Hallo, Besucher der Thread wurde 677 mal aufgerufen und enthält 18 Antworten

Welcher Wulstling ?

  • Hallo zusammen,


    ich bin heute mal wieder durch den Wald gelaufen und habe folgenden Pilz endeckt. Sieht mir nicht aus wie der graue Wulstling. Vielleicht ein fransiger Wulstling ? Das Velum war sehr weich und sehr feucht und kleine Stücke waren etwas breiig. Daneben standen alle möglichen Laubbäume vor allen Dingen Buchen. Der Geruch war pilzig und für mich etwas modrig, hatte meine Hände aber vorher schon in der Erde, also vll habe ich mehr Erde gerochen. Bei dem Exemplat wisst ihr bestimmt bescheid ;). Oder bin ich doof und es ist der Perlpilz ?



    Viele Grüße

    Jabaa

  • Ja, Ein sehr schönes Exemplar -

    Für den lohnt sich der Gang zum PSV !

    Lg jens


    Ich habe den Pilz gestern dann stehen lassen. Ich dachte mir schon, dass es der fransige ist, aber habe nicht daran geglaubt den jemals hier zu finden. Da ich in raus genommen habe und der jetzt einen Tag in der Wärme stand, denke ich, dase er jetzt zum aussporen bestimmt ist. Ist der bei euch selten ? Den habe ich noch nie gesehen und auch in der Literatur steht bei mir das er selten ist.Vielleicht ist er aber auch im kommen wegen der heißeren Temperaturen ?


    Viele Grüße und danke für die Antworten.

  • Hallo Jabaa,

    im Heilbronner Stadtgebiet ist das im Sommer der häufigste Pilz, etwa so häufig wie der Stadtchampignon. Er wächst ganz frech auf Grünstreifen am Straßenrand oder in Parkanlagen zwischen Hundedreck, auch dann, wenn es wegen Hitze und/oder Trockenheit keine anderen Pilze gibt.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Hallo Stephan,


    im Heilbronner Stadtgebiet im Sommer der häufigste Pilz, schreibst du?

    Ist mir hier in Heilbronn bisher noch nie aufgefallen... nicht, dass ich schon in HN Pilze gesucht hätte, aber ich bin oft dort und könnte mal danach schaun!

    Wo genau würde ich sowas finden können - fände ich den jetzt eventuell gar in der Nähe der Theresienwiese / Wertwiesenpark?


    LG, Martin

  • Guten Abend


    wenn ihr gerade bei den fransigen Wulstlingen seit:


    ich hatte Mitte Juli 2021 dieses Exemplar gefunden. Kein so schönes wie das von Jabaa.

    Leider kein Foto vom Standort und Basis.

    Gefunden am Laubwaldrand nach 2 Tagen Dauerregen. Der Fruchtkörper war sehr durchnässt.

    An den Geruch kann ich mich nur wage erinnern, jedoch nicht unangenehm, neutral.

    Ich dachte damals jedenfalls auch an den fransigen Wulstling.

    Kann man zu den Aufnahmen eine ungefähre Einschätzung abgeben?


    Beste Grüsse

    Corinne





    ———————————————————————————————————————————————————————————————————————-------------

    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben. Zur Pilzbestimmung für

    Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

  • Hallo Jabaa,

    im Heilbronner Stadtgebiet ist das im Sommer der häufigste Pilz, etwa so häufig wie der Stadtchampignon. Er wächst ganz frech auf Grünstreifen am Straßenrand oder in Parkanlagen zwischen Hundedreck, auch dann, wenn es wegen Hitze und/oder Trockenheit keine anderen Pilze gibt.

    FG

    StephanW

    Bei mir hier im Darmstädter Wald habe ich den noch nie gesehen. Dabei bin ich gar nicht so weit weg von Heilbronn ;). Vielleicht sehe ich den wirklich schönen Pilz noch öfters ab jetzt wo das Eis gebrochen ist. Der wird dann hoffentlich bald von unsicher bestimmt zu einem sicher bestimmten Pilz bei mir. Dafür danke für die Infos.

