Hallo, Besucher der Thread wurde 3,2k mal aufgerufen und enthält 27 Antworten

Erfahrung mit Schmetterlingstrameten? Tee, Pilzpulver, sonstige Rezepte für diesen Heilpilz???

  • Liebe Pilzfreunde,


    ich bin seit heute in diesem Forum und bin sehr froh, hier diverse Fragen loswerden zu können, z.B. was die Schmetterlingstramete betrifft. Da kursieren diverse Infos im Internet. Fast alle sind sich einig, dass es sich dabei um einen tollen Heilpilz handelt. Man kann ihn auch in Pulverform in Kapseln kaufen und in anderen Varianten. Ich wüsste gerne, wie ich mit selbst gefundenen Exemplaren verfahren soll:

    1. Kleinschneiden und trocknen, dann pulverisieren?

    2. Kleinschneiden und frisch überbrühen?

    3. Kleinschneiden und lange kochen?

    4. Kaltauszug machen?

    5. Das Pulver des getrockneten Pilzes direkt einnehmen? Oder aufkochen, damit sich die Inhaltsstoffe lösen? Oder gerade NICHT aufkochen, damit die Inhaltsstoffe nicht zerstört werden?


    Wer hat Erfahrung und hilft mir weiter?


    Danke im Voraus und schöne Grüße aus dem Ländle vom Hexele

  • Hallo!

    Ob du im richtigen Forum bist ,wage ich zu bezweifeln.

    Hier geht es um Pilzbestimmung.Kann mich auch täuschen.

    Vielleicht hast du auch recht.Ich würde ihn nicht gerieben,geraspelt,

    roh,gekocht,gedünstet,getrocknet,in Essig eingelegt auch nicht in Salz eingelegt

    verzehren.Habe auch noch ein Pilzbuch gewälzt.Finde keinen Anhang für

    Heilpilze. mfG.Harald

  • Hallo,

    ich habe die Schmetterlingstramete bisher nicht oft genutzt, da ich recht selten Fruchtkörper finde, die wirklich frisch sind. Ich habe sie getrocknet und dann in einer Kaffeemühle pulverisiert. Danach einfach wie einen Tee aufgegossen und für zehn Minuten ziehen lassen. Ob das jetzt für die Heilkomponenten tatsächlich optimal ist, weiß ich nicht.

    An anderem Ort hatte ich gelesen, dass, man das pulverisierte Pulver in kaltes Wasser einrühren und dann zum Kochen bringen soll. Nach 15 Minuten Köcheln könnte man den Tee trinken.

    Vielleicht sollte man verschiedene Verfahren ausprobieren und schauen, was einem am besten bekommt, bzw, womit man sich am besten fühlt.

    Liebe Grüße

    Matthias

  • Hallo Hexele


    Einfach mal was ausprobieren halte ich nicht für besonders zielührend.

    Eine gute, und soweit ich es beurteilen kann, auch seriöse Informationsquelle ist das Buch

    " Die Heilkraft der Pilze" von Prof. Dr. Jan Lelley. Erschienen im ECON Verlag.


    L G Ulrich

  • Hallo Hexele,


    entgegen der unsinnigen Äusserung weiter oben bist du bezüglich deines Anliegens hier schon richtig! Das ist hier nämlich alles andere als ein reines "Bestimmungsforum" und die Rubrik -Heil- und Vitalpilze- gibt es ja auch nicht umsonst!;)

    Was deine speziellen Anfragen anbelangt kann ich ganz sicher nur zu einem Punkt etwas sagen: Vorsicht vor Angeboten von Pilz-Pulvern in Kapselform generell, vor allem aber bei nicht klar definierter Herkunft!

    Ich kann das nur am Beispiel solchen Unsinns beim Chaga erklären. Das ist meist asiatische Ware und aus "Pilzen" gewonnen, welche schnell wachsend auf Reisstroh oder ähnlichem, also nicht einmal in der Nähe von Birken, gezüchtet werden und definitiv NULL Inhaltsstoffe besitzen bzw. besitzen können! Zudem, da der menschliche Organismus überhaupt nicht in der Lage ist Chinin aufzuspalten und es somit unmöglich ist auch nur einen Hauch an möglichen Inhaltsstoffen zu verwerten, ist dieses Pulver so sinnvoll wie ein Kropf. Auf gut deutsch: So wie das Zeug oben reingeht kommt es hinten auch wieder raus! Zur Gewinnung bestimmter relevanter Inhaltsstoffe sind nun einmal auch gewisse Zubereitungsprozesse, meistens Auskochen, zwingend von Nöten!

