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Neues Leben an toter Birke II

  • Hallo,


    am 03.10.2020 sah ich in einem Waldstück in der Mitte Sachsen-Anhalts an einem toten Birkenstamm diese Pilze:


    Hier der liegende Stamm:




    1. (im Vordergrund) Pilzartiger Geruch, ca. 25 cm groß - Birkenporling (Piptoporus betulinus), oder?


    2. Auf dem obersten Bild der Pilz im Hintergrund, ca. 18 cm groß, lederartig, leicht beißender Geruch, nicht angenehm, vielleicht Rötende Tramete (Daedaleopsis confragosa) oder ein anderer Vertreter der Gattung Daedaleopsis?


    VG Marcus

  • Hi Marcus!


    beides Passt! Schöne Exemplare!


    lg
    alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • Hallo,


    auch wenn ich zuletzt beim Birkenporling wiederholt richtig lag. Bei einer neuen Sichtung gibt es immer eine Restunsicherheit. Immerhin werden hier: Birkenporling, Birkenzungenporling, Birkenschwamm, Ötzipilz = FOMITOPSIS BETULINA (SYN. PIPTOPORUS BETULINUS, BOLETUS BETULINUS) zahlreiche verwechselungsträchtige Arten benannt. Ich stelle daher auch dieses Exemplar vom 03.10.2020, ca. 20 cm groß, hier ein:



    VG Marcus

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für eure Beiträge.


    Ich glaube, meine Nase ist nicht die beste - einen besonderen Geruch habe ich bei den bislang gefunden Birkenporlingen nicht wirklich bemerkt.


    Nö, mit den kann man die Birkenporlinge nicht verwechseln. Außer man hat 0,000 Ahnung.

    Naja, meine bisherigen Kenntnisse gehen nur ganz ganz wenig darüber hinaus.


    Bevor ich da zum Tee komme - junge Exemplare, aber wohl nicht zu jung - wird wohl noch einige Zeit vergehen. Selbst wenn ich dann die Art erkenne, muss ich noch ein Exemplar des passenden Alters finden (und dann als solches auch erkennen).


    VG Marcus

  • Bevor ich da zum Tee komme - junge Exemplare, aber wohl nicht zu jung - wird wohl noch einige Zeit vergehen. Selbst wenn ich dann die Art erkenne, muss ich noch ein Exemplar des passenden Alters finden (und dann als solches auch erkennen).


    VG Marcus

    He Marcus

    Wenn ich es richtig verstehe, kann man Tee nicht nur von den ganz jungen Exemplaren machen. Aber nur die ganz jungen kann man essen.

    Das macht zumindest so ein Tee Projekt etwas einfacher ;)

    Ich würde mich da auch Mal ran trauen wollen. Wird können ja einander hier im Forum von unseren Erlebnissen/ Erkenntnissen berichten.

    Viele Grüße. ReikeT

  • Hallo ReikeT,


    danke für deinen Beitrag. Ich muss dann nur mal wieder rauskommen. Momentan ist es mir zu feucht/kalt. Und dann muss der Pilz wohl erst getrocknet werden bevor man einen Tee kochen kann. Also nicht wie z. B. bei Pfefferminze, bei der auch von den frischen Blättern ein Tee zubereitet werden kann.


    VG Marcus

  • Hallo ReikeT,


    danke für deinen Beitrag. Ich muss dann nur mal wieder rauskommen. Momentan ist es mir zu feucht/kalt. Und dann muss der Pilz wohl erst getrocknet werden bevor man einen Tee kochen kann. Also nicht wie z. B. bei Pfefferminze, bei der auch von den frischen Blättern ein Tee zubereitet werden kann.


    VG Marcus

    He Marcus

    Los trau Dich ruhig raus :P einfach regenfeste Klamotten anziehen. Der Wald hat ein ganz eigenes Flair bei dem Wetter.

    Zum Trocknen könnte man den Birkenporling bspw in kleine Schnitzel in einer Alugrillpfanne auf die Heizung stellen oder bei 60 Grad und angeklapptem offen ³⁰-45 min bei Umluft im Ofen trocknen. Fertig sind sie, wenn sie in der Hand rascheln und beim zerbrechen knacken.

    Seit dem ich im Wald bewusst an toten Birkenstumpen Ausschau halte, sehe ich öfters Mal einen.

    Viele Grüße

    ReikeT

  • ich schon.


    junge noch sehr weich, aber auch in diesem Zustand schon recht bitter. Aber wer so etwas mag. Wächst derzeit eh überall, also einfach mal reinbeißen!


