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Septemberfunde – Teil 3 – Ziegenlippe, Rötlicher Gallerttrichter, Natternstieliger Schneckling und Aniszähling

  • Grüß Euch!


    Weiter geht’s mit…


    7. für mich etwas ganz Besonderes: der Großsporige Kiefernröhrling - AUREOBOLETUS PROJECTELLUS. Stimmt Ihr mir da zu?


    Der Stiel ist für mich sehr charakteristisch.



    8. der farbenfrohe Rötliche Gallerttrichter - GUEPINIA HELVELLOIDES



    9. schon mal im August gefunden, den Natternstieliger Schneckling - HYGROPHORUS OLIVACEOALBUS. Hier allerdings in der trockenen Variante



    10. und der Aniszähling - LENTINELLUS COCHLEATUS. Habt Ihr den schon mal z.b. als Pilzpulver verwendet? Er macht ja seinem Namen bez. Zäh alle Ehre.



    Danke Euch und einen schönen Abend!


    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • Der Biologe

    Hat den Titel des Themas von „Septemberfunde – Teil 3 – Großsporige Kiefernröhrling, Rötliche Gallerttrichter, Natternstieliger Schneckling und Aniszähling“ zu „Septemberfunde – Teil 3 – Großsporiger Kiefernröhrling, Rötlicher Gallerttrichter, Natternstieliger Schneckling und Aniszähling“ geändert.
  • hallo zusammen!


    danke Euch! Dann stimmt Ihr eh auch beim Röhrling zu! War durch die Formulierung zunächst nicht ganz sicher ob’s nun passt, oder nicht.


    Dass der zu den Ziegenlippen gehört ist jedenfalls auch neu für mich! Es scheint auch noch nicht ganz klar zu sein, wo er nun taxonomisch einzuordnen ist.


    Liebe Grüße

    Alex



    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


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  • Hmm...:/


    kann es sein, dass Ihr unter Kiefernröhrling vielleicht den kleinsporigen meint? Zumindest habe ich bei meiner Recherche zum Kiefernröhrling nur den von mir genannten(s.o.) und den Kleinsporiger Kiefernröhrling gefunden. der ist es klar nicht.

    AUREOBOLETUS PROJECTELLUS. den ich eben oben vermutete, ist auf 123 eben als Großsporiger Kiefernrörhling geführt.


    Somit glaube ich, dass wir eh den gleichen meinen. Der Link und die darin enthaltene Doku vom Nachbarforum ist super! Danke dafür! hier wird er halt Großsporiger Röhrling genannt.


    lg

    Alex


    PS: bei Kiefern wuchs er definitiv...:wink:

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  • Danke Dir!


    die Stielfarbe passt bei der genannten Ziegenlippe wirklich besser, da weniger bräunlich. Allerdings habe ich diese noch nie mit so ausgeprägtem Netz gesehen. und der Stiel war insgesamt nie so hoch und dick. aber mitunter liegt das noch im Schwankungsbereich dieser Art...


    Danke jedenfalls für Eure wertvollen Hinweise!:thumbup:


    lg

    Alex

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  • Hallo Alex,


    neidlose Gratulation für Aureoboletus projectellus. Und übrigens auch an Uwe, der diese Art auf Rügen gefunden hat.


    - Da ich die Gattung/Art nicht kannte, habe ich ausgiebig recherchiert:

    (1) Die Art hast du (das wird dir auch Uwe bestätigen) korrekt bestimmt.

    (2) Auf eine Verwandtschaft zur Gattung Xerocomus habe ich keine Hinweise gefunden.

    (3) Diese Art als Ziegenlippe zu bezeichnen ist eine Fehlbestimmung.


    Literatur:


     https://www.researchgate.net/publication/285001098_The_genus_Aureoboletus_a_world-wide_survey_A_contribution_to_a_monographic_treatment


    Weitere Röhrlinge.


    Aureoboletus projectellus (MushroomExpert.Com)


    (PDF) Aureoboletus projectellus (Fungi, Boletales) – An American bolete rapidly spreading in Europe as a new model species for studying expansion of macrofungi



    Grüße Gerd


    Das war jetzt mein 4. Versuch die Literatur-Links korrekt anzuzeigen. Ich überprüf es jetzt nicht mehr.

  • (3) Diese Art als Ziegenlippe zu bezeichnen ist eine Fehlbestimmung.