    Leider kann ich dir zu den Schmetterlingen, mein "Fachgebiet" ist der Chaga, keine fundierten Erfahrungswerte mitteilen. Dafür haben/hatten wir hier den Tommi (Na Icke), der in einem mehrjährigen Erfahrungs-Prozess diesen Pilz in- und auswendig erforscht, angewendet und auch weitestgehend hier dokumentiert hat:

    Benötige ganz dringend Sammelunterstützung...

    Da ich weiterhin mit ihm auch in Verbindung stehe, könnte ich dir bei Bedarf gerne einen Kontakt vermitteln.

    Zu den Zubereitungsformen von Heilpilzen generell wirst du bei 100 Quellen mindestens 80 verschiedenste Informationen bekommen, auch ein einzelnes "Fachbuch" bedeutet nicht zwingend, nun den Stein der Weisen gefunden zu haben. Als sehr seriös wäre hier "Heilende Pilze" von Jürgen Guthmann zu empfehlen.

    Viele, viele Recherchen sind notwendig, vor allem auch viele fremdsprachige wissenschaftliche Publikationen, um hier halbwegs in diese Materie hineinblicken zu können. Ausserdem und eigentlich aller Anfang ist immer die Frage: Was soll eine Einnahme überhaupt bewirken, oder auch, was habe ich bzw. was will ich!


    LG Thomas

  • Hallo Thomas!


    Schön wieder von Dir zu lesen!


    Liebe Grüße!

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • Hallo Hexele,

    die Buchempfehlung Jürgen Guthmann, "Heilende Pilze", die dir Thomas gegeben hat, kann ich nur bestätigen. Es ist ein tolles Buch mit vielen Informationen allgemein zu Heilpilzen und speziell auch zu einigen Arten, so u.a. die Schmetterlingstramete.

    Nur wirst du bei ihm keine Antworten auf die Frage finden, wie du mit deinen gesammelten Pilzen umgehen kannst. (Dies ist auch nicht das Ziel des Buches.) Zu der Schmetterlingstramete schreibt er z.B., dass sie in der chinesischen traditionellen Medizin als Heißwasserextrakt oder Tee aus den ganzen Fruchtkörpern genutzt wurde und wird. Wie diese nun genau zubereitet werden, erfährt man nicht. (Wie gesagt, ist auch nicht das Anliegen des Buches.)

    Wie Thomas schon schreibt, ist die Frage wichtig, mit welchem Ziel man die Schmetterlingstrameten nehmen möchte.

    Wenn man einfach nur mal sehen möchte, wie sie schmecken, ist ein "Kräutertee" sicherlich nicht schlecht. Guthman hat auch die Rubrik "Verwendung in der Küche" und da heißt es zur Schmetterlingstramete, dass man sich einen Kräutertee aus den Pilzen zubereiten könnte. Nun, gesund ist dies auf jeden Fall; wenn es aber um konkrete Krankheiten geht, ja, dann ist, wie Thomas schreibt, eine lange Recherche nötig.

    Liebe Grüße

    Matthias

  • Also heil pilze finde ich ein sehr spannendes Thema.

    Selber nehme ich täglich schmetterling trameten Tee, krebsvorbeugend, da erblich recht vorbelastet. Ob es was bringt mag ich nicht beurteilen, aber das grundsätzliche potential ist da.

    Eine klare positive Wirkung habe ich beim Birken porling oft gemerkt bei Magen Problemen. Natürlich ist das an der eigenen Person keine saubere Studie und placebo nicht auszuschliessen. Aber solange es hilft...

    Das Buch vom guthmann ist wirklich Klasse.

    Lg jens

  • Ich habe bei einem winterlichen Streifzug einen schmalen Baum entdeckt, der

    bis 2 Meter hoch gespickt war mit Trameten, den habe ich einfach mal abgeerntet.


    Ich weiß jetzt momentan auch nichts anzufangen damit, wegen Tee machen oder so,


    aber die 20g/Tag getrocknet, wie man oft liest, finde ich schon beachtlich,

    wenn man wirklich krank sein sollte.


  • Hallo


    Nach Prof Lelley bzw C. Hobbss sind die 20 g für 3x täglich Tee.

    bei direkter Einnahme des Pilzpulvers ( z.b in einer Kapsel) würden auch 5 g tgl. reichen!


    meine persönliche Meinung:

    mindestens 50 % der psitiven gesundheitlichen Wirkung werden schon durch die Bewegung und die frische Winterluft beim Sammeln

    hervorgerufen.;)


    lG

    Ulrich

  • Bei deinen 50% sehe ich das auch so.

