Heilpilz für Neurodermitis

Es gibt 18 Antworten in diesem Thema, welches 1.436 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (25. Juli 2023 um 10:23) ist von Ecke.

  • Hallo Pilzfreunde,

    kennt jemand einen Heilpilz, der bei Neurodermitis hilft? (idealerweise systemisch, von innen)

    Der Verlobte meiner Schwester hat einen ganz schlimmen Schub bekommen, Ausschlag am ganzen Körper, und wäre sehr dankbar für Hinweise.

    Viele Grüße

    Mr. X

    Alle meine Aussagen in diesem Forum sind nur als Bestimmungshilfen und keinesfalls als Verzehrfreigabe zu verstehen.

  • Hallo MisterX,

    medizinische Beratung von einem Laien an einen Laien via Internet ist so eine Sache. Nicht alles, was juckt, ist Neurodermitis.

    Man kann eigentlich nur den Rat geben, dass er schnell zu einem Hautarzt geht, der erstmal eine korrekte Diagnose stellt, bevor man wild mit Heilmitteln herumexperimentiert. Z. B. ist auch ein Zekarienbefall möglich, wenn er kürzlich in einem See badete. Oder Grasmilben, falls er sich unbekleidet und ohne Unterlegtuch auf eine Wiese gelegt hat. Auch ist ein Allergieschub nach dem Genuss eines bestimmten Lebensmittels, etwa Erdbeeren, möglich. Also: erst korrekte Diagnose, dann Behandlung. Im Idealfall durch einen Arzt.

    Ganz kurzfristig zur Linderung des Juckreizes helfen entzündungshemmende Salben, z. B. eine Sonnenbrand-Creme oder eine Mückenstich-Salbe. Ganz zur Not auch ein feuchtes Handtuch.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Man kann eigentlich nur den Rat geben, dass er schnell zu einem Hautarzt geht

    Er ist natürlich schon in ärztlicher Behandlung. Das mit dem Heilpilz war nur unterstützend gedacht.

    Alle meine Aussagen in diesem Forum sind nur als Bestimmungshilfen und keinesfalls als Verzehrfreigabe zu verstehen.

  • Warum haben viele eine Allergie gegen Ärzte und Medikamente aus der Apotheke?

    Im konkreten Fall soll wenn keine Linderung kommt eine Kortison-Behandlung erfolgen. Das kann aber üble und möglicherweise bleibende Nebenwirkungen haben.

    Ich dachte das mit dem Pilz könnte man vielleicht begleitend machen, wie z.B. Shiitake-Extrakt in Japan begleitend zur Krebstherapie eingesetzt wird, scheinbar mit ganz gutem Erfolg.

    Selbstverständlich wird in erster Linie schulmedizinisch behandelt.

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  • Er ist natürlich schon in ärztlicher Behandlung. Das mit dem Heilpilz war nur unterstützend gedacht.

    Hat der Arzt das empfohlen? Oder woher stammt die Idee mit dem Heilpilz?

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Hat der Arzt das empfohlen? Oder woher stammt die Idee mit dem Heilpilz?

    Nein, die Idee stammt von mir. Hälst du es denn für eine schlechte Idee?

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  • Hat der Arzt das empfohlen? Oder woher stammt die Idee mit dem Heilpilz?

    Nein, die Idee stammt von mir. Hälst du es denn für eine schlechte Idee?

    Hallo Mr. X

    Du machst es in guter Absicht, aber nach meiner Meinung ist es eine schlechte Idee. Ich will auch nicht abstreiten, dass in vielen Pilzen, aber auch Pflanzen, gute Wirkstoffe enthalten sind.

    Aber wann haben die Pilze die Wirkstoffe? Ganz jung oder im Alter?

    Aber wer kann genau sagen, wie viele Wirkstoffe sind in dem Pilz gerade vorhanden? Muss ich ganze Wälder plündern?

    Aber wer kann die Wirkstoffe extrahieren, um eine wirksame Menge zu bekommen?

    Aber im Pilz sind auch noch andere Stoffe. Was bewirken die im Körper? Was bewirken die zusammen mit anderen Medikamenten?

    Man könnte noch mehr schreiben .................

