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Pilztour_20191229

  • Hallo Pilzfreunde

    Heute nach zähen Nebelfeld, hat sich die Sonne doch noch gezeigt und somit habe ich noch eine kleine Tour unternommen.

    Viel Spaß und Hinweis bzw. Korrekturen herzlich willkommen.

    LG Andy


    #1 ich vermute das könnte jetzt der Samtige Schichtpilz (Stereum SUBTOMENTOSUM) sein

    #2 evt ein FichtenPorling?

    oder einfach junge

    Rotrandige Baumschwamm (Fomitopsis pinicola)

    Die Unterseite verwirrt mich ein wenig.

    #3 evt. Ohrförmiger Seitling (PLEUROCYBELLA PORRIGENS)


    #4 Gifthäublinge (Galerina marginata)

    #5 Runzelige Koralle (clavulina rugosa)

    #6 einfach schön

  • #2 evt ein FichtenPorling?

    oder einfach junge

    Rotrandige Baumschwamm (Fomitopsis pinicola)

    Die Unterseite verwirrt mich ein wenig.

    Hallo

    Fichtenporling ist der gleiche Pilz wie der Rotrandige Baumschwamm. Fichtenporling ist ein unglücklicher Name. Der Pilz wächst genau so häufig an Buche und Birke und noch anderen Bäumen.

    Rotrandiger Baumschwamm ist auch etwas unglücklich gewählt. Wann ist der mal Rotrandig?

    Jedenfalls ist bei der Oberseite die Unterseite unwichtig .....

    Das ist Fomitopsis pinicola!

  • Lieber Uwe!


    Vermutlich meinte Andy als Alternative den Fenchelporling, Gloeophyllum odoratum .


    Diese gezeigten, miteinander verwachsenen Fruchtkörper auf der Oberseite von Baumstümpfen finde ich öfter an Baumstümpfen.


    Die verhältnismäßig kleinen Fruchtkörper passen meiner Meinung nach besser zum Fenchelporling, Gloeophyllum odoratum, als zu Fomitopsis pinicola.


    Andy, hast du an den Pilzen gerochen?

  • Leider nein, aber das wäre auch möglich...

    Der Stumpf befand sich umgeben von Weisstannen und Fichten.

    Uwe hat wahrscheinlich schon recht mit

    Fomitopsis pinicola


    Die länglichen erscheinenden Röhren habe mich nur etwas irritiert, aber zum Baum wird der Pilz dicker wenn ich bei älteren Exemplare schauen.

    Ich verstehe das sehr simple, damit man an grösse gewinnen kann muss die Statik sichergestellt werden. 😏 Oder nicht?

  • hallo andy,

    Wieder eine schöne Schwammerlauswahl, und das Haareis ist einfach immer schön anzuschauen:thumbup:

    Beim Porling gehe ich mit Roswitha mit, ich vermute da auch Fenchelporlinge.

    Zum Stabilisieren hilft der Auswuchs sicher auch, ich vermute aber dass das Schwammerl "einfach so" dort weiterwächst. Große Zunderschwämme, Lackporlinge und dgl. kommen auch meist ohne solche Auswüchse aus/ist jetzt aber nur meine Meinung...

    Lg Joe

  • Halllo Uwe,


    Rotrandiger Baumschwamm für FomPini finde ich schon sehr passend. Wenn man die sehr helle Zuwachskante weglässt, ist der Rand bei vitalen Pilzen immer mehr oder weniger rot. Was wäre denn Deiner Meinung nach ein treffenderer Name?


    Hallo Andy,


    so ein wenig stelle ich mir diese leicht resupinaten Pilze vor, wie eine Welle die über einen welligen Boden drüberläuft . Die einzelnen Röhren sind (ähnlich wie Orgelpfeifen) in Ihrer Länge definiert, und weichen je nach Untergrund nach unten aus. Dadurch wird der Untergrund sehr dynamisch abgebildet.


    Hallo Joe,


    die von Dir genannten "großen Porlinge" wachsen meist unabhängig vom Substratuntergrund stur horizontal in die Fläche, und damit weg vom Substrat und nicht entlang des Substrates. Damit stellt sich die Frage der Anpassung so nicht.


    Wahrscheinlich viel zu kompliziert erklärt.


    Grüßle

    RudiS

  • Hallo Andy!


