Hallo, Besucher der Thread wurde 706 mal aufgerufen und enthält 20 Antworten

Was ist das für ein Pilz und ist der zu alt?

  • Hallo zusammen

    Was ist das für ein Pilz und ist der zu alt?Er war seeehr leichg trennbar. Die oberste Schicht vom Pilz war beige,danach 2 rot-bräunliche Schichten. Er roch süsslich-blumig und seine Hautfarbe war rostrot,am ganzen „Kopf“. Unterseite weiss-beige.

    Ich konnte ihn sehr gut in Scheiben schneiden und danach wie ca 3 Tage altes Brot zerstückeln mit den Händen. Er war sehr feuchthaltig.Wuchs an einem alten, kurzen Baumstrunk in einem Mischwald.

    Vielen lieben Dank für die Aufnahme und Antworten von Euch. Gruss Shen

  • Hallo und herzlich Willkommen, Shen,


    bezüglich der Bestimmung schließe ich mich Uwe an.


    Aber was meinst du mit "ist der zu alt"? Wofür denn zu alt? Für welche Zwecke hast du ihn denn geerntet?


    Der Pilz wird auch als "Malerpilz" bezeichnet - den Grund dafür siehst du auf deinem zweiten Foto. Dort sieht es auch so aus, als sein der Pilz zumindest stellenweise von Bewohnern zerfressen, was ihn untauglich dafür macht, dauerhafte Kunstwerke damit schaffen zu wollen.


    Aber ansonsten war der Pilz für seine Zwecke bestimmt noch nicht zu alt - der hat vermutlich noch jede Menge Sporen produziert und abgeworfen.


    Beste Grüße

    Sabine

  • Vielen Dank für eure Antwort.

    Ich wollte Tee daraus machen. Weil er so einfach trennbar war,hiess es,der sei zu alt. Und die Frage kam auch auf,weil er in der obersten Schicht weiss sei,ob das Schimmel sei😝

    Ich werde den nicht benutzen…leider,aber besser nicht.

    Leider kann man keine Videos hochladen.Dann hättet ihr sehen können,wue einfach er zertrennbar war. Und auf dem 1. Bild sehen 2 Pilze oben genau gleich aus (Bild 1).Unten und innen jedoch nicht. Der eine war weiss unten und innen braun (Bild 1&2),der andere war braunrot unten und innen beige weiss(Bild 3&4). Der 1. war wirklich sehr leicht zu zerlegen,der 2. schon eher gümmiger.
    istdas nicht die gleiche Art Pilz?

    Vielen herzlichen Dank und schönen Tag🌞🙏🏼

  • Hallo Shen,


    danke für deine Antwort.


    Verstehe ich das richtig, dass du einen Pilz, den du nicht bestimmen konntest, für die Teezubereitung nutzen wolltest?


    Das ist eine extrem leichtsinnige Vorgehensweise. Dein Flacher Lackporling ist zwar wohl ungiftig und wird von manchen auch als Heilpilz genutzt, aber wenn du nicht wusstest, was es ist, wird das wohl nicht deine Motivation gewesen sein. Anhand deines "es hieß, der sei zu alt" mutmaße ich, dass du mit anderen zusammen auf Pilzpirsch warst und anscheinend deren Urteil vertraut hast. Aber mal ehrlich - wer Flache Lackporlinge erbeuten möchte und die weiße Porenschicht für Schimmel hält, sollte in Pilzdingen nicht beratend unterwegs sein (und besser auch nichts Selbstgesuchtes verzehren).


    Allgemein sagt man immer so lapidar, dass man keine Pilze essen sollte, bei denen man nicht weiß, welche es sind. Aber das gilt sinngemäß natürlich auch für sonstige mit Pilzen hergestellte Produkte wie Tees, Soßen, aus denen man die Pilze wieder raussiebt, usw. Denn es gibt jede Menge Giftpilze, deren Gift wasserlöslich und hitzestabil ist, so dass es in einem Tee definitiv vorhanden wäre. Bei an Holz wachsenden porlingsartigen Pilzen würde mir beispielsweise der tödlich giftige Zimtfarbene Weichporling einfallen, der - gerade wenn dir die weiße Schicht so verdächtig vorkam - möglicherweise in dein Beuteschema passen könnte.


    Ich würde dir für zukünftige Tee-Pläne jedenfalls ans Herz legen, vor dem Aufbrühen eine/n Pilzsachverständigen mit deinen Pilzen aufzusuchen (hier kann man auf einer Karte oder nach PLZ suchen), denn dort kannst du ggf. eine Verzehrfreigabe bekommen, die du hier im Forum nicht erhalten wirst, auch nicht für deine Exemplare oben.


    Beste Grüße

    Sabine

  • Ich würde dir für zukünftige Tee-Pläne jedenfalls ans Herz legen, vor dem Aufbrühen eine/n Pilzsachverständigen mit deinen Pilzen aufzusuchen (hier kann man auf einer Karte oder nach PLZ suchen), denn dort kannst du ggf. eine Verzehrfreigabe bekommen, die du hier im Forum nicht erhalten wirst, auch nicht für deine Exemplare oben.

    Hallo Sabine

    Das wirst du hier in Norden nicht bekommen. Unsere Pilzberater sind verpflichtet, keine Pilze für angebliche Heilzwecke freizugeben. Begründung: keine sicheren wissenschaftlichen Erkenntnisse. Wenn es doch einer macht, kann der Beraterschein eingezogen werden.