    Für grippale Infekte habe ich immer eingelegte Hagebutten parat (unverschämte VC-Bomben).

    Letzten Herbst wollte ich nach drei Jahren wieder welche einlegen, aber irgend jemand

    hat meine bekannten Hagebuttensträucher leer gepflückt.

    Ich weiß dass Schmetterlingstrameten keine Hagebutten sind, aber bei mir schlagen auch 50% Placebo an :)

  • Ich habe heute versucht die Trameten zu pulverisieren,

    mit meinen getrockneten Mischpilzen vom Sommer funktioniert das super,

    aber die zähen Trameten zerlegen sich komplett faserig mit meinem Zerkleinerer mit vier Messern.

    Fühlt sich an wie Watte.


    Ist das normal ? Hat jemand bessere Ergebnisse ?

    Sind die Fasern OK für den Darm?


    Ich frag einfach mal


    Gruß

    Porli


  • Hier geht es um Erfahrungen bzgl. Schmetterlingstramete, da möchte ich gern weiter machen.


    Pilzpulver herstellen

    Die Schmetterlingstramete mit einem Messerzerkleinerer zu pulverisieren ist keine geniale Lösung.

    Die faserige Konsistenz der Tramete macht sich im Ergebnis bemerkbar.

    Es entsteht eine zusammendrückbare watteartige Masse, die vermutlich nur die zerkleinerten Fasern darstellt.

    Zudem entsteht ein extremer Feinstaub, der sich im ganzen Raum verteilt, am besten im Freien ausführen.


    Wer hier Erfahrungen hat mit dem Zerkleinern z.B. mit einer Kaffeemühle könnte seine Erfahrungen gerne mitteilen.


    Enzyme der Tramete (kaputt machen oder nicht)

    Das interessante Enzym Laccase der Schmetterlingstramete kann man kaputt machen durch Hitze (Tee kochen) oder Auszug (Alkohol)

    Könnte es evtl. mitverantwortlich für die Heilwirkung sein?

    Rohkost verzehren oder nicht?


    Grüße

    Porli


  • Hallo Porli,


    kurze Frage: Woher stammt die Aussage, Laccase sei hitzelabil?!

    Laccase als Enzym wird den Oxydasen zugeordnet (reduzieren bei einigen chemischen Reaktionen, bei denen ein Wasserstoffatom abgegeben wird, Sauerstoff zu z.B. Wasser). Ebensolche Enzyme sind z.B. auch die verschiedenen Peroxidasen (hier Sauerstoffreduktion zu Wasserstoffperoxid). Diese wiederum sind ein wichtiger Wirkstoff der Judasohren (Mu-Err), und auch hier gehen diese nach Erhitzung nicht verloren!


    Auch wenn dieses Enzym ein interessanter Wirkstoff der Schmetterlingstrameten ist, so ist er jedoch nicht aussergewöhnlich. Laccase kommt von Natur aus in sehr vielen Lebensmitteln, vor allem diversen Obst- und Gemüsearten, vor. Die wirklich "entscheidenden" und spektakulären Wirkstoffe der Schmetterlinge, ähnlich z.B. dem Chaga, sind hingegen ganz andere, teilweise sogar noch völlig unbekannte, Substanzen! Vor allem jedoch hier zu nennen sind die Polysaccharide, PSB und PSK, sowie Beta-Glucane. Daneben noch diverseste Vitamine, Mineralien und Mikro-Elemente und -Verbindungen.

    Der größte Teil der relevanten Inhaltsstoffe kann jedoch ausschließlich durch Hitzezufuhr (hauptsächlich Auskochen) gewonnen werden!

    Parallel dem Chaga wird seit hunderten von Jahren, hier vor allem in Asien und Lateinamerika, auf diese Weise die Heilwirkung der Schmetterlinge genutzt.

    Auch ein Zermahlen des Pilzes ist in keinster Weise notwendig, auch wenn vielerorts immer wieder, wegen angeblicher Notwendigkeit der Oberflächenvergrößerung, darauf verwiesen wird! Zum einen ist die Mühle eine Erfindung der neueren Zeit, Pilze wurden schon wesentlich länger genutzt, und zum anderen haben/hatten die Menschen draussen in der Natur garantiert auch keine solche "am Mann". Es reicht völlig aus, so wie es auch seit Urzeiten praktiziert wird, die Pilze in kleine Stücke zu schneiden oder brechen und diese dann auszukochen, vergleichbar mit Kräutern bzw. Kräutertees (wird ja auch nicht gemahlen). Das Ergebnis, entscheident für die Konzentration der gewünschten Inhaltsstoffe ist die Länge des Prozesses, ist das selbe!