    Sehr schöne Funde! Danke fürs zeigen!


    Für mich sind das ganz klar fenchelporlinge. Die hutoberfläche wäre beim Rotrandigen viel glatter.


    Liebe Grüße

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • Hallo zusammen

    Ich werde nächste Woche nochmals hingehen und daran riechen dann wissen wir es definitiv.

    Vielen herzlichen Dank für Eure Hinweise.

    Gute Nacht.

    LG Andy

  • SAlve!


    Auch Form, Farbe und Struktur der Poren sind beim FomPini noch ein Stück anders. Das ist aber eben die Schwierigkeit, wenn man nicht fühlen kann: Die Oberflächen von FomPini und Fenchelporling haben haptisch ganz andere Eigenschaften. Und selbstverständlich enthält die Hutoberfläche vom Fenchelporling kein Harz (vgl. Brutzeltest).

    #3: ein blass geratener Falscher Pfifferling (Hygrophoropsis aurantiaca).

    #4: Fleckblattflämmlinge (Gymnopilus penetrans)


    Rest passt gut. :thumbup:



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Pablo

    Danke für deine Mühe und Hinweis.....

    Ich verwechsle immer den Gifthäublinge mit dem Geflecktblättrige Flämmling. An was siehst du das immer gleich auf Anhieb?

    Ich achte auf den Stiel und sehe durchaus etwas silbernen Schimmer. Ausserdem kommen beide auf Nadelholzstümpfe vor. OK der Flämmling ist größer in der Hut Form als der Gifthäublinge.

    Gute Nacht.

    LG Andy

  • Hallo Andy,


    das ist wirklich eine gute Frage, ich habe das Bild gesehen und ihn auch als Flämmling angesehen, könnte aber nicht genau sagen warum (ich habe den aber auch schon sehr oft gefunden). Irgendwie finde ich Farbe und Lamellen "anders", insbesondere meine ich hier auch die "Rostflecken" zu sehen.

    Ich bin gespannt was Pablo dazu sagt.


    Viele Grüße

    Thomas

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

  • Hallo Zusammen!


    Also die Rostflecken sehe ich auch.

    Das ist sicherlich ein Merkmal des Flämmlings, obwohl das auch mal beim Gifthäubling vorkommen kann, wenn kleine Tautropfen sich mit sporen vermischen und dann tagsüber wieder verdunsten.

    Für mich wäre noch der Ring wichtig, der mir beim Flämmling eher faserig und beim Häubling eher dünnhäutig vorkommt. Leider sind beide recht vergänglich und gleichen sich dann optisch wieder an, oder fehlen komplett. Das macht es auch nicht einfacher.


    Der stiel beim häubling ist dann doch noch ausgeprägter weißfaserig, obwohl das teilweise der andere auch wieder kann.


    Die schrecklichen kleinen Braunen halt!


    Ohne viel erfahrung - die mir leider hier auch fehlt - geht da wenig.


    Liebe Grüße in die Runde und einen guten Rutsch ins Pilzjahr 2020!


    Liebe Grüße

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • Hallo Alex

    Vielen Dank für deine Erklärung, ja Im Nachhinein findet man beim Häubling auch noch einen Ring als Erkennungszeichen. Muss mal beide nebeneinander vergleichen und inspizieren.

    Ich wünsche euch auch einen guten Rutsch ins neue Jahr.

    Sonnige Grüße

    Andy

  • Hallo, Andy!


    Jedes einzelne Merkmal ist immer variabel. In einem gewissen spektrum. Mit der Zeit kommt aber die Erfahrung, und mit der Erfahrung setzt sich dieser ominöse "Gesamteindruck" zusammen. Ist schwer zu erklären, aber es funktioniert. Ich bin sicher, in ein oder zwei Jahren geht dir das auch so - also zumindest mal bei den beiden Arten, daß du die im Feld recht schnell uind sicher erkennst.



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Zusammen

    So war nochmals kurz am Fundort, die letzte Tat im 2019😏. Geruch nach Fenchel, somit Gratulation an alle die den Fenchelporling in Aussicht stellten 👍🏻

    Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein weiteres Erfolgreiches Pilz Jahr im 2020.... Und auch gute Gesundheit, wohl das wichtigste. 🍾🥂🎉🎇

    Feierliche Grüße Andy