    Früher versuchte man, mit Naturprodukten Krankheiten zu lindern. Das waren Versuche aus der Not heraus. Es gab nicht die Forschung nach Medikamenten, keine Pharmaindustrie.

    Früher war die Lebenserwartung deutlich niedriger. Wer denkt, man könnte schwere Erkrankungen wie z.B. Krebs mit Hausmitteln heilen, der wird schneller als er denkt, die Pilze von unten betrachten.

    Ich wünsche dem Erkrankten baldige Besserung (Und etwas mehr Vertrauen in Ärzte und Medikamente, notfalls eine zweite oder dritte Meinung bei Ärzten einholen)

  • Hallo,


    Meine kritsche Haltung ggü. unbewiesener Heilversprechen diverser Anbieter möchte ich jetzt nicht breittreten. Nur so viel: Pilze sollten, wenn überhaupt ausschließlich unterstützend zur ärztlichen Therapie genommen werden.

    Im konkreten Fall soll wenn keine Linderung kommt eine Kortison-Behandlung erfolgen. Das kann aber üble und möglicherweise bleibende Nebenwirkungen haben.

    Hier kann ich vielleicht etwas beruhigen. Zunächst wird der Arzt wohl topische Präparate (Salben) verodnen. Die Unerwünschten Wirkungen dieser sind meist nur gering, wenn richtig (dünn) angewendet sowie lokal und überschaubar. Sollte das nicht reichen gibt es noch weitere Möglichkeiten. Wichtig ist in jedem Fall eine gut verträgliche Basispflege. Eine Apotheke vor Ort kann bestimmt ein paar gute Produkte hierzu empfehlen.
    Selbst wenn Kortison Tabletten benötigt werden, sind diese richtig eingenommen und in geringer Dosierung überlicherweise gut verträglich. Die gefürchteten Kortison-Nebenwirkungen (Fettumverteilungen, latenter Diabetes, etc.) kommen vor allem in hohen Dosen und bei falscher Einnahme. Und für gewöhnlich sind diese auch reversibel und bilden sich nach Einnahmestop bzw. Dosisanpassung zurück.

    VG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

  • Na gut...dann lassen wir das vielleicht besser.

    Einen Tipp hat ja eh niemand parat gehabt.

    Alle meine Aussagen in diesem Forum sind nur als Bestimmungshilfen und keinesfalls als Verzehrfreigabe zu verstehen.

  • ich seh sowohl die Suche nach irgendwelchen Wundermitteln in der Natur als auch die gesamte Pharmaindustrie sehr kritisch.

    natürlich ist es im Falle eines Falles super Medikamente zu haben (v.a. Schmerzmittel, Muskelrelaxanz und Anästhesie).

    Ötzi ist zwar mit Zunderschwamm und Birkenporling rumgelaufen, aber ob wir 5000 Jahre danach wirklich schlüssige Vermutungen anstellen können, was er damit vorhatte, oder ob es etwas gebracht hat, halt ich mal für dahingestellt.

    die Suche nach irgendwelchen "super foods", Heilpilzen, Nahrungsergänzung, usw ist alles komplette Zeitverschwendung und lenkt von den völlig offensichtlich notwendigen Verhaltensänderungen ab, die nötig wären um die Gesundheit wirklich nachhaltig zu verbessern.

    zB auf mich bezogen: ich kann mir soviele Vitalpilze reinziehen, wie ich will, wenn ich nicht das Rauchen aufhöre, wird der Effekt wohl auf Makroebene komplett vernachlässigbar sein. ähnlich sieht es aus mit zuwenig Sport, Übergewicht, Alkoholkonsum usw usf. das sind handfeste Stellschrauben an denen gedreht werden muss, bevor man es mit "Mittelchen" versucht. alles Andere ist Selbstbetrug und zeugt von kognitiver Dissonanz.

  • Hallo Mister x

    Im Gegensatz zu meinen Vorrednern sehe ich den Einsatz der vitalpilze etwas positiver aber unter den grundsätzlich gleichen „Vorbedingungen“.
    aber hier geht es nicht um das grundsätzliche Thema.
    im Buch von Schreiner habe ich auf die Schnelle nur einen Pilz gefunden der in China und Malaysia bei Ekzemen benutzt wird. Lignosus rhinocerus.

