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Frauentäubling und anderes

  • Ich fand am 22. und 24.6.21 Frauentäublinge, ist das richtig?


    Ich pirsche mich da erst ran. Gibts da außer anderen Täublingen (scharf, bitter) irgendwelche Verwechslungsmöglichkeiten auf die man auspassen muss?

    Stil brüchig, manche sind ganz leicht lila, z.B. oben rechts, ringlos, recht gerade

    Lamellen biegsam, angewachsen

    Huthaut leicht abziehbar, trocken, glatt: rosa, beige, lila, graublau, wenig grünlich

    Geschmack mild pilzig

    Umgebung Buche, Eiche, Fichte

    Sporenfarbe weiß


    Fundstelle 1


    Da hat sich in der Mitte noch ein Perlpilz (ist richtig, oder) reingeschlichen, der Ring klebt noch an den Lamellen, daher ist er nicht sichtbar.

    Der ganz kleine ist beige bis rosa, die alten haben bereits Regen abbekommen. Der Minimeterstab hat noch zur Farbeinschätzung rot, gelb, grün. Sind die immer so hell am Anfang und färben sich dann weiter?


    Fundstelle 2c


    2b


    2a


    Ausgesport hat er nachts, vor der Türe in einem Pappschälchen, da ich ihn erst am nächsten Tag seziert habe :wink:


    Und zur Abtrennung zum Perpilz noch den grauen Wulstling, dürfte auch stimmen, oder

  • gelBlau

    Hat den Titel des Themas von „Frauentäubling“ zu „Frauentäubling und anderes“ geändert.
  • Salut!


    Ja, den Grauen Wulstling würde ich auch so sehen.
    Zum Täubling halte ich mich bedeckt, da melden sich bestimmt noch ein paar Leute, die sich damit viel besser auskennen.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo

    Die Gattung Russula auf die gewünschte Art zu bestimmen ist kein leichtes unterfangen, aber eine recht dankbare Gattung in Bezug der benötigten Grunddaten (Literatur falls vorhanden) und der Morphologie. Es macht auf jeden Fall Spass!

    Hier in deinem Fall um einen Frauentäubling / R. cyanoxantha zu bestimmen, ist das Merkmal der biegsamen Lamellen schon mal ein gutes Indiz.

    Weiteren Täubling mit eher biegsamen Lamellen kann auch R. aeruginea / Grasgrüner Täubling.

    Ich benötige dann zur weiteren Bestimmung einige Reagenzien an Chemie, aber auch hier gibt es Regeln die man einhalten oder beachten muss.

    Das SPP ist aus meiner Sicht rein weiss und somit wieder ein Merkmal gesichert und so tastet man sich durch einen guten Bestimmungsschlüssel bis man alles abgehakt hat.

    LG Andy

  • Hallo,

    Gibts da außer anderen Täublingen (scharf, bitter) irgendwelche Verwechslungsmöglichkeiten auf die man auspassen muss?

    Nun, es gibt immer wieder mal Leute die Grünhütige Täublinge mit dem Grünen Knollenblätterpilz verwechseln. Einen Täubling sollte man als solchen schon erkennen können.

    Typisch für Frauen-Täublinge sind die elastischen, auf Druck verschmierenden Lamellen. Schwierig ist es nur wenn man dieses Merkmal noch nicht ausprobiert hat. Gemeinerweise können ein paar andere Täublingesarten (allen voran die zwei Speise-Täublinge R. vesca & heterophylla und der Grüngefelderte Täubling R. virescens - alle essbar) recht elastische Lamellen haben. Eine negative Eisen(II) Reaktion lässt im Zweifel diese ausscheiden. Der Hut kann nahezu alle Farben außer rot haben. Von violett über grau bis grün in diversen Abstufungen und Mischfarben ist da alles mit dabei. Sieht ein Täubling wie ein Frauen-Täubling aus und splittern die Lamellen, muss man sich bei den Papagei-Täublingen umschauen.

    Kurzfassung für Speisepilzsammler: Täubling (oft bei Buche) mit violett-grünem Hut -> weiße Lamellen -> verschmierend beim drücken -> Frauen-Täubling

    LG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

  • Vielen Dank für die Antworten. Ich werde das Verschmieren mal testen.


    Einen grünen Knolli hab ich vor 2 Jahren einmal gefunden. Er war leider schon recht verdorben, sodass man nicht mehr alle Merkmale richtig sah. Seither schaue ich immer an diese Stelle, ob sich das Kerlchen nochmal zeigt. Für mich sieht er ganz anders aus als Täublinge.


    Dann werde ich die Täublinge dieses Jahr mal genauer unter die Lupe nehmen. Mal sehen, wie weit ich ohne Chemie und Mikroskop komme

  • Hallo,


    auch ohne Mikroskop geht da erstaunlich viel, sofern man ein paar wichtige Minimal-Merkmale zu Täublingsbestimmung abfragt:


    -Mild oder Scharf?

    -Sporenpulver weiß, Creme oder ocker?

    -Habitus groß und fest oder klein und zerbrechlich?

    -Welche Bäume in der Nähe?

    -Andere Auffälligkeiten, also Merkmale die nicht trivial sind, wie zB. Farbveränderungen am nächsten Tag, Geruch, etc.


    Das alles liefert trotzdem oft eine gute Eingrenzung oder Bestimmung. :)

    LG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

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