netz am Stiel...

    Und Nr. 6 hat auch nicht wirklich dicke Blätter, daher glaube ich, dass es ein anderer Schwärztäubling ist.

    Nr. 10 müsste eine Echinoderma-Art sein, aber nicht Echinoderma aspera. Auf jeden Fall spannend und mikroskopierbedürftig.

    Beim Milchling würde ich L. badiosanguineus vermuten. L. rufus hat meines Wissens nicht eine so dermaßen speckig glänzende Huthaut. Hast du eine Geschmacksprobe gemacht?

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Hallo Andy


    Danke, dass du die wunderschönen Funde mit uns teilst.


    1

    Den Saftling sehe ich auch in der Gruppe der Schwärzenden Saftlinge.


    3

    Bei den Erdsternern fällt es mir schwer, die zu unterscheiden. Dennoch könnte ich mir den Gewimperten Erdstern (Geastrum fimbriatum) gut vorstellen.


    7

    Der Semmelporling ist ein ganz interessanter Pilz. Jedoch hat deiner Stoppeln. Dir ist hier ein Semmelstoppelpilz (Hydnum sp.) unter gekommen. Die können auch jung eine enorme Größe erreichen.

    Edit: Stephan war da schneller :wink:


    9

    Eventuell ein Flaschenstäubling (Lycoperdon perlatum)


    10

    A. augustus hat schon so manchen getäuscht. Dennoch bin ich da ein bisschen skeptisch. Aber eine bessere Alternative fällt mir da auch nicht ein.


    Der (Spei)Täubling zum Schluss sieht schon klasse aus. Das weißlich-gräuliche links davon scheint auch was Pilziges zu sein.



    LG Matthias

    Bei allen online "bestimmten" Pilzen handelt es sich lediglich um Bestimmungsvorschläge.


    Gezeigte Pilze zu 100 Prozent sicher nur über Bilder zu bestimmen ist nicht möglich, deren Verzehr kann im schlimmsten Falle tödlich enden!

    Eine Verzehrfreigabe gibt es ausschließlich vom Pilzsachverständigen/Pilzkontrolleur/Pilzberater vor Ort!


    Finde HIER den nächstgelegenen PSV

  • Hallo Stephan

    Danke für deinen Hinweis.

    Ja ich meinte natürlich Semmelstoppelpilze.... 🙈

    Nummer 2, das Schnittbild hat mich zum queletii hingezogen

    Nummer 10 doch eher Schirmling, dachte ich auch noch. Gibt es da Arten mit gilbender Basis.

    L. badiosanguineus ist halt eher sehr selten, könnte sein. Es war ziemlich nass daher auch die sehr glänzende Huthaut.

    Geschmacksprobe habe ich keine gemacht....

    LG Andy

  • Danke Matthias

    Die Nummer 10 ist eine Knacknuss, aber Stephan hat recht wohl eher etwas aus der Schirmlingsecke.

    Ja mit den Ersternen tue ich mir auch schwer, aber schön zum anschauen sind Sie.

    LG Andy


  • Hallo Andy,


    Mein Tipp: "Lepiota magnispora" (Gelbwolliger Schirmling)


    Grüße Gerd

  • Hallo Zusammen

    Ich habe mir die Bilder nochmals angeschaut und es ist wahrscheinlich keine glattstielige Hexenröhrling.

    StephanW hat recht ein Netz ist ersichtlich.

    LG Andy

  • Hallo Andy,


    Mein Tipp: "Lepiota magnispora" (Gelbwolliger Schirmling)


    Grüße Gerd

    Hallo Gerd

    Gefällt mir gut dein Tipp, würde auch in das Habitat passen. Der gelbliche Ton wurde wohl vom Regen verwaschen.

    Danke

    LG Andy

  • Hallo, Andy!


    Ha! Wunderbare Funde, davon kann man in vielen gegenden im Moment nur träumen. :thumbup:

    Der famose Purpurröhrling steht hoch oben auf meiner To-find-List.


    Kleine Anmerkung zu den Schnittbildern von Suillellus queletii (Glatthexe) und Suillellus luridus (Netzhexe): Die nehmen sich im prinzip nichts, sind quasi identisch, also ungefähr gleiches Variationsspektrum in Sachen Grundfarben und Verfärbungen.



