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Es gibt 21 Antworten in diesem Thema, welches 2.769 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (14. November 2022 um 13:15) ist von FerreumVariabilis.

  • Ich benutze diesen Beitrag gleich mal als Vorstellung :)

    Also erstmal Hallo an alle :). Hoffe euch gehts gut

    Ich hab dieses Jahr seit vielen Jahren wieder die Lust aufs Schwammerlsuchen bekommen. Ich bin vor vielen vielen Jahren mit meinem Vater mal gegangen und dann immer mal wieder mit den Geschwistern. Jetzt hab ich wieder Lust bekommen aber gleichzeitig gemerkt, dass ich ja überhaupt nicht weiß wo ich hin soll. Ich lebe im Landkreis Bad Tölz...also Wälder haben wir genug würd ich eigentlich sagen. Ich war jetzt 3 Tage in Folge an verschiedenen Orten und meine Funde: gleich null. Also ich suche hauptsächlich nach Steinpilzen. Falls mir Reherl/Pfifferlinge über den Weg laufen hab ich auch nichts dagegen. Aber bin hauptsächlich nach Steinpilzen aus.

    Jetzt wollt ich mal wissen, wie ihr damals als Anfänger losgezogen seid? Also einfach blind irgendwo hingelaufen/gefahren und mal schaun ob man was findet? Habt ihr euch vorher erkundigt, wo es wahrscheinlicher ist? Also ich weiß ein paar Basics, wo Steinpilze eher zu finden sind...nur weiß ich nicht wo ich da anfangen soll :D. Mir gehts auch viel darum, nur 1-2 schöne zu finden und gut ist. Nutze die Natur einfach gern zum genießen...würd aber gern danach mir gern mal was in die Pfanne hauen.

  • Hallo und herzlich willkommen bei den "Pilzverrückten"!

    bei mir waren die ersten Suchgebiete aus familiärer Überlieferung; mit der Zeit kommt dann die Erfahrung und Einschätzung von "fremden" Gebieten, aber es gibt auch immer wieder Überraschungen in jede Richtung (also viel gefunden, nix gefunden, Zufallsfunde usw.). Die Pilze halten sich nicht an unsere Regeln, diese sind nur Anhaltspunkte.

    Übrigens: Im "Handbuch für Pilzsammler" von Andreas Gminder (Kosmos Verlag, Jahr weiß ich grad nicht) gibts ein Kapitel über Biologie und Lebensräume, da ist das Thema bisschen aufgearbeitet.

    Bei meinen Ausflügen in die Berge habe ich bislang immer etwas finden können; daher ist meine Erfahrung: Bergwald = Pilzwald ! Insofern würde ich sagen, lass Dich nicht entmutigen. Eventuell waren die letzten Tage einfach nur zu viele Leute unterwegs ...

    Grüße aus Mittelfranken, Marcus

    Viele Grüße aus Mittelfranken, Marcus

    P.S. Meine Beiträge sind Meinungsäußerungen und Diskussionsbeiträge, keine Wahrheiten.

  • Aber bin hauptsächlich nach Steinpilzen aus.

    Hallo Flo!

    Steinpilze sind so ein Thema - da gibt es immer die sogenannten Zeigerpilze - Mehlräslinge - usw ... ich halte nicht allzuviel davon.

    Ich bin familiär vorbelastet und schon als Kind viel im Wald gewesen. Bei mir gibt es in der Nähe wenige Steinpilze und noch weniger Pfifferlinge - und wenn dann eher auf der Südseite von Hängen. Also ich wohne im Flachland - aber meist wurden schroffe Gegenden, die nichts für Wiese taugten in Fichten/ Föhren- Monokulturen verwandelt. Bietet sich an. Damals. Jetzt wird gerade umgestellt.

    Generell finde ich die Frage interessant - wie geht man an das Thema Pilze suchen heran.

    Ich bin ein Biotop- und Landschaftstyp. Also ich interessiere mich für alles was da vorkommt. Meine Kenntnisse in Sachen Ornithologie sind noch etwas dünn 😺

    Aber Botanik - Bäume erkennen - das gehört für mich zur Mykologie dazu. Für mich gehört auch der Genuss beim Sammeln dazu. Ich mag nicht durch endlose Wälder wie den Weilhartsforst latschen. Überhaupt bei dem Regen jetzt.