    Ich mag ja deine inbrünstige Art, Gerd, aber du liegst falsch.


    Das ist eine typische Ziegenlippe die halt auch mal so ein Pseudonetz ausbildet. Das Schnittbild mit dem gelben Fleisch und der rosabraunen Stielbasis passt wunderbar im Gegensatz zu A. projectellus. Bei letzterem ist es finde ich ein gutes Merkmal, dass die Röhren in Richtung Stiel häufig nochmal nach oben abbiegen und der Stiel dadurch wie eingepropft wirkt.


    LG.


  • Hallo Alex,


    lass dich nicht durch "Ziegenlippen-Beführworter" (eindeutige Fehlbestimmungen!!!!) an deiner korrekten Bestimmung zweifeln. Und ich gehe (obwohl ich deinen Fund noch nie in der Hand hatte) einen Schritt weiter: Alle gebrachten Argumente (mich überzeugende kamen eh nicht) für eine Ziegenlippe sind m.E. wertlos/nicht zutreffend.


    Grüße Gerd

  • Hi Alex,


    Im Gegensatz zu Gerd kenne ich Auroboletus projectellus schon länger. Er breitet sich von Osten kommend besonders über den Norden Deutschlands aus. Argumente hat Gerd keine gebracht, nur Links was ich aber durchaus schätze bei ihm, dass er seine Antworten so mühsam unterfüttert mit weiterführenden Links.


    Nur wird die Bestimmung dadurch leider nicht automatisch richtig.


    Du bekommst aber sicher noch ein paar weitere Meinungen zu Deinem Fund um Gerds eindeutige Fehlbestimmung ad acta legen zu können. :wink:


    Sorry, ich konnte es mir nicht verkneifen.


    Lg.

  • Hallo,


    ich will einmal kundtun, was meiner Meinung nach gegen Aureoboletus projectellus spricht.


    1. die viel zuwenig überstehende Huthaut

    2. das der junge Fruchtkörper keine Netzzeichnung zeigt, die der aber auch schon in der Jugend zeigen muss.

    3. die Stielspitze im Übergang zum Hut, welche hier überhaupt nicht zu diesem passt.


    Ich weiss dass das nicht viel ist aber für mich hat Gerd den Fund fehlbestimmt. Ich tu das nicht gern aber alle Fundbilder sonst sehen anders aus.


    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Hallo,


    woher soll ich wissen, dass du diese Pilzart schon länger kennst. Ich bleibe skeptisch, da du in deinem Profil nicht einmal angibst, in welcher Gegend du wohnst!!!!

    - Und übriges würde mich interessieren, ob du wenigstes deinen ersten Fund mikroskopiert hast oder dir von einem Spezialisten bestätigen lassen hast.

    - Ich sehe gelassen in die Zukunft und warte weitere mich überzeugende Meinungen ab, die mir eine eindeutige Fehlbestimmung bestätigen.


    - Zeige bitte doch einmal aussagekräftige Bilder deiner schon lange bekannten Art.


    - Übriges richtig: Ich habe keine Argumente sondern nur Links (die voller Argumente sind) gebracht. Aber auch bei dir vermisse ich mich überzeugende Argumente für die Ziegenlippe und gegen A projectellus.


    Grüße Gerd


    PS.:

    - Den Fund werden wir evtl. nur durch einen Blick ins "Scharfe Auge" (Mikroskop) klären können..

  • Hallo

    Ich beobachte den Röhrling schon zwei Jahre und schlage mich zu den Ziegenlippenbefürwortern. Ziegenlippen können auch diesen runzeligen Stiel haben und zeitweilig eine leicht überstehende Huthaut.


    Alex Kannst du die Farbe vom Röhrenboden benennen? Bei meinen Funden war der rot bis bräunlich.


    Hier die Netzstruktur beim Großsporigen!


  • Der röhrling ist wirklich speziell.

    Wenn ziegenlippe, dann sollte die Basis sehr hart sein und die röhren im Schnitt nicht wie beim steinpilz, sondern unterschiedlich. Da gibt es irgendwo ein Foto von thiemo, ich kann sonst auch was hochladen, um zu zeigen was ich meine. Kannst du diese zwei Merkmale beurteilen, Alex?

    Ich weiss aber noch nicht, wie diese zwei Merkmale bei dem andern ausfallen müssten.

