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  • Hallo Christine,


    wieder einmal interessante Bilder einer Welt, die für den "normalen" Pilzsucher schon fast zu "Mikro" und abstrakt ist.

    Zu deinem eigentlich angefragten Objekt kann ich leider nichts sagen. Interessant finde ich aber auf jeden Fall die grünen gallertartigen Objekte. Früher hatte ich mich mal intensiver mit Cyanobakterien beschäftigt und irgendwie könnte das vielleicht in diese Richtung gehen. Zumal Cyanobakterien auch oft Symbiosen mit z.B. Pilzen eingehen. Mal sehen, was noch an Ideen kommt.


    LG Thomas

  • Hi.


    Also ein Pilz ist das auf jeden Fall. Ob aber ein lichenisierter Pilz (also in Symbiose mit Algen lebend) oder eben keine Flechte...

    Hm. Gefühlsmäßig nicht lichenisiert. Sieht übrigens spannend aus, aber auch da müsste man reinlinsen. Könnte durchaus was UNgewöhnliches sein, könnte aber auch einfach Radulomyces confluens (Zusammenfließender Reibeisenpilz) sein.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Christine,


    schön, daß Peter neben dem Pilz auch die Algen erkannt hat, die mich persönlich sehr interessieren.

    Gab es denn bei dir in den letzten Tagen viel Wasser von oben bzw. war dein Fund an einer entsprechend stark durchfeuchteten Stelle? Ich frage deshalb, weil die Entwicklung der von mir erwähnten und vermuteten Cyanobakterien, auch als Blaualgen bezeichnet, einfach eine bestimmte Feuchtigkeit voraussetzt.

    Und zweite Frage: Hättest du eventuell noch weitere Bilder mit Schwerpunkt "grüner Glibber"?

    Würde mich, wie schon gesagt, persönlich nämlich sehr interessieren!

    Danke!


    Sollten es wirklich Blaualgen sein, so wäre dir übrigens, vom Pilz einmal abgesehen, unbewusst

    ein wunderschönes Foto eines komplett von einem Cyanobakterium befallenen "veralgten" Pflanzenstängels (incl. Blättern) gelungen!:wink:


    LG Thomas

  • Hallo Peter,

    danke Dir auch, also Radulomyces confluens mit was dabei.


    Hallo Thomas,

    ja, wir hatten viel Wasser von oben und der Ast lag tief am Boden, zwischen Pflanzen und altem Laub.

    Also nicht luftig und sonnig.

    Ich lade jetzt mal alle Bilder hoch, so wie sie aus der Kamera kamen, vieleicht findest Du ja noch eine schöne glibbrige Stelle.

    Und dann zeig mir doch mal den veralgten Pflanzenstängel, oder meinst Du den ganzen Ast ?

    LG Christine


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  • Hallo Christine,


    vielen Dank für die Bilder!

    Vor allem für das letzte, auf dem man hervorragend den beschriebenen "Befall" sehen kann. Durch den grünen Blaualgen-(Glibber) hindurch kann man prima sowohl Stängel als auch die Blätter der ursprünglichen Pflanze, eventuell Bärlapp, erkennen. Nun bin ich mir auch recht sicher, dass es sich um ein Cyanobakterium handelt. Vielleicht bekomme ich Dank dieser Aufnahme, eventuell zudem im Zusammenspiel mit dem Pilz, auch noch heraus welches konkret. Feines Foto!


    LG Thomas

  • Ach Thomas,

    ich seh´s immer noch nicht.

    Du meinst doch nicht die richtig schön hell grasgrünen ´Würmer´ oben im Bild ?

    Das ist doch Moos.

    Und Bärlapp habe ich hier auch noch nie gesehen, aber das will nichts heißen.

    Letzte Zeit habe ich auch sehr viele Pilze gesehen, die ich noch nie gesehen habe !

    LG Christine

  • Hallo Christine,


    genau die meine ich!

    Und ja, es könnten natürlich auch Moose sein, Bärlapp schoss mir nur so spontan durch den Kopf.

    Aber auch für "normales" Moos wäre eine solche "Götterspeise-Verpackung" doch nicht gewöhnlich. Oder?:wink:


    LG Thomas

  • Ich weiß nicht, ist das Moos nicht einfach von der Feuchtigkeit aufgequollen ?

    Quillt Moos überhaupt so bei Feuchtigkeit auf ?

    Von Moosen lass ich lieber erstmal die Finger, schlimm genug, daß ich mit Pilzen angefangen habe.

    LG Christine

  • N'Abend!


    Kurze Zwischenfrage: Ist Bärlapp nicht ein bodenbewohnendes Gewächs mit riiiiiiiiiiesigen Blättern, gerne auch kalkhaltigen Böden?

    Ich erinne mich, als Kind oft in der Wutachschlucht unterwegs gewesen zu sein, wo es ganze Fälder davon gab. Also nicht Bärenklau (giftig!), sondern was anderes (andere Blattform und ungiftig) aber auch ziemlich gigantisch in den Ausmaßen. In der Wutachschlucht habe ich an diesen Pflanzen vor allem immer die dicken, bunten Blattkäfer unter den Blättern beobachtet.

    Vielleicht bringe ich da auch gerade was durcheinander...



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Pablo,


    wie Christine schon schrieb, bist du da wohl tatsächlich auf "dem falschen Dampfer".:wink:

    Wenn du riesige Blätter ansprichst, bis zu 60cm Durchmesser!, kommt da eigentlich nur der "falsche Rhabarber" also die Pestwurz infrage.

    Als weitere relativ großblättrige (bis 20cm Durchmesser), ungiftige und zudem Zeigerpflanze für kalkhaltige Böden fällt mit jetzt spontan noch der Huflattich ein.


    Hier zum Vergleich mal ein Foto vom stark gefährdeten Sprossendem Bärlapp (Lycopodium annotium), einem ziemlich kleinen und feingliedrigen Gewächs


    LG Thomas


    P.S.: Bei der Beschreibung der Vegetation der Wutachschlucht weist Wikipedia übrigens explizit auf die ausgedehnten Vorkommen von Pestwurz hin!

    Wutachschlucht – Wikipedia

  • Hallo, Christine und Thomas!


    Oh ja, danke!

    In der Tat, ich dachte dann wohl an die Pestwurz. Ist ja interessant, daß die Bestönde in der Wutachschlucht sogar bei Wiki erwähnt werden.
    Allerdings fand ich die durchaus spektakulär als Kind, nicht nur wegen den Käfern, sondern auch weil die Pflanzen ungefähr so hoch wuchsen, wie ich mit 10 oder so.

    Faszinierend, dann in einem ganzen Feld davon zu stehen - erinnerte mich damals immer an die Episode mit dem Wanderkürbis aus "Die Katze mit Hut".


    Bärlapp habe ich demnach bewusst jedenfalls noch nie gesehen, da werde ich mal mehr drauf achten. Vielleicht habe ich ja irgendwann mal das Glück, auch wenn's ja wohl eher was Seltenes ist.



    LG; Pablo.

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