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Wenig Pilze, aber viele Arten

  • Hallo Pilzfreunde!


    Beim sonntäglichen Waldspaziergang konnte ich zwar nicht viele Pilze entdecken. Dafür zeigten sich aber jede Menge Arten.


    Hier eine kleine Auswahl der Bilder von gestern. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit. :wink:


    Den Anfang machte ein kleiner, knackiger Flockenstieliger Hexenröhrling (Neoboletus erythropus).

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    Auf Totholz zwei kleine Flaschenstäublinge (Lycoperdon perlatum).

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    Auch der Buchenschleimrübling (Mucidula mucida) ist jetzt im Kommen.

    Hier noch ganz jung.

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    Aufgeschirmt für mich einer der schönsten Pilze überhaupt.

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    Immer herzlich willkommen in meinem Sammelkorb ist der Butterröhrling (Suillus luteus).

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    Hier ist recht gut zu erkennen, wie sich das Sporenpulver an der Teilhülle angelegt hat.

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    Als ich die noch verwendbaren Butterröhrlinge absammelte, kam ich mir irgendwie beobachtet vor.


    Gleich nebenan, auf einer kleinen Anhöhe stand eine einzelne Marone (Imleria badia) und blickte auf mich herab.

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    Im weiteren Verlauf gesellten sich dann noch welche dazu.

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    Ein weiterer kleiner Butterpilz, ein umgestoßener, schon vertrockneter Täubling und folgende drei Arten teilten sich nicht mal 1 m² Waldboden. Leider machte eine sich scheinbar bald verabschiedende Speicherkarte das Bild unbrauchbar. Das war schon ein besonderer Anblick.


    Pilz 3 ein schon etwas älterer Goldröhrling (Suillus grevillei).

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    Nummer 4 mein für 2019 erster Edelreizker (Lactarius deliciosus).

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    Der 5. war hier im letzten Jahr schon zu finden und wegen des trockenen Sommers auch dieses Jahr wieder zu erwarten.

    11 Filziger Gelbfuß (Chroogomphus helveticus)



    Ein nettes Trio auf diesem Baumstumpf.

    Bergporling (Bondarzewia mesenterica),

    Rehbrauner Dachpilz (Pluteus cervinus)

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    und Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis).

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    Nicht selten, aber hier selten in einer derartigen Größe zu finden ist die Gelbe Lohblüte (Fuligo septica). Für mich unvorstellbar, dass diese u. A. in Mexiko gegessen wird.:confused:

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    Last but not least ein Fichtensteinpilz (Boletus edulis) mit deutlichem Trockenschaden, aber dennoch noch in verwertbarem Zustand.

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    Um Missverständnissen vorzubeugen, ich habe natürlich nicht jeden hier gezeigten Pilz mit nach Hause genommen. Dafür gabs noch weitere, hier nicht abgebildete Speisepilze und auch nicht zu Speisezwecken geeignete Pilze.


    Ich hoffe, dass der nun aufkommende Regen fruchtet, da mir noch viele Arten fehlen, die mir heuer bisher noch nicht untergekommen sind.


    Zudem wünsche ich euch eine pilz- und artenreiche Hauptsaison, die viele Wochen anhalten mag.


    LG Matthias

    Bei allen online "bestimmten" Pilzen handelt es sich lediglich um Bestimmungsvorschläge.


    Gezeigte Pilze zu 100 Prozent sicher nur über Bilder zu bestimmen ist nicht möglich, deren Verzehr kann im schlimmsten Falle tödlich enden!

    Eine Verzehrfreigabe gibt es ausschließlich vom Pilzsachverständigen/Pilzkontrolleur/Pilzberater vor Ort!


    Finde HIER den nächstgelegenen PSV

  • Hallo Sabine.


    Wegen der eher glänzenden Huthaut und dem hellem Hutrand (ist auf dem Bild nicht so gut zu erkennen, aus anderer Perspektive etwas besser; das allerdings habe ich nicht fotografisch festgehalten) dachte ich an einen Fichtensteinpilz.


    Es ist natürlich auch möglich, dass das ein Sommersteinpilz ist. Ich versuche ja, pilztechnisch in sämtlichen Richtungen dazuzulernen. Bei den Röhrlingen (natürlich auch noch bei anderen Gattungen ;)), den eigentlichen "Einsteigerpilzen", fällt es mir aber immer noch schwer, wenn es dann ins Detail geht.


    LG Matthias

    Bei allen online "bestimmten" Pilzen handelt es sich lediglich um Bestimmungsvorschläge.


    Gezeigte Pilze zu 100 Prozent sicher nur über Bilder zu bestimmen ist nicht möglich, deren Verzehr kann im schlimmsten Falle tödlich enden!

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  • hallo matthias!

    Was für eine schöne sammlung, danke fürs einstellen! Da ist dir ja einiges untergekommen&der korb schaut auch gut gefüllt aus👍.

    Eine kurze frage zum bergporling: könnte es auch ein riesenporling sein oder wachsen da die stockschwämmchen auf nadelholz (können sie ja anscheinend auch fallweise)

    Danke nochmal!

    Lg joe

  • Servus Markus


    Dann wünsche ich dir fürs Wochenende viel Erfolg. :wink:


    Hallo Joe


    Ich denke schon, dass es sich hier um einen Bergporling handelt. Da ich aber sowieso die Tage noch die Stockschwämmchen, die mir Sonntag noch zu klein waren, abholen will, kann ich ihn mir ja noch genauer anschauen.


    Zum Korb:

    Stimmt. Hier ist er bereits zur Hälfte voll mit Pilzen. Doch zu dieser Zeit war ich schon weit mehr als zwei Stunden unterwegs.

