Welcher Täubling?

Es gibt 6 Antworten in diesem Thema, welches 1.159 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (10. November 2022 um 18:36) ist von Bimbelmoser.

  • Hallo zusammen,

    Ich bin ganz neu dabei und gehe seit diesem Pilzjahr meine ersten eigenen Schritte.

    Mir ist ein Pilz untergekommen, den ich als Täubling einschätze. Nur welcher?

    Ich habe ihn mit 15cm unter vorwiegend Buchen gefunden. Auf dem Hut grün-gräulich mit diesen gelben Flecken und an einer Stelle am Hutrand ganz leicht geschuppt.

    Der Geruch war eher neutral und der Stiel querbrüchig.

    Nachdem ich von der "Täublingsregel" gelesen hatte, wagte ich mich an eine Kostprobe. Ein kleines Stück vom Hut + Lamellen hatten einen durchaus milden Geschmack.

    Ich setze auf einen Frauentäubling! Ich hätte ihn mir gerne zubereitet, aber die Vernunft hat mangels Wissen gesiegt.

    Beim nächsten mal wäre ich gerne sicherer. Könnt ihr mir helfen?

  • Vom Aussehen kannst du auch an den grüngefelderten Täubling denken, aber ich bin da kein Experte.

    So wie ich hier lernte ist eine endgültige Bestimmung bei den Täublingen per Forum kaum möglich.

    Allerdings, unabhängig von der genauen Sorte, sieht dieser Pilz auch nicht mehr frisch genug für den Verzehr aus, also gräme dich nicht :)

  • Hallo Bimbelmoser,

    absolut ein Täubling, da liegst du genau richtig!

    Der Frauentäubling kann es von der Hutfarbe gut sein. Aber zum Beispiel auch der Grüngefelderter Täubling schaut ähnlich aus wie dein Bild, besonders, weil es am Rand etwas "gefeldert" ist. Da müssen vielleicht die Experten draufgucken!

    Hast du versucht, ob die Lamellen biegsam sind oder brechen? Beim Frauentäubling sind sie im Gegensatz zu den anderen Täublingen elastisch. Sie splittern im Normalfall beim drüberstreichen nicht ab, sondern biegen sich!

    Wenn der Geschmack bei einem Täubling mild und nicht scharf, betäubend oder sonstwie bäh ist, ist die Art essbar.

    Viele Grüße

    Anja

  • Hallo,


    das sollte schon der Grüngefelderte Täubling Russula virescens sein.


    Der seltene Rissighütige Frauentäubling Russula cutefracta ist anders gefärbt. Weitere Unterscheidungsmerkmale wäre die Beschaffenheit der Lamellen (fettig verschmierend beim Darüberstreichen oder brüchig) und natürlich die Reaktion auf Eisen(II)sulfat.


    LG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

  • Moin!

    Das Jahr ist ja verrückt, aber n grüngefelderten im November? Oder ist das Foto schon älter?
    Ansonsten hätte ich tatsächlich eher an den gefelderten Frauentäubling gedacht (aber nie gesehen).
    Wie waren denn die Lamellen?

    Viele Grüße

    Bernhard

  • Vielen Dank für eure Antworten!

    Das Foto ist am 4.11. entstanden, jedoch auf einer Wanderung im Süden der Schweiz. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Mikroklimata in den Tälern dort einen gewissen Einfluss auf das Pilzvorkommen haben.

    Die Lamellen waren elastisch würde ich sagen. Meine Finger haben jedoch bis jetzt keinen wirklichen Vergleich mit anderen Täublingsarten.

    Nachdem sich alles am Pilz schön fest und schwer angefühlt hat, hätte ich hinsichtlich der Frische auch keine Bedenken gehabt.

    Nette Grüße an alle!