    Wenn mir der Wald nicht gefällt, z. B. finster und langweilig, dann ist mir das ziemlich egal, was da drin steht. Wer jetzt allerdings Steinpilze sucht, wird nicht umhin kommen endlose Mischwälder zu durchstreifen. Die können ja auch sehr schön sein.

    LG Rotschild

  • Hallo und herzlich Willkommen Flo,

    mir sind Steinpilze nicht wichtig, deshalb habe ich dafür nicht wirklich Strategien, aber wenn ich welche finde, bewahrheitet sich schon oft das mit den Zeigerpilzen (Fliegenpilze, Pfefferröhrlinge, Mehlräslinge).

    Insbesondere die Fliegenpilze sind recht nützlich, weil sie ja so schön durch den ganzen Wald leuchten.

    Häufig finde ich Steinpilze auch in Fichtenwäldern, wenn dort Buchen eingestreut sind, in den Übergangsbereichen Buche/Fichte.

    Beste Grüße

    Sabine

  • Ich hab mich auch lange gefragt, wo ich hin soll.
    Meine Gebiete finde ich auf Google Maps. Ich gehe bevorzugt da hin, wo es anderen zu mühsam erscheint, also an steilere Hänge oder eher schwer zu erkennende, teils wieder zugewachsene alte Schneisen.

    Mittlerweile glaube ich aber eher, dass es vor allem Wichtig ist „den Blick“ zu entwickeln. Ich finde auch dort noch, wo andere vermeintlich alles abgesucht haben (zahlreiche Abschnitte zu sehen).
    Zweites Gebot ist „Strecke machen“.
    gerade Steinpilze wachsen oft räumlich begrenzt, aber dafür gesellig.
    Drittens musst du einfach den passenden Zeitpunkt abpassen. Der hängt stark vom Wetter der vorangegangenen 2-3 Wochen (Temperatur, Niederschlag) ab, oft sind nur zwei Wochen richtig gut, zumindest dort wo ich unterwegs bin.
    Wenn an den Stellen, wo sich das Wasser sammelt oder sammeln würde, gar keine Pilze stehen, dann lohnt es idR nicht, weiter in den Wald rein zu gehen.
    Es zahlt sich also aus, mit dem Rad die kleinen Waldwege und Forstrassen abzufahren.
    wenn du dort die Zeigerpilze oder auch Pflanzen siehst, dann heißt es: Genauer suchen und wenn du nichts findest 5 Tage später wieder kommen.

    Viele Grüße,

    Bernhard

  • vielen Dank für die vielen sehr netten und hilfreichen Antworten schonmal :)

    Ja ich werd mal wieder mein Glück versuchen. Ich geh immer gern in der Früh. Aber ist es entscheidend zu welcher Tageszeit man geht?

    Eine weitere Frage. Vorgestern hab ich einen wunderschönen Fliegenpilz entdeckt...jedoch kam mir das Gebiet nicht so Steinpilzfreundlich vor. Ist das trotzdem ein potent. guter Platz für Steinpilze? Es war enorm viel Bewuchs, hauptsächlich Nadelwald und sehr eng bewachsen

  • Hallo Flo,

    die Tageszeit bzw. ob unter der Woche oder am Wochenende, ist nur dann entscheidend, wenn du mit vielen anderen um dieselben Pilze konkurrierst.

    Bei mir in der Gegend ist es egal.

    Beste Grüße

    Sabine

  • Morgens ist relativ. Ich meine, die, die einfach die besten Pilze abgreifen wollen, sind früh unterwegs. Gemäß dem Motto: der frühe Wurm hat einen Vogel. 😺

    Bei so Regentagen finde ich Mittags wesentlich besser.

    Ich vermeide Sonntage, da ist mir zuviel los. Am Montag kann sich der Wald gerne noch erholen.

    Den Pilzen wird das ziemlich egal sein, wann man sie findet. Wenn es sehr heiß ist, dann bietet sich allerdings der frühe Morgen an, wegen der Frische der Pilze.

