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Gemeiner Glimmertintling (Coprinellus micaceus)

  • Hallo liebe Pilzfreunde


    Ich möchte gerne wissen, ob ich mit dem Gemeiner Glimmertintling (Coprinellus micaceus) richtig liege?



    Habitat: Mischwald,

    Hut: 2-3cm, eiförmig, glockig, orangebraun, ockerbräunlich, gerillt bis zu Hut, kleine Schüppchen.

    Stiel: weiss, , zerbrechlich hohl,

    Fleisch: cremefarbig,

    Lamellen: weisslich, graubraunschwarz, schneiden weiss flockig.

    Geruch: neutral.
    Geschmack: mild

    Sporenpulver: dunkelbraun, schwarz
    .


    Vielen Dank für die Antwort schon im Voraus.


    LG Hubi

  • Hallo,


    war der Haustintling Coprinellus domesticus nicht der mit dem deutlichen Ozonium? Ich würde oben Haustintling durch Überzuckerter Tintling ersetzten. :)


    Einer dieser drei Glimmer-Tintlinge ist es wohl schon.


    LG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

  • Hallo Thiemo


    Vielen Dank für deinen Vorschlag.

    Der Gemeiner Glimmertintling (Coprinellus micaceus) und Haustintling Coprinellus domesticus sind die mit dem deutlichen Ozonium.

    Ist es den nicht möglich die Unterscheidung ohne Mikroskop zu erkennen.


    LG Hubi

  • Hallo, Hubi!


    Nö, Glimmerttintlinge (weder Coprinellus micaceus noch die makroskopisch dentischen Nachbararten) bilden eben kein auffälliges Ozonium.
    Haustintlinge bilden ein deutliches Ozonium, aber eben auch nicht immer. Zudem gibt es einige weitere Arten, die ebenfalls ein Ozonium ausbilden (nicht die Glimmertintlinge) das genauso aussieht wie das vom Haustintling.
    Der Haustintling ist (auch ohne Ozonium) makroskopisch von den Glimmertintlingen gut zu unterscheiden, aber eher nicht von den makroskopisch identischen Nachbararten (bitte in umfangreicher Tintlingsbearbeitung durch zB Hans Bender oder im Pilzkompendium II gucken, welche das sind).


    Die drei Glimmertintlinge sind ebenfalls makroskopisch nicht untereinander unterscheidbar.

    Tintlinge = schwierig, und auch blöd zu mikroskopieren, weil man so schnell sein muss, sonst sind die Pleurozystiden futsch (wegen der Autolyse der Lamellen).

    Was so die entscheidenden Gründe sind (neben dem Mangel an Zeit), warum ich mich mit Tintlingen kaum beschäftige.



    Lg; pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Pablo


    Vielen Dank für die ausführliche Erkältungen, da habe ich wohl etwas verwechselt über das Ozonium.

    Nun bin ich auch der Meinung, das die drei Tintlinge sehr schwierig zu mikroskopieren sind.

    Darum werde ich den unter dem Namen Überzuckerter Tintling abspeichern.


    LG Hubi

  • Hallo, Hubi!


    Was ich jetzt nicht so ganz verstehe:

    Darum werde ich den unter dem Namen Überzuckerter Tintling abspeichern.

    Warum willst du das Bild unter einem Namen speichern, der mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 66% falsch ist?

    Tut's nicht auch "Coprinellus spec."?



    LG; Pablo.

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  • Hallo Ringo

    Vielen Dank für deine Präsentation. Leider habe ich keine Möglichkeit zu mikroskopieren.


    Hallo Pablo

    Weil der Pilz spuren einer Überzuckerung zeigt, darum wählte ich diesen Namen.

    Ja dein Vorschlag ist der bessere gewählte nahmen. Vielen Dank


    LG Hubi

  • Hallo, Hubi!


    Diese "Überzuckerung" ist ja nichts anderes als das Velum Universale, also die Gesamthülle, die den jungen fruchtkörper umgibt. Die ist bei allen drei Arten ungefähr identisch ausgeprägt, am anfang bei ganz jungen Fruchtkörpern und ruhigem Wetter am stärksten ausgeprägt (dann am stärksten Überzuckert), während dem Alterungsprozess verschwindet diese "Überzuckerung" mehr und mehr, auch Witterungseinflüsse spielen da eine Rolle, irgendwann ist sie ganz weg.
    Das ist aber wie gesagt bei allen drei Arten identisch ausgeprägt, ob viel oder wenig weiße Velumflocken auf den Hüten erhalten sind hängt also nicht von der Art ab, sondern vom Witterungsverlauf während dem Wachstumsprozess der Fruchtkörper.



    Lg; Pablo.

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