  • Genau das halte ich für das Nützliche an Beratern. Bloß gut, dass es Berater in Internetforen gibt, welche man z. B. zum Teesieden aus Pilzen befragen kann, und nicht nur Laien. Dass erstere die Fragen guten Gewissens so beantworten wie sie es für richtig halten, kann man ihnen nicht ernsthaft vorwerfen.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Hallo Sabine

    Das wirst du hier in Norden nicht bekommen. Unsere Pilzberater sind verpflichtet, keine Pilze für angebliche Heilzwecke freizugeben. Begründung: keine sicheren wissenschaftlichen Erkenntnisse. Wenn es doch einer macht, kann der Beraterschein eingezogen werden.

    Hallo Uwe,


    welche Organisation bildet denn bei euch im Norden die Pilzberater*innen aus?


    Ich fände es ehrlichgesagt reichlich bizarr, wenn die DGfM mir den PSV-Status aberkennen würde, wenn ich einer ratsuchenden Person, die sich einen Birkenporlings-Tee gegen Magenbeschwerden brühen möchte, nicht sagen würde, dass sie das nicht tun darf wegen fehlender wissenschaftlicher Evidenz der Wirksamkeit für den vorgesehenen Zweck. Damit würde mE die Rolle des/der Pilzberater*in überstrapaziert.


    Glücklicherweise sind mir bei der DGfM keine derartigen Vorschriften bekannt.


    Beste Grüße

    Sabine


    edit: Oben habe ich das "nicht" ergänzt bei "nicht sagen würde", das hatte ich vergessen - aber zumindest Jan hat mich ja auch so verstanden ;)...

  • Hallo,

    ich sehe und kenne das auch sehr viel entspannter.

    Wenn ein Ratsuchender mit einem Lackporling zu mir kommt und nach irgendwelchen Verzehrmöglichkeiten fragt, bekommt er die einfache Antwort, dass das keine direkt essbaren Pilze sind und dass sie nach meinem Kenntnisstand ungiftig sind. Die Frage nach der Eignung für Tee würde ich mit einem freundlichen "Weiß ich nicht genau" beantworten und dem Finder selbstverständlich überlassen, was er mit seinem Fund macht.

    Da endet dann halt meine Beratertätigkeit.

    Beim Birkenporling und Schiefen Schillerporling gebe ich gerne Informationen zum Tee-Herstellen weiter, verfahre wahrscheinlich genauso wie Sabine und kann mir dabei nicht vorstellen, dass mir das hier jemand zum Vorwurf machen würde (weder unser Landessachverständige noch mein Amt im Landkreis, bei dem ich registriert und versichert bin).

    FG aus dem Nordosten

    Jan

  • Hallo Sabine

    Ich glaube, mein Beitrag wird nicht richtig gelesen. Natürlich dürfen unsere Pilzberater sagen, das ist ein junger oder vergammelter Birkenporling. Sie dürfen aber nicht sagen, jeden Tag ein Liter Tee davon, und die Probleme sind weg! Sie sollen auch nicht sagen, trinkt Pilztee, dann wird alles besser. Das könnte die Behandlung einer ernsthaften Krankheit verzögern ..... und ganz schlimme Folgen haben.

    Hat es nun jeder verstanden? Es gibt keine Freigabe für Heilzwecke. Es gibt nur eine Artbestimmung.

  • Hallo Uwe,


    danke, dass du noch mal erläutert hast, was du eigentlich gemeint hast. Das war (anscheinend nicht nur von mir) deinem obigen Posting so nicht zu entnehmen.

    Bei dem, was du jetzt erläutert hast - dass Pilzberater*innen keine medizinischen Empfehlungen abgeben sollten - gehe ich mit.


    Beste Grüße

    Sabine

  • Beim Birkenporling und Schiefen Schillerporling gebe ich gerne Informationen zum Tee-Herstellen weiter, verfahre wahrscheinlich genauso wie Sabine und kann mir dabei nicht vorstellen, dass mir das hier jemand zum Vorwurf machen würde (weder unser Landessachverständige noch mein Amt im Landkreis, bei dem ich registriert und versichert bin).

    Hallo

    Dein Verhalten finde ich persönlich etwas leichtsinnig. Es ist ja nichts bewiesen und wirklich erforscht.

    Die DGfM hat sich auch mit sogenannten Heilpilzen befasst: Heilpilze / DGfM

    Man beachte besonders diesen Satz:

    Erst wenn belastbare Erkenntnisse über Heilwirkungen und Nebenwirkungen vorliegen, kann das medizinische Potential von Pilzprodukten genutzt werden.

    So, jetzt könnt ihr über meine Wenigkeit meckern, aber das juckt mich nicht.

    Grüße von der Insel Rügen

    2 Mal editiert, zuletzt von Uwe58 ()

  • Man beachte besonders diesen Satz:

    Erst wenn belastbare Erkenntnisse über Heilwirkungen und Nebenwirkungen vorliegen, kann das medizinische Potential von Pilzprodukten genutzt werden.

    So, jetzt könnt ihr über meine Wenigkeit meckern, aber das juckt mich nicht.


    Wenn's dich nicht juckt werde ich über deine Wenigkeit nicht meckern, :party:


    lgpeter

    • Gäste Informationen
    Hallo, gefällt Dir das Thema und willst auch Du etwas dazu schreiben, dann melde dich bitte an.
    Hast Du noch kein Benutzerkonto, dann bitte registriere dich, nach der Freischaltung kannst Du das Forum uneingeschränkt nutzen.