Hallo, Besucher der Thread wurde 377 mal aufgerufen und enthält 10 Antworten
  • Liebe Pilzfreunde,


    bei hellen Pilzen mit Lamellen sieht immer der Resoekt vor Fehlbedtimmung, weshalb ich das Forum um Unterstützung bitte.


    Handelt es sich hier um einen essbaren Vertreter aus der Champignongattung? Wenn ja, liege ich mit dem Riesenchampignon richtig?


    Region: Baden-Württemberg, Obstwiese um einen Apfelbaum

    Mehrere Exemplare in Gruppe auf Gras

    Geruch sehr schwach, nicht klar pilzig, evtl Mandel.

    Lamellen komplett bedeckt durch Schleier, nach Entfernen, rosè bzw sehr helle Lamellen, keine Verfärbungen nach Anschnitt und auch nicht später. Hutfleisch ragt über Rand, Oberfläche leicht bräunlich, schmutzig, aufgerissen, lässt sich gut abziehen. Dachte zuerst es sind Bovisten, bis ich den Stiel bemerkte. Stiel hell, bricht, nicht hohl, nicht färbend nach Schnitt, keine typische Knolle aber verdickt.


    Knollenblätterpilz würde ich ausschließen, wegen Lamellenfarbe und Fuß.

    Er riecht nicht nach Tinte, Karbol oder sonst unangenehm. Aber nach Champignon finde ich riecht er auch nicht so wirklich.


    Bitte korrigieren, wenn ich falsch liege. Wenn essbar, Speissewert?

  • Hallo Simone,

    da hast du wohl einen Wiesenegerling beschrieben. Riecht unbedeutend, aber nicht nach Anis und nicht nach Tinte, Karbol. Reagiert nicht auf Druck oder Anschnitt und weit und breit kein Gelb zu sehen am Stiel. Aber eine genaue Bestimmung ist bei Champignons fast unmöglich.

    Und man sollte sie nur in Massen essen.


    LG Rigo

  • Hallo Simone,

    da hast du wohl einen Wiesenegerling beschrieben. Riecht unbedeutend, aber nicht nach Anis und nicht nach Tinte, Karbol. Reagiert nicht auf Druck oder Anschnitt und weit und breit kein Gelb zu sehen am Stiel. Aber eine genaue Bestimmung ist bei Champignons fast unmöglich.

    Und man sollte sie nur in Massen essen.


    LG Rigo

  • Hallo,


    gut, dass du deinen Fund kritisch betrachtest, denn es sind nicht alle Champigons essbar.

    Zum Speisewert und warum das so ist hier mal reinschauen -> Online-Bestimmungshilfen sind keine Verzehrfreigaben!
    Hinzuzufügen ist, dass viele Champignons durch extreme hohe Schwermetallmengen , auch auf unbelasteten Böden, alles andere als gesund sind.

    Welcher der 60+ Champignonarten, die in Deutschland vorkommen das jetzt genau ist wird sich an diesem Einzelexemplar kaum festlegen lassen. Fest steht es ist mit Sicherheit kein Riesenchampignon. Ebenso scheidet der Weisenchampignon sicher aus, da dieser keinen deratig keuligen Stiel hat. Ein typischer Anis-Champignon ist das mit diesem schmächtigen RIng, ohne zahnradförmige Unterseite auch nicht. Riecht er denn nach Anis (wenn er schon nicht "nach Champignon" riecht)? Verfärbt sich das Fleisch auf dem Hut, wenn man ihn drückt oder im Schnitt? Zunächst müsste man ihn einer Sektion zuordnen. Weiter gehts meistens nur mit Mikroskop und Genanalyse.


    LG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

  • Hallo zusammen,

    das ist so ein typischer Kandidat für den Schaeffertest (mit Anilin und rauchender Salpetersäure) und den KOH-Test. Ohne diese Tests kommt man hier wohl nicht weiter. Immerhin ist es auch nicht der Karbolchampignon, der würde anders riechen.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Hallo,


    zur klassischen Schäffer-Reaktion kann man ergänzen, dass das auch mit Sulfanilsäure funktioniert. Ist weniger gefährlich & giftig und wahrscheinlich für Hobby-Mykologen einfacher als die beiden klassischen Reagenzien zu bekommen (Privatbesitz in EU nicht verboten).

    LG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

  • Hi,

    Zitat


    Und man sollte sie nur in Massen essen.


    Ich liebe die Feinheiten der Deutschen Sprache 😎


    „Sie ist gut zu Vögeln“.


    Hoffentlich habt ihr in der Schweiz wenigstens das große V 😉


    VG Boris

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