    Fliegies mögen Dickticht. Das ist ein typischer Fundort. Generell finde ich die aber überall - v. a. Nadelwald.

    Und ich bin dabei Sabine - Steinpilze mögen einen gewissen Buchenanteil.

    Und wie ich finde - Wärme. Ich finde die niemals an kalten Nordhängen.

    LGR

  • Hallo, in meinen Augen hast Du da einen Steinpilz und eine Marone. Das ist aber mehr geraten als bestimmt, die "Marone" ist ja nicht komplett zu sehen (Röhren gelb, auf Druckstellen blauend?)

    Gruß, Marcus.

    Viele Grüße aus Mittelfranken, Marcus

    P.S. Meine Beiträge sind Meinungsäußerungen und Diskussionsbeiträge, keine Wahrheiten.

  • Auch von mir noch ein herzliches willkommen und viel Freude und Spass im Forum. BG Andy

  • Herzlich Willkommen im Forum Flo. Freut mich, dass du schon was gefunden hast. In den Bergen hatten wir dieses Jahr ein ziemlich gutes Steinpilzjahr. Hier bei uns bestehen die Wälder aus Fichten, Lärchen und Arven. Leider dürfte es bei uns mit den Steinpilzen schon ziemlich vorbei sein, bei euch (ich nehme an du bist eher im Flachland unterwegs) sollte der Oktober aber vermutlich noch einiges bringen. Kürzlich habe ich hier in den Bergen noch einen Steinpilz gefunden, aber ansonsten sind hier schon hauptsächlich die Violetten Rötelritterlinge in grossen Hexenringen am Wachsen. Von diesen habe ich mittlerweile auch schon ein Glas getrocknet.

    Wünsche dir noch eine pilzreiche Zeit.

    LG

    Benjamin

    Mit meinen Beiträgen gebe ich lediglich meine persönliche Einschätzung/Meinung ab. Sie sind nur als Vorschläge zu werten und es gibt damit insbesondere keine Verzehrsfreigaben meinerseits. Eine sichere Bestimmung sowie Verzehrsfreigabe kann nur der Pilzkontrolleur bzw. Pilzsachverständige vor Ort geben.

  • ich benutz nochmal meinen Thread hier für eine Frage.

    Gibt es eine Art Landkarte oder Übersicht über die verschiedenen Waldregionen (in Bayern). Also wenn ich zum Beispiel eher Fichtenwald oder Mischwald "suche"...oder eher einen bestimmten Boden? Ist der Wald zum Beispiel in der Nähe der Isar deutlich vorteilhafter/nachteilhafter für gewissen Pilze?

  • ich benutz nochmal meinen Thread hier für eine Frage.

    Gibt es eine Art Landkarte oder Übersicht über die verschiedenen Waldregionen (in Bayern). Also wenn ich zum Beispiel eher Fichtenwald oder Mischwald "suche"...oder eher einen bestimmten Boden? Ist der Wald zum Beispiel in der Nähe der Isar deutlich vorteilhafter/nachteilhafter für gewissen Pilze?

    Hallo Flo89,

    ja, es gibt Pilzkartierungen im Internet, sind aber zu ungenau. Ich habe früher geologische Karten in Oberbayern verwendet, aber auch das bringt ned viel. Höchstens nach Moränen suchen, dort stehen auch immer viele Schwammerl. Du schreibst, du kommst aus Tölz, da kann ich dir Schaftlach empfehlen ;)

    Ansonsten kannst du viel über Google-Maps erkennen oder den Bayern-Atlas aufrufen, dort kannst du auch die Wälder erkennen. Aber Google-Maps ist da völlig ausreichend, man erkennt die unterschiedlichen Wälder am Bild von oben. Dazu die Geländekarte benutzen und gut ist. Am besten ist es, einfach in den Wald reinzugehen und zu suchen :)

    Viele Grüße

    Mahatma

  • ich benutz mal einfach meinen alten Thread für eine Frage.