  • Ich finde ihn öfter und finde ihn sehr gut. Auch das Auge freut sich über die Gold gelb gebratenen Scheiben.

    Glücklicherweise auch an stellen die nicht speziell Hunde Ecken sind….

    Lg jens

    Ich hatte den fransigen Wulstling überhaupt nur auf dem Schirm, weil du vor glaube ich einem Jahr ein Rätsel mit dem als Lösung hattest. Man lernt in dem Forum auch viel Unbekanntes kennen was man zukünftig einsetzen kann :).


    Viele Grüße

  • fände ich den jetzt eventuell gar in der Nähe der Theresienwiese / Wertwiesenpark?

    Hallo Martin,

    im Stadtgebiet Heilbronn habe ich den schon gefunden:

    - auf dem Parkplatz am Freibad Neckarhalde, das ist nur ein paar Hundert Meter vom Wertwiesenpark entfernt

    - im Wertwiesenpark selber, auf den Rasenflächen in der Nähe des Minigolfplatzes

    - auf dem Heilbronner Hauptfriedhof, im Eingangsbereich

    - auf dem Sontheimer Friedhof, auch im Eingangsbereich

    - am Europaplatz, rund um die Rollsporthalle

    ...

    immer im Früh- oder Hochsommer. Wenn es jetzt mal ein paar Tage hintereinander regnet, müsste er aufploppen.


    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Bei mir hier im Darmstädter Wald habe ich den noch nie gesehen. Dabei bin ich gar nicht so weit weg von Heilbronn ;).

    Hallo Jabaa,

    in Darmstadt ist der Boden anders als in Heilbronn, weniger lehmig, mehr sandig. Vielleicht spielt das eine Rolle. Im Darmstädter Wald habe ich ihn auch noch nicht gesehen. Dafür aber schon im Prinz-Emils-Garten. Im Herrngarten würde ich ihn auch erwarten, vor allem in dem Teil Richtung Watzeviertel/Porzellanschloss.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Hallo Jabaa,

    in Darmstadt ist der Boden anders als in Heilbronn, weniger lehmig, mehr sandig. Vielleicht spielt das eine Rolle. Im Darmstädter Wald habe ich ihn auch noch nicht gesehen. Dafür aber schon im Prinz-Emils-Garten ("Prinzert"). Im Herrngarten würde ich ihn auch erwarten, vor allem in dem Teil Richtung Watzeviertel.

    FG

    StephanW

    Ich werde mal im Herrengarten gucken, da gehe ich sowieso mehrmals die Woche durch. Werde auch in Richtung Martinsviertel gucken :).


    Viele Grüße

  • Salve miteinander!


    Das ist ja ursprünglich eher eine südeuropäische Art, die sich aber mehr und mehr in den wärmeren Gegenden auch nördlich der Alpen anzusiedeln beginnt. In Wäldern Fuß zu fassen ist natürlich dann erheblich schwerer, als im anthropogen beeinflussten Raum - weil dort (also Wälder, nicht Holzplantagen!) die Artenvielfalt und damit auch der Konkurrenzdruck durch andere Arten höher ist.

    Dennoch sind mir Fransige auch schon abseits von Siedlungen und Wegen in Wäldern begegnet, und zwar im Kraichgau, im Kaiserstuhl und in den Rheinauen des südlichen Oberrheines. Dort (Rheinauen) übrigens oft vergesellschaftet mit Igelwulstlingen, da sollte man entsprechend hingucken, wenn man die kulinarisch verwerten will. Sollte man ja sowieso.

    Wenn man mal das Glück hätte, diese Pilze nicht am Straßenrand oder Hundetoiletten zu finden: Mir schmecken die ganz hervorragend. Geruch anfangs in der Pfanne ein wenig wunderlich, aber das verfliegt und der Geschmack ist wirklich gut, meiner Meinung nach.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

    • Gäste Informationen
    Hallo, gefällt Dir das Thema und willst auch Du etwas dazu schreiben, dann melde dich bitte an.
    Hast Du noch kein Benutzerkonto, dann bitte registriere dich, nach der Freischaltung kannst Du das Forum uneingeschränkt nutzen.