    Lg jens

  • Hallo Mr. X,

    ich bin grundsätzlich ganz anderer Ansicht als meine Vorschreiber.

    Nicht unbedingt hinsichtlich Schulmedizin - die empfinde ich in vielen Fällen als nützlich und gewinnbringend.

    Aber hinsichtlich des Potenzials, das die Natur bereithält.

    Viele der Wirkstoffe, die in der Schulmedizin heutzutage eingesetzt werden, wurden ja aus in der Naturheilkunde als wirksam bekannten Pflanzen extrahiert.

    Und soweit ich weiß wird beispielsweise weiterhin fieberhaft in der Natur nach neuen Antibiotika gesucht, weil die vorhandenen (wegen der teils unüberlegten Einnahmepraktiken in der Tier- und Humanmedizin) bereits so viele Resistenzen erzeugt haben, dass es mit den vorhandenen (einschließlich Reserveantibiotika) eng wird. Und selber welche von Grund auf neu zu bauen scheint derzeit noch nicht zu funktionieren.

    Zu vielen Pilzen gibt es derweil Studien, die eine Wirksamkeit bei der Heilung diverser Krankheiten belegen.

    Ich bin erst heute Abend wieder zu Hause, dann kann ich mal in meinem Buch nachschauen, ob da etwas zu Neurodermitis steht. Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass es nichts gibt.

    Beste Grüße

    Sabine

  • Ich bin erst heute Abend wieder zu Hause, dann kann ich mal in meinem Buch nachschauen, ob da etwas zu Neurodermitis steht. Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass es nichts gibt.

    Hallo

    Schön das du so ein schlaues Buch hast! Man sollte niemals jemand dazu raten, auf solche unbewiesenen Empfehlungen zu setzen. Bist du ein Arzt? Oder liest du nur im Internet? Man kann Krankheiten auch "verschleppen"! PSV, die so etwas empfehlen werden bei uns ihren "Schein" los. Und ich finde, mit Recht! In diesem Forum sollte es so etwas nicht geben!

  • Uwe58, weder rät mein "schlaues Buch" irgendjemandem dazu, irgendwelche Pilze medizinisch zu verwenden, noch tue ich das.

    Aber genauso wie du hier problemlos schreiben kannst: "Pilz X ist im Pilzbestimmungsbuch Y als Speisepilz aufgeführt" kann ich auch hier schreiben: "Pilz A ist im Heilpilze-Buch als möglicherweise nützlich bei Erkrankung B aufgeführt".

    Selbstverständlich empfehle ich einen sorgsamen Umgang, insbesondere dann, wenn möglicherweise eine Einnahme vorgesehen ist (anstelle z. B. einer Auftragung auf die Haut, die man sich bei Neurodermitis ja auch vorstellen könnte).

    Tatsächlich enthält das Buch "Heilende Pilze" von Jürgen Guthmann wenig zum Thema Neurodermitis/atopisches Ekzem.

    Im Inhaltsverzeichnis kommt "Neurodermitis" gar nicht vor.

    Im Zusammenhang mit "Hautjucken (Ekzeme)" ist Taiwanofungus Camphoratus genannt, allerdings ohne, wie sonst in dem Buch bei gängigen Anwendungen, Studienergebnisse (und die Quellen) zu benennen.

    Zu Hauterkrankungen allgemein ist der Birkenporling erwähnt (bzw. andersrum), mit Studien, allerdings nicht konkret auf Ekzeme bezogen.