    Ich hab morgen mal eeeeendlich wieder Zeit und auch am Sonntag. Lohnt es sich in meiner Region (Oberbayern, Bad-Tölz-Wolfratshausen) noch nach Steinpilzen zu suchen oder ist es jetzt Wetter- und Zeittechnisch schon rum?

    Vielen Dank für die Antworten :) und ein schönes Wochenende

  • Hallo,

    schön dass Du am WE Zeit findest in die Natur zu gehen. Nach meiner Erfahrung ist es jetzt meist bereits (zu) spät für die Steinis, oder Du findest alte und überständige Exemplare. Aber genau ist das nie zu sagen, es hängt stark vom lokalen Witterungsverlauf ab und daher kannst Du auch jetzt noch Glück haben, was ich Dir wünsche.

    Wenn Du mal nach was anderem sehen möchtest, dann ist jetzt die richtige Zeit, um nach den "Herbstpilzen" zu suchen, z. B. Totentrompeten sowie Trompetenpfifferlingen; diverse Lorcheln kommen jetzt auch raus, umstritten als Speisepilze, aber interessante Gesellen. Auch Austernseitlinge können schon auftreten. Ein Herbstspaziergang lohnt sich in jedem Fall, viel Spaß dabei, Marcus

    Viele Grüße aus Mittelfranken, Marcus

    P.S. Meine Beiträge sind Meinungsäußerungen und Diskussionsbeiträge, keine Wahrheiten.

  • Hallo,

    schön dass Du am WE Zeit findest in die Natur zu gehen. Nach meiner Erfahrung ist es jetzt meist bereits (zu) spät für die Steinis, oder Du findest alte und überständige Exemplare. Aber genau ist das nie zu sagen, es hängt stark vom lokalen Witterungsverlauf ab und daher kannst Du auch jetzt noch Glück haben, was ich Dir wünsche.

    Wenn Du mal nach was anderem sehen möchtest, dann ist jetzt die richtige Zeit, um nach den "Herbstpilzen" zu suchen, z. B. Totentrompeten sowie Trompetenpfifferlingen; diverse Lorcheln kommen jetzt auch raus, umstritten als Speisepilze, aber interessante Gesellen. Auch Austernseitlinge können schon auftreten. Ein Herbstspaziergang lohnt sich in jedem Fall, viel Spaß dabei, Marcus

    danke für die nette Antwort

    also raus geh ich sowieso :D. Bisschen die Natur genießen. Ich würd mich halt nur noch mehr freuen auch was essbares zu finden. Aber bin da sehr unerfahren und Steinpilze erkenn sogar ich...bei so anderen tu ich mir schon schwerer

  • oder ist es jetzt Wetter- und Zeittechnisch schon rum

    Der große Rausch ist natürlich inzwischen vorbei, aber mit etwas Glück kann schon noch was zu finden sein.

    Dieses topfitte Exemplar habe ich noch gestern in Mittelhessen gefunden. Sogar noch mit Baby-Bruder dabei, der erst in ein paar Tagen soweit gewesen wäre.

    vg und viel Glück

    Jan

  • Hallo Flo,

    wenn dich die Waldtypen nach dominanten Baumarten interessieren, kannst du zusätzlich mal in den Waldmonitor reinschauen.

    Hier werden zwar nur Buche, Eiche, Fichte, Kiefer und Lärche unterschieden, es ist trotzdem sehr interessant, das die Satelliten-Auflösung recht kleinräumig ist.

    LG, Martin

  • Dieses topfitte Exemplar habe ich noch gestern in Mittelhessen gefunden. Sogar noch mit Baby-Bruder dabei, der erst in ein paar Tagen soweit gewesen wäre.

    Gestern an fast der gleichen Stelle, drei weitere gesellten sich später noch dazu:

    Eigentlich wollte ich nur den Herbsttrompeten einen letzten Versuch geben. Die weiterhin nicht zu finden. Dafür immer noch beste madenfreie Steinpilze, zum ersten Mal dieses Jahr bei mir Frauen- und andere Täublinge in Massen, viele junge dabei, und, und, und. Es ist der Wahnsinn dieses Jahr, es hört einfach nicht auf.

    Rein pilztechnisch genial, gleichzeitig aber auch beunruhigend wenn das das new normal wird...