    Lg jens

  • Hallo gerd,

    Bei so einem speziellem fund (nordamerikanische beheimateter Pilz) sollte man schon explizit schreiben warum man diesen erkennt. Welche Merkmale Stimmen hier für dich? Und gegen die ziegenlippe?

    Bin dann gespannt auf Uwe, auch wie er seine funde bestätigen konnte.

    Lg jens

  • Also nach einer kurzen Recherche über den aureoboletus tendiere ich zur ziegenlippe, da der Lamellenansatz am Stiel für mich nicht passt. Die gehen hier gerade an den Stiel, ohne "burggraben".

    Lg jens

    Hall Jens,


    mit dem Hinweis auf den Burggraben hast du mich schon fast überzeugt, Dass ich mit Aureoboletus falsch liege.


    - doch dann bringt Uwe folgendes Bild



    auf dem ich auch keinen ausgeprägten Burggraben erkennen kann.


    Grüße Gerd

  • Hi.


    So jetzt nochmal sachlich. :D


    Vieles wurde ja schon benannt. Nochmal zusammenfassend: der eingepfropfte Stiel (Burggraben) oftmals mit herablaufenden Röhren kommt häufig vor. Im Alter wölbt sich die Röhrenschicht nach unter vor. Die Huthaut hängt meist über. Der Pilz ist zudem der "lang und dünn" der Röhrlinge. Ganz ähnlich wie Aureoboletus betula. Der Stiel ist stark rillig gefurcht. Vorkommen unter 2-nadeligen Kiefern. Im Schnittbild bräunlichfaseriges Fleisch, Grundfarbe nicht so gelb wie die Ziegenlippe. Die Verbreitung in Deutschland ist wie gesagt bisher lediglich im Osten und Norden bekannt. Weiß nicht wo Alex unterwegs ist?


    Ich halte den Pilz für makroskopisch gut kenntlich in den meisten Fällen. In dem Fall hier würde ich mich wie gesagt auch festlegen, dass er es definitiv nicht ist. :)


    LG.

  • Hallo zusammen,


    zum Thema kann ich überhaupt nichts beitragen, sondern verfolge nur gespannt eure Diskussion. Aber das hier:

    auf dem ich auch keinen ausgeprägten Burggraben erkennen kann.

    hat mich doch gewundert, denn ich sehe da einen sehr deutlichen Burggraben. Gerade am rechten Stielrand sieht man das trotz der Knabberstellen gut, finde ich.


    Beste Grüße

    Sabine

  • hallo Zusammen!


    vielen Dank für Eure vielen spannenden Beiträge! Und sorry, dass ich jetzt erst was dazu beisteuern kann!


    also ich war unterwegs in Kärnten, wo das Klima im Sommer schon deutlich wärmer ist, als bei mir zu Hause in Salzburg. Gefunden habe ich die Pilze unter zweinadeligen Kiefern am Waldrand, was sicherlich noch zusätzlich etwas mehr Wärme bringt. Eine Art Burggraben habe ich schon abgespeichert.
    zumindest kenne ich diese Stelle genau, d.h. Ich komme da sicherlich wieder mal vorbei und mit ein wenig Glück sind dann die Pilzchen auch wieder da.


    bin gespannt, wie es weiter geht!


    danke Euch und Liebe Grüße

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • Tach.


    Auch wenn ich Aureoboletus projectellus noch nicht in der Hand hatte, spricht zumindest bei Alex Fund aus meiner Sicht alles für (aber nichts gegen) eine normale Ziegenlippe (Xerocomus subtomentosus s.str.).
    Insbesondere der Habitus (Stiel bei A. projectellus gefühlt 30 mal so lang wie Hut breit), dazu die struktur der Stielrippen und auch das verfärbungsverhalten im Schnittbild passen doch viel besser zu X. subtomentosus. :wink:

    A. projectellus hätte gelberes Fleisch, das im Schnitt auch +/- bräunen sollte, dazu wäre das Netz gerade jung stärker ausgeprägt und dann im Alter verflachend (hier jung pp ungenetzt). Das (ziegenlippentypisch) blass rosabräunliche Fleisch im unteren Stielteil (hier durchaus erkennbar auf den Bildern) dürfte bei A. projectellus nicht vorkommen.

    Ob der Ansatz der Röhren am Stiel zur Trennung verlässlich ist: Keine Ahnung, müsste man mal beobachten. Bei X. subtomentosus s.str. geht das Variationsspektrum ja auch von breitr angewachsen bis tief ausgebuchtet.



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

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