Hallo, Besucher der Thread wurde 585 mal aufgerufen und enthält 9 Antworten

Gelber Graustieltäubling ?

  • Hallo Pilzfreunde,


    1) Sind das Russula claroflava?

    Ich weiß, dass ich nur ein Foto ohne Details des Fußs und der Lamellen anbiete, aber ich fand die Gruppe so freundlich, dass ich sie nicht stören wollte.








    2) Ich stieß auch auf einen Kreis von mehreren Metern Durchmesser.

    Haben sie eine Idee um welche Art es sich handeln könnte?





    3) Abgesehen von der häufig zu beobachtenden orangefarbenen Koralle bin ich heute auf eine Form gestoßen, die ich nicht kannte.

    Ist es Flattrige Koralle?




    Vielen Danke im voraus!

  • Hallo.


    Pilz 2 sollten Knopfstielige Rüblinge (Gymnopus confluens) sein.
    Die Koralle gehört aller wahrscheinlichkeit nach zu den streuzersetzenden Arten im Nadelwald (Alloclavaria spec.); makroskopisch sind die einzelnen Arten aber nicht bestimmbar, dazu braucht man einige Mikromerkmale.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Oliver,



    schaust Dir mal den Thread "Der Ausflug dieser Tage Teil 1" an. Da kannst Du genau nachsehen, wie das geht mit den Täublingen. Und wirst dann feststellen: 1.) der Graustieltäubling ist sehr selten.

    2.) er erscheint meist einzeln

    3.) man muß mehr tun, als Bilder zeigen. Sporenabwurf, Farbtafel,

    4.) mehr Angaben machen.


    Hast Du Deine Exemplare noch?



    Grüße von der



    Murmel

  • Hi,


    Nr 2 - die Knopfstieliegen Rüblinge (so sie denn sicher welche sein sollten - was ich aber stark glaube) - geben ein wirklich tolles Aroma. Ich selbst habe sie als Suppe zubereitet und war sehr angetan. Andere bescheinigen ihnen sogar Steinpilzaroma. Um das zu testen, werde ich sie demnächst auch mal trocknen.

    Aber natürlich muss man sich vorher bei der Bestimmung absolut sicher sein.


    VG, Boris

  • Hallo Murmel,


    Vielen Dank für deine Antwort


    Ich weiß, dass ein einzelnes Foto zur Identifizierung etwas dünn ist, aber ich wollte diese Pilzgruppe nicht stören.

    Da es nicht weit von meinem Haus entfernt war, ging ich dorthin zurück, um eines Stück zu holen. Ich habe die Fotos am Anfang des Themas hinzugefügt.


    - Ich habe sie in einem Birkenwald gefunden.
    - der Fuß bricht wie ein Stück Kreide
    - der Geruch ist der von Pilzen
    - Wenn ich den Fuß oder die Lamellen reibe, ändern sie ihre Farbe nicht


    Fragen:

    Farbtafel. Wie funktioniert es?

  • Hallo Charles,


    bei den Täublingen braucht man zur Eingrenzung folgendes:

    - Eine (wiederausgespuckte) Kauprobe ob scharf oder mild im Geschmack
    - Die Farbe des Sporenpulvers*
    - Die Ökologie, sprich Bäume in der Umgebung und idealerweise noch das Wissen ob saurer oder kalkhaltiger Boden
    - Der Habitus, also ob groß und fest oder klein und sehr zerbrechlich

    - und evtl. weitere Auffälligkeiten, wie z.B. Verfärbungsverhalten nach einigen Stunden,

    Hier kann ich dir verraten, wirst du einen moderaten aber unangenehm schärflichen Geschmack, sowie die fehlende Schwarz-Grauverfärbung am nächsten Tag bemerken. Wenn du meiner Anleitung zum Sporenabwurf folgst findest du nahezu weißliches Sporenpulver, denn gemeinerweise graut der Stiel vom Ockertäubling Russula ochroleuca auch, aber nur leicht (wird also nie schwarzgrau).


    * Dazu den Stiel ganz oben abschneiden und den Hut mit den Lamellen nach unten auf ein kariertes, weißes Blatt Papier oder, noch besser, eine transparente Glasplatte legen. Das Ganze dann mit einer Schüssel o.ä. abdecken. Am nächsten Morgen ist die Schicht der herabgefallenen Sporen so dick, dass man sie mit dem Auge sehen kann. Dann mit einer Klinge zu einm Häufchen zusammenschieben und mit einer passenden Farbtabelle vergleichen. Für den Anfang reicht die EInschätzung ob weiß, creme, ocker oder dottergelb völlig.

    LG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

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