    Das relativiert das Ganze noch etwas. Alles in allem war ich dann aber schon zufrieden. Einen halben Korb Pilze haben oder nicht haben, das macht schon einen ganzen Korb.:dumb:


    LG Matthias

    Bei allen online "bestimmten" Pilzen handelt es sich lediglich um Bestimmungsvorschläge.


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  • MoinMoin!


    Um die Funde bist du tatsächlich zu beneiden.

    Bei mir nach wie vor ziemlcih mau, was das Pilzaufkommen betrifft.


    Der Fichtensteinpilz (Boletus edulis) passt schon. Leitmerkmal ist ja die unterschiedlich strukturierte Huthaut (matt, samtig, filzig bei aestivalis vs. glatt, speckig, glänzig bei edulis), aber es gibt ja noch eine ganze Reihe Bonusmerkmale, wie rosafärbung unter der Huthaut, klar abgesetzt hellerer Hutrand und auch die Stielfarben (Netz & Untergrund).


    Der Gelbfuß (11) schaut mir eher nach einem der Kupferroten (Chroogomphus rutilus s.l.) aus, den Filzigen kenne ich viel auffälliger gefärbt und schon auch filziger.


    Bei großen Porling (12) würde ich auch eher zum Riesenporling (Meripilus giganteus) tendieren, weil der Stumpf doch stark nach Rotbuche aussieht (mögen die Stockschwämmchen als Substrat auch viel lieber als Weißtanne) und bei den im Hintergrund sichtbaren Hutunterseiten die Poren doch sehr fein zu sein scheinen.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Zusammen


    Jetzt endlich hatte ich Zeit, nach den Porlingen zu schauen.


    Also, zuerst gleich mal kräftig auf die Poren gedrückt - keine Veränderung erkennbar.



    Also wende ich mich erst mal den Stockschwämmchen zu.

    Diese hier sind schon etwas alt und labberig.



    Aber im hinteren Teil gibts noch genügend verwendbare.


    Jetzt wieder zurück zu den Porlingen. Die Geschmacksprobe fiel überraschend mild aus. Im Nachhinein leicht adstringierend. Denn sowohl beim Bergporling, als auch beim Riesenporling steht da "alt scharf, bzw. sehr scharf".


    Aber nun wieder zurück zur Druckstelle.

    Nach mehreren Minuten war dann doch eine bräunliche Verfärbung zu erkennen.



    Also, Joe, Pablo, muss ich euch Zustimmen. Es handelt sich um Meripilus giganteus, Riesenporling.


    Für den Rückweg wählte ich eine Route, die ich vorher noch nicht gegangen bin. Und siehe da. Es hat sich ausgezahlt.


    Vermutlich Blutblättriger Hautkopf (Cortinarius semisanguineus), hier in diesen Wäldern bisher noch nicht gefunden.



    Wunderschön und jetzt häufig anzutreffen ist Amanita muscaria, der Fliegenpilz.



    Wo die sind, wer ist da nicht weit?

    Da hilft der ganze Tarnanzug nix, hab ihn trotzdem gefunden. :cool:

    Boletus edulis


    So und zum Schluss jetzt noch ein weiterer Erstfund. Sein parasitierter Partner, der Kuhröhrling (Suillus bovinus) steht passenderweise gleich daneben.

    Rosenroter Gelbfuß (Gomphidius roseus) :)


    Fazit: der Regen hat gefruchtet. Es gibt jetzt tatsächlich jede Menge Pilze. Jetzt kann man wirklich sehr wählerisch sein und nur die allerschönsten Pilze mitnehmen. Trotzdem wird der Korb voll.


    Euch allen ähnlich tolle Funde und liebe Grüße.

    Matthias

  • Hallo,

    schön, dass ich dieses Forum gefunden habe und danke, dass man so an euren Pilzwanderungen teilhaben kann! Mir fehlt leider (noch) die Zeit für große Suchen, aber ich komme von meinen Hunderunden nie ohne Pilze zurück. Hier in unserem Wald werden sehr viele essbare Pilze stehengelassen oder unbekannte umgeschubst. V.a. über Letzteres bin ich sehr verärgert, auch darüber, dass viele Städter zu uns aufs Land kommen, mit ihren dicken Autos am liebsten tief in den Wald fahren, dort ihre Autos parken .... Der Schaden, der dadurch entsteht, ist nicht unerheblich. Ich sehe kaum echte Fans, die wirklich weit in den Wald laufen .... schade. Viele schöne Sammelplätze sind, mit den Rodungen aufgrund der Waldschäden, weggefallen. Es tun sich dadurch aber auch neue Plätze auf.

    Derzeit wachsen bei uns auf sehr vielen Wiesen Wiesenchampignons und Eierboviste, unter einer Eiche massig Waldchampignons ... Es reicht täglich für eine leckere Portion frischer Pilze.

    Ich wünsche euch viele Sammelerfolge am WE und uns (ganz uneigennützig 😉) viele schöne Bilder.

    MfG Heike

  • Moin, Matthias!


    Die Verfärbungen beim Riesenporling verlaufen oft sehr langsam. Zum Ende hin aber immer kräftig. Man kann auch ein kleines Stückchen vom Hut abmachen und mal in den Korb legen, dann muss man nicht vor Ort darauf warten. Gut möglich, daß 5 Minuten erstmal gar nichts passiert, 10 Minuten später aber das Stückchen Pilz komplett schwarz ist.

    Die Porengröße ist aber auch signifikant: Die sind hier teils zwar etwas langgezogen / geschlitzt, aber viel zu fein für einen Bergporling.



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

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