    Liebe Grüße

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • Nein, gegessen habe ich den Pilz auch noch nicht. Wenn aber der Geschmack von jungen Pilzen bitter ist, dürfte dies wohl auch auf den Tee zutreffen. Also den Tee mischen mit ??? Ich hatte vor x-Jahren mal Wermuttee. Auch wenn ich sonst nicht so empfindlich bin - der Tee war derart bitter, dass ich ihn auch stark verdünnt, mit anderen kräftigen Tees gemischt, nicht trinken konnte. Ich hoffe, so extrem ist es beim Birkenporling nicht.


    VG Marcus

  • Nein, gegessen habe ich den Pilz auch noch nicht. Wenn aber der Geschmack von jungen Pilzen bitter ist, dürfte dies wohl auch auf den Tee zutreffen. Also den Tee mischen mit ??? Ich hatte vor x-Jahren mal Wermuttee. Auch wenn ich sonst nicht so empfindlich bin - der Tee war derart bitter, dass ich ihn auch stark verdünnt, mit anderen kräftigen Tees gemischt, nicht trinken konnte. Ich hoffe, so extrem ist es beim Birkenporling nicht

    Hallo,


    also ich finde den Birkenporlngstee nicht unangenehm. Ich trinke selbst gemachten, eigentlich ohne Geschmacksprobleme. Ich kenne aber Leute die meinen Tee leicht Bitter fanden.


    Viele Grüße

  • jetzt fände ich ja mal interessant Jabaa : stellst Du bei Dir selbst Einschränkung fest in der Empfindungsfähigkeit von Bitterstoffen in Gallenröhrlingen? Soll es ja geben. und wenn hier ein Zusammenhang bestünde, fände ich das schon interessant.

    viele Grüße,

    ReikeT

  • Halli ReikeT,

    stellst Du bei Dir selbst Einschränkung fest in der Empfindungsfähigkeit von Bitterstoffen in Gallenröhrlingen?


    ich hatte den Gallenröhrling einmal und er war scheußlich bitter für mich. Es gibt denke ich ziemlich viele Variationen im Geschmackserlebniss von verschiedenen Lebensmittel. Könnte auch sein, dass ich schon viel Birkenporling getrunken habe und ich mich dran gewöhnt habe. Ich habe auch schon mal ein Eichelbrot gebacken und das fanden sehr viele Leute bitter, aber ich konnte es sehr gut essen. Gibt wohl unentliche Variationsbreiten, über die man bestimmt eine Doktorarbeit schreiben könnte ;) .

  • Geschmäcker sind eben so verschieden - sieht man doch auch in der Mode, bei Brillengestellen, bei Wein, bei ... Warum soll es da bei Pilzen anders sein?


    Ich habe Hoffnung, dass ich im Verlauf der Woche noch zu Birkenporlingen komme, sie dann trocknen kann, und schon bald mir ein eigenes Bild machen kann, wie der Tee schmeckt.

  • Inzwischen trocknet ein in kleine streifen geschnittenes Stück Birkenporling. Mal schauen, ob es am kommenden Wochenende den ersten Tee geben wird. Es war gar nicht so einfach, noch Birkenporling zu finden - ich hatte den Eindruck, andere waren schneller. Birken lagen genügend rum, Zunderschwamm war auch dran, aber einen Birkenporling fand ich erst als ich die Hoffnung schon fast aufgegeben hatte.


    Leider ist die Teezubereitung nach meinen Internetrecherchen wohl mit etwas Aufwand verbunden, also nicht einfach nur mit Wasser übergießen und kurz ziehen lassen. Vielmehr muss Stück wohl 20 bis 30 Minuten gekocht werden. Alternativ wird die Zubereitung in einer Thermoskanne empfohlen, was mir persönlich besser gefallen würde.

    Vielleicht können Jabaa (und natürlich auch alle anderen) noch über Erfahrungen berichten.


    VG Marcus

  • Guten Morgen,


    meine Frau und ich trinken schon seit fast zwei Wochen jeden Abend eine große Tasse Porlingstee. Mir schmeckt er fast wie eine leichte, ungesalzene Pilzsuppe und meine Frau findet ihn leicht bitter, jedoch durchaus trinkbar. Wir kochen den Tee ca. 20 Minuten auf kleiner Flamme und lassen ihn dann noch zehn Minuten abkühlen bzw. ziehen. Die Stücken können durchaus mehrfach verwendet werden, nur immer in kaltes Wasser legen und ab in den Kühlschrank. Bis jetzt merken wir keine Veränderungen im Befinden, was ja nicht unbedingt schlecht sein muss. ;)


    LG André

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