    LG; pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.


  • Hallo Andy,


    bevor ich weiter kommentiere nochmals meinen Vorschlag, den ich mehrfach in der Hand hatte:


    Lepiota magnispora = L. ventriosospora Reid

    ____________________________________________


    Verwechseln kann man diese Art m.M. nach nur mit "Lepiota clypeolaria" (Wollstiel-Schirmling, wenn man die Farben nicht beachtet-


    - Deine Anmerkung "Gelbtöne vom Regen verwaschen" teile ich nicht. Denn die Gelbtöne können durchaus auch ins ockerliche gehen.

    -------------------------------------------


    Und wenn Gelbtöne zugunsten Brauntönen völiig fehlen, dann müsste man evtl. (ich halte nix davon!) noch die var. umbrinofuscus Bon (einer der größten Splitter, die ich kenne) in Erwägung ziehen.


    Mein Fazit, auch nachdem ich mir die Lepiota-Monografie von "Candusso - Lanzoni" angeschaut habe ich keine brauchbare Alternative gefunden.


    Mein Fazit:

    - Hake deinen Fund, wie von mir vorgeschlagen ab.

    -----------------------------------------------

    - Etwas Lektüre (habe die nur überflogen, da ich meinen Vorschlag m.E. ausreichend gut kenne ) kann ich dir auch noch anbieten:

    https://www.dgfm-ev.de/publika…and-mitteleuropa/download


    Grüße Gerd

    PS. Freut mich, dass dir mein Vorschlag gefällt,







    <woltlab-quote data-title="Zitat von CH-Andy" data-link="https://www.123pilze.de/000Forum/board/index.php?thread/10848-alpentour-20200817/&amp;postID=67637#post67637" data-author="CH-Andy"> <woltlab-quote data-title="Zitat von Graubart" data-link="https://www.123pilze.de/000Forum/board/index.php?thread/10848-alpentour-20200817/&amp;postID=67635#post67635" data-author="Graubart"> <woltlab-quote data-title="Zitat von CH-Andy" data-link="https://www.123pilze.de/000Forum/board/index.php?thread/10848-alpentour-20200817/&amp;postID=67619#post67619" data-author="CH-Andy"></woltlab-quote><p>Hallo Andy,</p> <p><br></p> <p>Mein Tipp: <strong>"Lepiota magnispora" (Gelbwolliger Schirmling)</strong></p> <p><br></p> <p>Grüße Gerd</p> </woltlab-quote> <p>Hallo Gerd</p> <p>Gefällt mir gut dein Tipp, würde auch in das Habitat passen. Der gelbliche Ton wurde wohl vom Regen verwaschen.</p> <p>Danke</p> <p>LG Andy</p> </woltlab-quote><p><br></p><p>Hallo Andy,</p><p><br></p><p>bevor ich weiter kommentiere nochmals meinen Vorschlag, den ich mehrfach in der Hand hatte:</p><p><br></p><p><strong>Lepiota magnispora = L. ventriosospora&nbsp; Reid</strong></p><p><strong><font face="Thread-000052fc-Id-00000032">____________________________________________</font></strong></p><p><strong><font face="Thread-000052fc-Id-00000032"><br></font></strong></p><p><strong><font face="Times New Roman">Verwechseln kann man diese Art m.M. nach nur mit "Lepiota&nbsp; clypeolaria" (Wollstiel-Schirmling, wenn&nbsp;man&nbsp;die Farben nicht beachtet- </font></strong><strong><font face="Times New Roman"></font></strong></p><p><strong><font face="Times New Roman"><br></font></strong></p><p><strong><font face="Times New Roman">- Deine Anmerkung "Gelbtöne vom Regen verwaschen"&nbsp; teile ich nicht. Denn die Gelbtöne können durchaus auch ins ockerliche gehen. </font></strong></p><p><strong><font face="Times New Roman">-------------------------------------------</font></strong></p><p><strong><font face="Times New Roman"><br></font></strong></p><p><strong><font face="Times New Roman">Und wenn Gelbtöne zugunsten Brauntönen völiig fehlen, dann müsste man evtl. (ich halte nix davon!) noch die&nbsp;var. umbrinofuscus Bon (einer der größten Splitter, die ich kenne) in Erwägung ziehen.</font></strong></p><p><strong><font face="Times New Roman"><br></font></strong></p><p><strong><font face="Times New Roman">Mein Fazit, auch nachdem ich mir die Lepiota-Monografie&nbsp; von "Candusso - Lanzoni </font></strong></p><p><strong><font face="Times New Roman"><br></font></strong></p><p><strong><font face="Times New Roman"><br></font></strong></p><p><strong><font face="Times New Roman"><br></font></strong></p><p><strong><font face="Times New Roman"><br></font></strong></p><p><strong><font face="Times New Roman"><br></font></strong></p><p><br></p>