    Beste Grüße

    Sabine

  • Hi Sabine!

    gegen Forschung nach Inhaltsstoffen hab ich nix einzuwenden. die Studienlage schaut allerdings sehr mau aus, was Vitalpilze angeht. fast sämtliche aussagekräftigen Studien behandeln eben einzelne Inhaltsstoffe und nicht den ganzen Komplex. mir geht es allerdings nicht um eine Diskussion über die Wirksamkeit auch wenn mir manche im Internet angepriesenen (Heil)wirkungen etwas suspekt erscheinen (insbesondere Potenz, da haben die Chinesen ja schon fast das Rhinozeros ausgerottet, obwohl das definitiv keine aktiven Inhaltsstoffe hat ;(). da ist einiges wohl eher Marketing.

    dass Pilze viele tolle Inhaltsstoffe enthalten, die die Ernährung bereichern, ist klar. wenn es allerdings um konkrete Erkrankungen oder irgendwelche Probleme im Allgemeinen geht, ist die Bekämpfung von Ursachen langfristig immer wichtiger und effizienter als die von Symptomen. deshalb sehe ich fast sämtliche Medikamente mit großer Skepsis, egal welchen Ursprungs.

    die Suche nach Mitteln zur Bekämpfung von Symptomen birgt für mich die Risiken, sich im Klein-Klein zu verlieren und nur reaktionär zu handeln.

    selbstverständlich muss man Pilze noch wesentlich besser erforschen - was nicht gerade einfach oder billig ist. um dorthin zu gelangen, muss man sich mMn mit grundlegenden strukturellen Problemen befassen. Vor allem in den Bereichen Politik, Transparenz, Bildung/Aufklärung, Forschung (Finanzierung) usw...

    gerade ist es allerdings wichtiger, die Biodiversitätskrise anzugehen, als einzelne Arten auf Herz und Nieren zu überprüfen, die dann paar Jahre später sowieso aussterben. dafür gibt es sehr simple Konzepte, die zum Erfolg führen, aber Gier, Lobbyismus und Polemik verhindern ihre Umsetzung oder machen die Lage sogar noch schlimmer. Braunkohleabbau in Deutschland kommt mir da in den Sinn oder Fracking in den USA. zwei wirtschaftsstarke Nationen mit recht hohen Ausgaben für Bildung (4-5% BIP) und nichtmal die kriegen das auf die Kette. aber ich schweife schon ziemlich vom Thema ab.

    um nochmal zu den Pilzen zu kommen: der Fokus der Forschung liegt mit Recht auf so Bereichen wie Nutzung als Baustoff, für Ernährung, zur Dekontamination verseuchten Erdreichs... leider begeben sich auch etliche eher zwielichtige Geschäftsmänner in den Bereich der fehlenden oder vergessenen Information zur Heilnutzung und überfluten diesen völlig.

  • Ob ein Pilz gegen Neurodermitis hilft weiß ich nicht, aber wenn man betroffen ist, dann sucht man und fragt in alle Richtungen. Ich selbst habe vor 4 Jahren Psoriasis (Schuppenflechte) bekommen, da müssen die kleinen Herde gleich mit Kortisonsalbe behandelt werden, sonst wuchert das Zeugs immer weiter. Im PSO-Forum kommt immer wieder mal einer, und schwärmt vor Freude was er für Hausmittelchen gefunden hat die ihm helfen, dann ist ein halbes Jahr Ruhe, dann kommt er wieder mit einem neuen Schub.

    Und wenn einer Hopfen sagt, dann denken alle gleich an Bier, und die wenigsten wissen dass der größte Anteil an die Pharmaindustrie geht.

    Aktuell kann ich noch was berichten zu Hämorrhoiden, auch son Scheiß. Ich habe jetzt mal das Hausmittel Eichenrinde angewendet. Aus den kleinenfingerdicken Trieben nimmt man die Rinde und trocknet sie bis sie bricht und mörsert sie zu Kleinstteilen. Für die gerbstoffreiche Salbe nimmt man Ringelblumensalbe oder eine andere und rührt die gemörserte Rinde ein und lässt sie über Nacht ziehen. Am nächsten Tag das ganze Schnapsglas voll durch ein Stück Baumwolltuch treiben dass die groben Teile zurück bleiben.

    Tip Top Leute, einfach mal ausprobieren. Die Salbe nicht zu lange anwenden (schreibt man)

    Grüße

    Porli

  • Hallo Leute,

    Entwarnung, der Ausschlag/Schub ging von alleine zurück :saint:

    Viele Grüße, und vielen Dank für alle Kommentar, auch die, die zur Vorsicht mahnen.

    Alle meine Aussagen in diesem Forum sind nur als Bestimmungshilfen und keinesfalls als Verzehrfreigabe zu verstehen.