Wieseltäubling ?

Es gibt 9 Antworten in diesem Thema, welches 684 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (23. Juli 2023 um 14:12) ist von StephanW.

  • ich bin es noch mal,

    Könnte dies ein Wieseltäubling sein? Unter einer einer Eiche gefunden. Er hatte ein Häufchen Erde aufgehäuft, wie ein Maulwurf, wohl durch sein Wachstum. Sehr fest. Roch nicht besonders.

    Viele Grüße


    katrinsche

  • Hallo,

    Eiche ist nun nicht gerade der bevorzugte Baumpartner des Wieseltäublings. Ich kenne den nur unter Fichte in Mittelgebirgswald. Der geriefte Hutrand spricht auch dagegen, die Hutfarbe paßt aber. Gekostet hast Du den leider nicht aber das ist bei der Täublingsbestimmung wichtig. Mein Fazit ist ein Nein zum Wieseltäubling aber schauen wir mal was unsere beiden Täublingsspezis Steigerwaldpilzchen und StephanW dazu sagen.

    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Hallo


    für mich auch kein Wiesentäubling. Allerdings kann ich Dir keinerlei Hinweise geben, was das für ein Täubling sein könnte. Ich bin da leider noch nicht so firm wie Thiemo oder Stephan.

    Tipp von mir: Nimm ihn mit nach Hause, mache einen Sporenabwurf. Dann fotografiere diesen. Und wir können vllt den Kreis der üblichen Verdächtigen etwas eingrenzen. Die Geschmacksprobe ist ungeheuer wichtig, gerade bei Täublingen. Wie Jörg ja auch schon geschrieben hat.

    Gut gemacht hast Du die Fotos mit der Umgebung des Bodens. Wie Du gut erkannt hast, ist eine Eiche in der Nähe. Manch einer kann die Sache mit den Bäumen nicht sooooo gut. Wenn Du jetzt noch Deinen Fund ein wenig von den Grashalmen "befreien" könntest, dann sehen wir noch mehr.

    Und bitte nicht als Kritik auffassen, sondern eher als Hilfe.


    Liebe Grüße sagt die


    Murmel

    Liebe Grüße

    Murmelchen

    Von mir gibts hier im Forum auch keine Verzehrfreigabe.

  • Hallo,

    der Hutrand sieht auf Bild 1 auffallend höckerig-riefig aus, in denke du hast hier etwas aus der Sektion Ingratae gefunden, also einen Stink- oder Kammtäubling.

    Die braungraue Verfärbung auf Bild 2 widerum erinnert an einen Schwärztäubling aber das kann täuschen, da die Stinker auch ganz gern bräunen.

    Roch nicht besonders

    Heist das nicht besonders stark? Oder nicht besonders gut?

    Hättest du eine (wieder ausgespuckte) Geschmacksprobe gemacht, wäre die bei einem Stink-/Kammtäubling sicherlich nicht angenehm und mild wie beim Wieseltäubling ausgefallen. Der Wieseltäubling wächt in Bergnadelwäldern, kann es also, ganz wie Jörg schon schreibt, allein der Ökologie wegen nicht sein. Und der deutlich geriefte Hutrand passt auch nicht zu dieser Art.

    Eine Artbestimmung ist leider mit den recht dürftigen Angaben und wenig aussagekräftigen Bildern nicht möglich. Wenn es dich wirklich interessiert dann musst du etwas Arbeit reinstecken, also noch mal hingehen, ein scharfes Bild von der Lamellenansicht machen, ein kleines Stück Hutfleisch mit Lamellen mind. 15 Sekunden kauen und wiederausspucken ob scharf oder unangenehm im Geschmack, noch mal riechen am besten am unverletzen Pilz und dann noch mal an einer zerdrückten Lamelle und am besten bei einem Täubling generell einen Fruchtkörper mit nach Hause nehmen um einen Sporenabdruck zu machen und mögliche Verfärbungen bis zum nächten Tag zu beobachten.

    VG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

  • ich danke Euch allen sehr! Auf jeden Fall werde ich ab jetzt immer die Geschmacksprobe machen.


    ich meinte er roch nicht besonders stark. Unauffällig. Direkt daneben stand noch ein Exemplar. Weiß aber nicht, ob es ein Geschwisterchen ist oder eine andere Art. Ist halt nicht so orangenstichig. Ich stell sie mal dazu. Sehr dicker fester Stiel.

    Ja danke für den Hinweis - ich muss sorgfältiger werden.


    ach übrigens der Fund war in Bremen, also keine gebirgsregion.


    grüssle


    katrinsche

  • Hallo,

    das ist etwas anderes. Zum oberen Fund paßt weder die Hutfarbe noch die nicht vorhandene Hutriefung. Der könnte in diese Richtung gehen aber da werden sich die Täublingsspecis bestimmt noch melden.

    VG Jörg

    P.S.: Du hast wieder keine Geschmacksangabe gemacht.

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Hallo,

    Gut, jetzt sieht man auch die Lamellen. Ich bleibe bei meine Einschätzung, das ist eine Ingratae (Stink-/Kammtäubling). Der Scharfkantige Hutrand und die cremefarben getönten Lamellen (-> cremefarbenes Sporenpulver) passen dazu. Hier scheint der Hutrand nicht merklich riefig zu sein, wahrscheinlich weil der Fruchtkörper noch jung ist.

    Heuler22 Die Schwärztäublinge kann man beim zweiten Beitrag wohl ausschließen, da der gezeigte Pilz keine regelmäßigen Zwischenlamellen hat.

    Der Fund erinnert mich an den Großen Kamm-Täubling Russula sororia. Junge Exemplare sind noch nicht so deutlich am Hutrand gerieft, er riecht nicht so intensiv und hat auch recht festes Fleisch. Der wäre ganz schön scharf im Geschmack.

    Hier ein Vergleichsbild mit Ansicht von Oben:

    Großer Kamm-Täubling Russula sororia

    Man beachte den jungen mit erst beginnender Riefung und den fleckenweise gebräunten Hut vom Alten. Das Bräunen setzt sich oft am Stiel fort.

    Sollte er das wirklich sein, wäre das ein toller Fund der Roten Liste. Nach Pilze-Deutschland wurde er in Bremen jedenfalls noch nicht gefunden.


    VG Thiemo

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  • Hallo Thiemo,

    ich verstehe halt nicht viel von Täublingen aber der im ersten Beitrag gepostete dürfte schon ein anderer seiner Gattung sein. Da stimmt ja die Hutfarbe überhaupt nicht.

    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Hallo Jörg,

    aber der im ersten Beitrag gepostete dürfte schon ein anderer seiner Gattung sein. Da stimmt ja die Hutfarbe überhaupt nicht.

    Das will ich auch nicht ausschließen. Aber wer weis, Hutfarben sind immer so eine Sache bei Täublingen. Meine Einschätzung in Beitrag #7 bezieht sich zunächst mal nur auf den gezeigten Pilz in Beitrag #5.

    VG Thiemo

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  • Hallo zusammen,

    von mir kommt keine Einschätzung. Die Fotos sind dermaßen lieblos gemacht (Pilze teilweise in der Erde steckend, stark verschmutzt, teilweise zerbrochen), da kann ich gerade mal mit Mühe erkennen, dass es Pilze sind. Und ohne Geschmacksangabe und Sporenpulverfarbe geht sowieso meistens nichts.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.