Hallo, Besucher der Thread wurde 928 mal aufgerufen und enthält 4 Antworten

Welcher Milchling?

  • Hallo, leider sind die Bilder für die Bestimmung nicht so gut geeignet aber ich habe die schon sehr oft gesammelt und kann sie gut beschreiben und vorallem wollte ich zuätzlich noch etwas fragen.


    Größe: Meistens nicht größer als Handfläche, eher Handfläche ohne Finger. Höhe etwa 5-7 cm, stiel ist meistens kurz, so etwa 2-4 cm.


    Farbe: Wenn jung und das Wetter feucht genug ist, scheinen Sie mir farbiger, würde es als blass Orange beschreiben, bei Trockenheit und älteren, eher blass Ocker.


    Hut: Beringung ist auszumachen aber nicht stark. In der Mitte leicht eingedrückt, am Rand eingerollt wenn jung, später dann gerade, wie bei Reizkern. Oberfläche zottelig, am meisten wenn jung und bei feuchtem Wetter klebt dann Wasser dran. Wenn ganz jung kommen sie wie "Knöpfe" aus dem Boden. Es kleben eigentlich immer trockene Blätter von der kretischen Zistrose dran die in die Zotten auch eingeflochten sind (siehe Fundort).


    Stiel: Weiß bis cremefarbig, manchmal hohl, von was das jetzt abhängt keine Ahnung. Leichte gruben, ob eher Stielansatz oder Hutrand bin ich mir nicht mehr sicher.


    Fleisch: Weiß, fest, beim durschneiden tritt weiße Milch aus.


    Geruch: Pilzig/Erdig bei längerem Riechen unangenehm.


    Geschmack: Bitter, scharf. Bitter mehr als Scharf.


    Fundort: Das ist für mich das interessanteste, denn hier in der Region (Griechenland nahe Meer), wachsen die ausschließlich unter der kretischen Zistrose, wir nennen die Pilze hier lokal dementsprechend. Für mich sah er dem lactarius torminosus/pubescens am ähnlichsten, aber hier gibt es weit und breit keine Birken (und keine Eichen).


    Wir essen die hier, man kocht die erstmal und dann brät man sie. Etwas Bitterkeit bekommt man trotzdem nicht ganz weg. Neulich mussten 2 Kinder mit ihrer Oma ins Krankenhaus nach Verzehr dieser Pilze, Lebensmittelvergiftungsähnliche Symptome aber ansonsten gibt es eigentlich keine Probleme bei richtiger Zubereitung.


    Welche könnten es sein?

  • Hallo perpatoura


    Hier standen gewiss auch Birken in der Nähe. Denn diese braucht der Birkenmilchling (Lactarius torminosus) als Mykorrhizapartner.


    Eine sehr gute Beschreibung ist dir hier gelungen.:thumbup: Diese macht die Bilder beinahe überflüssig. Ich jedenfalls habe nur noch der Bestätigung wegen drauf geschaut.


    LG Matthias

    Bei allen online "bestimmten" Pilzen handelt es sich lediglich um Bestimmungsvorschläge.


    Gezeigte Pilze zu 100 Prozent sicher nur über Bilder zu bestimmen ist nicht möglich, deren Verzehr kann im schlimmsten Falle tödlich enden!

    Eine Verzehrfreigabe gibt es ausschließlich vom Pilzsachverständigen/Pilzkontrolleur/Pilzberater vor Ort!


    Finde HIER den nächstgelegenen PSV

  • Hallo,

    nicht, dass ich jetzt viel Ahnung hätte, aber wenn die Pilze tatsächlich nur unter Zistrose vorkommen, würde ich mir eine mediterrane Art vorstellen können. Eine, die z.B. nur unter Zistrosen wächst, wäre Lactarius tesquorum, und sieht Lactarius torminosus schon sehr ähnlich.

    Hier ein Link zum Vergleich:

    Lactarius tesquorum - Funghi Velenosi - Funghi in Italia - Fiori in Italia - Forum Micologia e Botanica

    Liebe Grüße

    Matthias

  • Hallo Matthias, danke für die Antwort. Hier im Bezirk gibt es jedoch absolut sicher keine einzige Birke. Das größte was hier im Umkreis von mehreren kilometern wächst, sind Erdbeerbäume.

    Ich wollte daher noch fragen ob es den möglich ist das er außer der Birke, mit der kretischen Zistrose eine Symbiose eingehen kann. Zumindest vom Stammbaum her würde es passen.

  • Hallo antoff, danke für die Antwort, lactarius tesquorum sollte passen, die sehen exakt so aus.

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