    LG Thomas

  • Halllo Porli,


    ergänzend meine Erfahrung mit Mühlen: alle über sehr Kurz und selten Lang zerstört, durch getrocknete Porlinge.


    Also kleinschneiden (oder Hämmern bei Chaga) und dann Sud auskochen. Manches kann man wohl mehrmals verwenden. Ich hsbe es aber immer nach dem ersten Sud entsorgt.


    Grüßle

    RudiS

  • Hallo Rudi,


    bei den Schmetterlingen würde ich dir diesbezüglich zustimmen. Für den Chaga hingegen wäre die Praxis des Einmalverwendens, gelinde gesagt, ein Frevel!

    Chagastücke kann bzw. sollte man problemlos mehrfach "auskochen"! Wenn dann das Endergebnis etwas durchsichtiger wird, einfach zu den anscheinend "ausgelutschten" ein frisches Stück dazugeben. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass dieses neue Teil Botenstoffe absetzt, welche die anderen zu weiterer Wirkstoffabgabe animiert!

    Tatsächlich Ende ist, wenn die Stücken zerfallen. Diese Krümel sind jedoch dann immer noch so inhaltsreich und damit bestens geeignet für die Herstellung von alkoholischen Auszügen, für die Zubereitung oder Zusatz von/zur Tiernahrung oder letztendlich als Blumendünger.

    Ist bei einem solch wertvollen und ja auch recht seltenen Pilz nicht nur eine Kostenfrage, sondern auch ressourcenschonend und ein Beitrag zur Nachhaltigkeit.


    LG Thomas

  • Hallo

    Nicht nur im Wald, auch im WEB kann man fündig werden.

    Der angegebene Link führt zu einer extrem Informativen und umfangreichen Seite von DR.C.Hobbs über Naturmedizin und nicht zuletzt auch sehr ausführlich zu

    Pilzen und speziell auch Trametes versicolor. ( auch Teerezept!!)

    Hier werden wissenschaftliche Erkenntnisse ohne grösseres akademisches Fachchinesisch und ohne esoterische Höhenflüge angeboten. Leider (?) nur auf englisch.


    Dr. Christopher Hobbs – Herbalist, author, botanist, mycologist & research scientist


    L G Ulrich

  • Beachwolle

    dann ist es ja gut dass Oxidasen hitzestabil sind. Ich dachte immer dass bei der Haltbarmachung

    von z.B. Lebensmitteln durch Hitze alle Enzyme denaturiert (kaputt gemacht) werden.


    Gwürzbuizl

    danke für die Info, eine Kaffeemühle habe ich leider nicht mehr, ich bin Opfer der KaffeePad-Generation geworden.

    Nicht weil es einfacher ist, sondern weil ich damals keine richtig schwarz geröstete Bohne mehr gefunden habe.


    Gruß

    Porli

  • Hallo Porli,


    das war nicht als Feststellung zu verstehen, eher als Frage!

    Ich weiß nicht, bis zu welchen Temperaturen Laccase stabil bleibt.

    Ich bin nur darüber gestolpert, da ja dieses Enzym auch als Bleichmittel z.B. in der Papier- und Textilherstellung Verwendung findet und diese Prozesse in der Regel mit sehr hohen Temperaturen einher gehen.

    Dass Enzyme bei entsprechenden Temperaturen denaturieren ist ja klar, nur gibt es da ja keinen einheitlichen Grenzwert. So sind beispielsweise die Enzyme in Waschmitteln oder die in den Bakterien der heissen Quellen doch schon recht hitzeresistent und die Möglichkeit der Bioaktivität einzelner Enzyme noch weitaus höher.

    Daher wollte ich mit meiner Startfrage auch nur wissen, woher du diese Info hast. Ich habe dazu in meiner Fachliteratur nämlich nichts Brauchbares finden können. :wink:


    LG Thomas

    • Gäste Informationen
    Hallo, gefällt Dir das Thema und willst auch Du etwas dazu schreiben, dann melde dich bitte an.
    Hast Du noch kein Benutzerkonto, dann bitte registriere dich, nach der Freischaltung kannst Du das Forum uneingeschränkt nutzen.