  • super Funde Andy!


    danke Dir! Speziell der Saftling ist Hat es mir angetan! Sehr selten bei uns!


    Liebe Grüße

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!


  • Hallo Andy, hallo Mathias,


    bei deinen Erdsternen handelt es sich um die häufigste europäische Art:


    Geastrum fimbriatum = G. sessile (Gewimperter Erdstern)


    Hier eine Aufnahme von meinem Pilzfreund Wilhelm Schulz:



    ---------------------------------------------


    Übrigens: Erdsterne sind eine dankbare Gattung.


    Ich zitiere [1, S.36]:


    Erdsterne sind relativ leicht bestimmbar. Abgesehen von den erwähnten taxonomischen Schwierigkeiten (...) kommt der Bestimmer mit etwas Erfahrung viel häufiger zum Erfolg als bei vielen anderen Pilzgruppen, z.B. bei weichfleischigen Blätterpilzen.


    und

    Der folgende Bestimmungsschlüssel geht von leicht erkennbaren makroskopischen Merkmalen aus. Es wird nur dort auf Mikromerkmale zurückgegriffen, wo diese für eine sichere Bestimmung unumgänglich sind.


    ---> Ich kann dem nur zustimmen.


    - Allerdings, bei einer Bestimmung nur nach Bild sind natürlich leicht Fehleinschätzungen möglich, insbesondere dann, wenn ein Einzelmerkmal fehlinterpretiert/überbewertet wird.

    ----------------------


    Die Literatur ist leider insbesondere bei Mikromerkmalen (z.B. Sporen) widersprüchlich. Das liegt meist daran, dass die Sporen teilweise „mit“ bzw. „ohne“ die Warzen gemessen wurden.


    Grüße Gerd



    Geastrum-Literatur, die auch einen Schlüssel anbietet:


    [1] Dörfelt, H. (1985) : Die Erdsterne. Geastraceae und Astraeaceae. 108 S. Die Neue Brehm-Bücherei, A. Ziemsen-Verlag, Wittenberg (2.Aufl. 1989)

    ---> Der Klassiker, der (a) einen super Schlüssel bringt, (b) die wichtigsten Merkmale anschaulich erklärt und (c) Detailinformationen zu jeder Art liefert


    [2] Gross, G.; Runge, A.; Winterhoff, W. (1980): Geastrum-Schlüssel/- in:
    Bauchpilze (Gasteromycetes s.l.) in der Bundesrepublik und Westberlin; Zeitschrift für Mykologie, Beiheft 2:51-57 (ID_7522)

    ---> Online über DGfM-Homepage als PDF verfügbar.


    [3] Jülich, W. (1984): Geastraceae-Schlüssel/- in; Die Nichtblätterpilze, Gallertpilze und Bauchpilze Bd. IIb/1:473-483 (ID_7523)


    [4] Krieglsteiner, G.J.(Hrsg) (2000): Die Gattung Geastrum (Erdsterne) in Baden-Württemberg/- in; Die Großpilze Baden- Württembergs, Eugen Ulmer Verlag (Stuttgart) Bd.2:106-121 (ID_7262)


    [5] Michael-Hennig-Kreisel (1983): Gastraceae (Erdsternartige)/- in MHK; Michael-Hennig-Kreisel: Handbuch für Pilzfreunde Bd. 2:143-148, 340-346 (ID_7263)



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